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F.A.Z.-Newsletter : Wann dürfen wir wieder raus?

  • Aktualisiert am

Unser Autor: Sven Astheimer Bild: Robert Wenkemann

Heute entscheiden die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidenten, wie es nach dem 19. April weitergehen soll. In solchen Momenten blickt das Land auch gebannt auf die Popstars dieser Krise: Virologen. Mehr im F.A.Z.-Newsletter für Deutschland.

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          Es ist die Frage aller Fragen im Frühjahr 2020: Wann und wie schnell werden die Ausgangs-  und Kontaktverbote wieder aufgehoben, die zur Bekämpfung des Coronavirus verhängt worden sind? Glaubt man den Umfragen, scheinen sich die Bürger mit der stillgelegten Republik auch über Ostern ganz gut arrangiert zu haben und den Kurs von Bund und Ländern zu stützen. Doch allen Beteiligten ist klar, dass ein Leben im Ausnahmezustand auf Dauer nicht möglich ist und es irgendwann einen Fahrplan für die Rückkehr zur Normalität braucht.

          Deshalb wird das öffentliche Interesse heute gewaltig sein, wenn Bundeskanzlerin Angela Merkel am Nachmittag gemeinsam mit Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und Hamburgs Erstem Bürgermeister Peter Tschentscher vor die Presse treten und verkünden wird, was sie mit den Ministerpräsidenten zur Lockerung beschlossen hat. Wird es ein konkretes Datum für die schrittweise Wiederöffnung geben von Schulen und Geschäften? Schließlich machen es uns die Nachbarn in Österreich gerade vor, wie die Kollegen im Wirtschaftsteil aufgeschrieben haben. Oder gilt für die deutschen Bürger in Quarantäne am Ende die Weisheit von Kindergeburtstagen: Nur wer viel erwartet, kann auch enttäuscht werden. Hören Sie hier zu auch die neueste Ausgabe unseres Podcasts für Deutschland.

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          Handlungsfähigkeit und Entscheidungsfreudigkeit müssen die Politiker in diesen Tagen auch aus einem anderen Grund ständig aufs Neue beweisen. Denn sie müssen dem Verdacht entgegentreten, dass dieses Land in Wahrheit von einem Expertenrat regiert werde und die Politiker nur willfährige Entscheidungsgehilfen seien. Denn die Virologen sind so etwas wie die Popstars dieser Zeit. Ihre Podcasts und Youtube-Filme haben uns zu einem Volk von Hobbyvirologen gemacht. Ihr Erfolg ist ihnen mittlerweile selbst unheimlich geworden, wie unser Politikredakteur Reinhard Müller in seinem Leitartikel schreibt. Der Jurist weist darauf hin, dass es aber niemals die Fachleute sein dürfen, die in unserem demokratischen System dazu berufen sind, die Entscheidungen im Kampf gegen Corona zu treffen, sondern dafür legitimierte Politiker. Nur was überzeugt, wird sich letztlich durchsetzen, schreibt Müller.

          Dass ein Shutdown die Gesundheit der Menschen rund um die Welt schützen mag, die Wirtschaft aber mit jedem Tag länger in ein Desaster zu stürzen droht, steht auf einem anderen Blatt und macht die Zwickmühle deutlich, in der die Entscheidungsträger stecken. Der Internationale Währungsfonds rechnet jetzt schon damit, dass die Weltwirtschaft in diesem Jahr um 3 Prozent schrumpfen wird. Die Ökonomen aus Washington erwarten nicht weniger als die „schwerste Krise seit der Großen Depression“. In Deutschland rufen die sonst gerne auf ihre unternehmerische Freiheit pochenden Unternehmen immer lauter nach dem Staat. Ausgerechnet der Sportartikelhersteller Adidas, die Gewinnmaschine der vergangenen Jahre, hat sich nun als erster Dax-Konzern Kredithilfen der staatlichen KfW-Bank gesichert über satte 3 Milliarden Euro. Und die Belegschaft des Ferienfliegers Condor verlangt nach dem plötzlichen Rückzug der polnischen Fluggesellschaft LOT offen eine Teilverstaatlichung.

          Und sonst? In Brüssel kommen die Nato-Verteidigungsminister per Videokonferenz zusammen. In Dänemark öffnen Kindergärten und Schulen wieder. In Berlin diskutieren die Grünen über Folgen der Coronavirus-Krise für die Wirtschaft und den Klimaschutz.

          Die Nacht in Kürze

          Donald Trump stoppt Amerikas Zahlungen an die WHO. Mitten in der Pandemie begründet er das mit Versäumnissen der Weltgesundheitsorganisation.

          Milliarden für Amerikas Fluggesellschaften: Die Airlines nehmen Hilfe aus Washington an. Dafür könnte eine Teilverstaatlichung kommen.

          Urnengang mit Mundschutz: Wie die Südkoreaner heute ihr Parlament neu wählen.

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