https://www.faz.net/-gpc-a4mlb

Die von Ihnen angeforderte Seite kann leider nicht ausgeliefert werden. Das tut uns leid. Interessiert Sie eine andere Geschichte von der aktuellen FAZ.NET-Homepage?

F.A.Z.-Newsletter : Wer ist hier uneinsichtig?

Unsere Autorin: Rebecca Boucsein Bild: Robert Wenkemann

Während das Verhalten so mancher Mitbürger in der Pandemie für Wut sorgt, ist der BER endlich „Ready for Take-off“ - und startet den Regierungsflugbetrieb. Der F.A.Z. Newsletter für Deutschland.

          3 Min.

          „Wir haben einen funktionsfähigen Flughafen“: Dieser Satz hat Gewicht nach 14 Jahren Bauzeit und etlichen Jahren Verspätung, und es dürfte BER-Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup eine gewisse Genugtuung gegeben haben, ihn am Montag vor Journalisten auszusprechen. Knapp 10.000 Freiwillige hatten in den vergangenen Wochen den Flugbetrieb getestet – unter anderem mit 179.000 Gepäckstücken, die mit Altkleidern gefüllt waren. Der Test war erfolgreich, man sei „Ready for Take-off“, sagte Daldrup. Ausprobieren dürfen das nun zunächst der Bundespräsident, die Kanzlerin und ihre Minister. Sie brechen von heute an vom neuen Hauptstadtflughafen zu Dienstreisen auf. Staatsempfänge in Berlin-Tegel sind damit passé: Präsidenten und Staatsgäste werden in Schönefeld empfangen. Für den Publikumsverkehr öffnet der BER am 31. Oktober. Zu diesem Zeitpunkt wäre er unter normalen Umständen laut früheren Berechnungen bereits zu klein für den stetig wachsenden Flugverkehr gewesen – wegen der Corona-Krise wird die Auslastung jedoch nach Schätzungen des Betreibers zunächst bei nur rund 20 Prozent des im Oktober und November üblichen Niveaus liegen.

          Rebecca Boucsein

          Redakteurin vom Dienst bei FAZ.NET.

          Trauer und Angst vor Islamismus in Frankreich

          Dass die französische Gesellschaft durch den Islamismus bedroht wird, ist eine traurige Realität, die am Freitag mit der brutalen Ermordung des Lehrers Samuel Paty, der in seinem Unterricht zum Thema Meinungsfreiheit Mohammed-Karikaturen zeigte, umso schärfer in den Blick geraten ist. Heute Abend nimmt die Nation und auch Frankreichs Präsident Macron Abschied von dem Pädagogen. Die Trauer wird ihm gelten, der Kindern Werte vermitteln wollte. Sie dürfte aber auch dem Zustand der Angst und der Bedrohung durch radikale Eiferer gewidmet sein, in dem sich Frankreich befindet - und aus dem es sich bisher allen Anstrengungen zum Trotz nicht zu befreien vermochte. Ob das Land es nach diesem schrecklichen Mord, der abermals auf das Konto von Islamisten geht, schafft, seine Konflikte anzugehen oder sie am Ende wieder in Erinnerungspolitik auflöst, wie mein Kollege Jürg Altwegg jüngst fragte? Der Druck auf die Regierung wächst. Premier Castex kündigte gestern in der Nationalversammlung an, stärker soziale Medien ins Visier nehmen zu wollen – man wolle „nicht mehr passiv die Entfesselung des Hasses in sozialen Netzwerken hinnehmen“. Sieben Festgenommene werden heute einem Anti-Terror-Richter vorgeführt.

          F.A.Z.-Newsletter für Deutschland

          Jeden Morgen ordnen unsere Redakteure die wichtigsten Themen des Tages ein. Relevant, aktuell und unterhaltsam.

          Bitte beachten Sie unsere Datenschutzhinweise.

          Wie die Pandemie bekämpfen?

          Wer ist nun uneinsichtig und unnachgiebig? In Großbritannien stritten darüber seit Tagen der britische Premier Boris Johnson und der Bürgermeister des Großraums Manchester, Andy Burnham. Johnson hat dem Gebiet nun strengere Corona-Regeln verordnet, auch wenn Burnham das bis zuletzt an Bedingungen geknüpft hatte, die Johnson ablehnte. Wer hierzulande uneinsichtig und unnachgiebig ist, auch darüber wird derzeit trefflich diskutiert. Im Berchtesgadener Land beispielsweise, das Bayern gerade in den Lockdown geschickt hat, wächst die Wut über jene, die diesen durch ihr sorgloses Verhalten provoziert haben. Fakt ist, dass die Zahl der Corona-Infektionen steigt – und mit ihr die Ratlosigkeit in Politik und Gesellschaft, was dagegen zu tun ist und wie die Entscheidung darüber gefällt werden soll (jüngst brachte Wolfgang Schäuble gar das Parlament ins Spiel). Markus Söder hat sich die Pandemie-Bekämpfung bekanntermaßen groß auf die Fahnen geschrieben. Sein Bundesland ist auch dasjenige, das im bisherigen Jahresverlauf mit knapp 617,8 zusammengerechnet auf die höchste Inzidenz kommt, wie mein Kollege Tim Niendorf recherchiert hat. Heute will Söder im bayerischen Landtag eine Regierungserklärung zur Corona-Krise abgeben.

          Und sonst? Geht der F.A.Z. Podcast für Deutschland der Frage nach, wie Corona unseren Straßenverkehr verändert, gehen die Warnstreiks im öffentlichen Dienst in mehreren Bundesländern weiter, startet der FC Bayern als Titelverteidiger in die neue Saison der Champions League – nach einem Corona-Fall müssen die Spieler aber zunächst zum Corona-Test.

          Die Nacht in Kürze:

          Vandalismus auf der Museumsinsel am Tag der Deutschen Einheit: Unbekannte beschädigten laut einem Bericht mindestens 70 Objekte im Pergamonmuseum und anderen Häusern. Wochenlang informierte offenbar niemand die Öffentlichkeit.

          China kritisiert Bundestagsabgeordnete wegen Treffen mit Taiwanern: Der Menschenrechtsausschuss hatte sich über die Lage in der bedrohten Demokratie informiert. Das passt der Botschaft Chinas gar nicht.

          Nasa sammelt Bodenprobe auf Asteroid: Ein jahrelanger Raumflug gipfelt in diesem Moment: Für wenige Sekunden landet eine Sonde auf dem Asteroiden Bennu und entnimmt Geröllproben.

          Wie gefällt Ihnen dieser Newsletter?

          Haben Sie Verbesserungsvorschläge? Welche Themen interessieren Sie? Schreiben Sie uns: Newsletter@faz.de.

          Weitere Themen

          Ungarn und Polen verharren im Veto

          F.A.Z.-Newsletter : Ungarn und Polen verharren im Veto

          Handelsverbände kritisieren die neuen Corona-Maßnahmen, Ungarn und Polen rücken von ihrer Blockade des EU-Haushalts nicht ab und Ursula von der Leyen ist seit einem Jahr Kommissionspräsidentin. Der Newsletter für Deutschland.

          Topmeldungen

          Angriff in Iran : Attentat nach dem Kalender

          Bis Biden kommt, will Israel die Fähigkeiten Irans soweit es geht schwächen – und die angekündigten Verhandlungen über ein wiederaufgelegtes Atomabkommen verderben.
          Kritisierte Meuthens Rede als „spalterisch“: der Vorsitzende der Bundestagsfraktion und AfD-Ehrenvorsitzende Alexander Gauland

          AfD-Parteitag : Gauland schlägt zurück

          Für seine Kampfansage an die Radikalen muss der AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen heftige Kritik einstecken. Fraktionschef Alexander Gauland rügt Meuthens Rede als „Verbeugung vor dem Verfassungsschutz“ – dabei müsse die AfD gegen diesen „kämpfen“.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.