https://www.faz.net/-gpc-a3hpp

Die von Ihnen angeforderte Seite kann leider nicht ausgeliefert werden. Das tut uns leid. Interessiert Sie eine andere Geschichte von der aktuellen FAZ.NET-Homepage?

F.A.Z.-Newsletter : Was es so alles gibt

Unsere Autorin: Manon Priebe Bild: Robert Wenkemann

Wo die Corona-Pandemie für Überstunden statt Kurzarbeit sorgt, welche Schlüsse aus dem Polizei-Skandal in NRW folgen und welches Geburtstagskind morgen seinen 75. feiert – das und mehr steht im Newsletter für Deutschland.

          2 Min.

          Es ist immer noch Pandemie. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen bleibt einen Tag nach Erreichen des höchsten Wertes seit April unter der Marke von 2000, befindet sich aber nach wie vor auf einem hohen Niveau. 1916 neue Corona-Infektionen meldete das Robert-Koch-Institut am Freitagmorgen, am Vortag waren es 2194. In manchen Branchen mag die Pandemie zu Kurzarbeit führen, die Mitarbeiter der Ordnungsämter schieben Überstunden. Denn sie müssen nun die Regeln zum Infektionsschutz durchsetzen. Das tun sie in Köln in stich- und schusssicheren Westen und gehen auch „Bürgeraufträgen“ nach, sprich: wenn einer einen anderen verpfiffen hat. Dank dieser Hinweise kommen auch ganz andere Dinge zu Tage, wie meine Kollegin Anna Vollmer in Köln erfahren hat. Sie war auf Streife mit den Ordnungshütern. Selbst ein paar wenige Ärzte halten sich nicht an die Coronaregeln und stellen Gefälligkeitsatteste gegen die Maskenpflicht aus. Für Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer, ist das „kein Kavaliersdelikt“. Mediziner könnten dafür „im äußersten Fall“ ihre Approbation verlieren. Die Verharmlosung der Corona-Katastrophe trifft nicht nur Wissenschaftler ins Mark. Mein Kollegen Joachim Müller-Jung mahnt einen Blick hinter die Sterbeziffern an: Dort türme sich eine unvorstellbare Krankheitslast. „Die Blutgefäße, das Herz, die Nieren, die Leber, auch das Gehirn, werden durch die bei schwerem Verlauf unkontrollierbare Virenvermehrung und ein völlig überfordertes, hyperaktives Immunsystem lebensbedrohlich in Mitleidenschaft gezogen.“  

          Manon Priebe

          Redakteurin für Social Media.

          Es gibt immer noch rechtsextremistische Polizisten. Selbst NRWs Innenminister Reul äußert nun die Sorge, dass das Problem „noch größere Ausmaße“ haben könnte als bisher bekannt. Seit 2012 sollen 30 Verdächtige, darunter ein erster Polizei-Hauptkommissar, zu den bisher aufgedeckten fünf rechtsextremistischen Chatgruppen gehört haben. Verschickt wurden Reul zufolge „widerwärtige, menschenverachtende, rassistische Bilder“. Um das in Zukunft zu verhindern, fordert Reinhard Müller in seinem Leitartikel „Kameradschaft – aber keine falsche“.

          Um Sie positiv in den Tag zu schicken, sei gesagt: Auch Hessen gibt es noch immer. Und zwar – am morgigen Samstag – seit genau 75 Jahren. Wenn auch Sie sich – nach all den Jahren – fragen „Hessen, wer bist du?“, machen Sie sich mit Alexander Jürgs auf die Suche. Anhand von 20 Fragen finden Sie heraus, ob Sie Hessen-Profi sind. Die richtigen Antworten liefern wir natürlich mit. Und den Fünfundsiebzigsten dürfen Sie so oder so mitfeiern.  

          Und sonst? Dürfen in Minnesota die ersten Stimmzettel für die Wahl in den vereinigten Staaten abgegeben werden. Stellt die EU-Kommission ihren Aktionsplan gegen Rassismus vor. Geht Israel für die kommenden drei Wochen in den Lockdown. Startet die Fußballbundesliga in München doch ohne Zuschauer. Soll der Bundesrat entscheiden, ob Rasern höhere Strafen drohen. Werden die „Ig-Nobelpreise“ für besonders kuriose Forschung verliehen.  

          Die Nacht in Kürze:

          Für seine Corona-Politik muss Amerikas Präsident Donald Trump nun auch aus den eigenen Reihen harte Kritik einstecken: Eine Ex-Beraterin von Mike Pence wirft Trump eine „völlige Missachtung menschlichen Lebens“ vor.

          SPD-Chef Norbert Walter-Borjans pocht darauf, dass die Altschulden der Kommunen übernommen werden.

          Weitere Themen

          Anklage gegen sechs russische Hacker

          Nach FBI-Ermittlungen : Anklage gegen sechs russische Hacker

          Die amerikanische Justiz macht mehrere Männer, die Teil des russischen Militärgeheimdienstes sein sollen, für großangelegte Cyberangriffe auf die Olympischen Spiele in Südkorea, auf Krankenhäuser, Parteien und viele weitere Attacken verantwortlich.

          Topmeldungen

          Islamistischer Mord an Lehrer : Die Angst regiert

          „Die Lehrer sind Zielscheiben“: Nach dem Mord an Samuel Paty kann Frankreich die islamistische Bedrohung von Schulen nicht länger leugnen. Wird das Land auch diesmal versuchen, seine Konflikte in Erinnerungspolitik aufzulösen?
          Pendler sitzen mit Mund-Nase-Masken am 15. Oktober in einem Bus in Paris

          Paris, Madrid, Rom und London : Wie Corona Regionen und Hauptstädte entzweit

          Nicht nur in Deutschland wird darüber gestritten, wie viel Einheitlichkeit in der Corona-Pandemie landesweit nötig ist. Frankreich, Spanien, Italien und Großbritannien gehen dabei ganz unterschiedliche Wege.

          Nach Söders Drängen : Berchtesgadener Land geht in den Lockdown

          Im Berchtesgadener Land ist die Pandemie außer Kontrolle geraten. Die Einwohner dürfen ihre Wohnungen in Kürze nur noch in Ausnahmefällen verlassen. Es sind die schärfsten Beschränkungen des öffentlichen Lebens seit Monaten.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.