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F.A.Z.-Newsletter : Tückisches Reisen

Unsere Autorin: Rebecca Boucsein Bild: Robert Wenkemann

Wie gut Lehrer und Schüler auf den Schulstart vorbereitet sind, zeigt sich heute abermals in drei Bundesländern. Dazu gibt es Zoff um kostenlose Corona-Tests – und für Joe Biden beginnt die Kandidaten-Kür in Milwaukee. Der F.A.Z.-Newsletter.

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          Weitere Hunderttausende Schüler proben in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland von heute an den regulären Schulbetrieb im Pandemie-Ausnahmezustand. In anderen Ländern wie Mecklenburg-Vorpommern gehört Lernen mit Abstand und Hygieneregeln bereits zum Alltag, und das erste Zwischenfazit lautet: Nur einzelne Schulen mussten vorübergehend schließen, es gab Beschwerden von Eltern über unverhältnismäßig strenge Quarantäne-Anordnungen für den Nachwuchs – aber im Großen und Ganzen läuft der Betrieb. Wie gut der Unterricht unter den Bedingungen am Ende tatsächlich gelingt, wird sich erst in ein paar Wochen zeigen. Das Verhalten einiger Lehrer hat bei nicht wenigen Eltern Zweifel gesät. Während manche Lehrer die Schüler aus der Ferne begleiteten, glänzten andere durch Abwesenheit. Technische Defizite waren nicht allein der Grund dafür, wie mein Kollege Reinhard Müller kommentiert. Vielmehr habe die Krise ein fatales Verständnis vom Lehrerberuf offenbart: „Für nicht wenige scheint ihr Beruf allenfalls darin zu bestehen, Aufgaben zu verteilen, Lösungen einzusammeln und die dann bestenfalls nach Schema F zu korrigieren.“

          Rebecca Boucsein
          Redakteurin vom Dienst bei FAZ.NET.

          Während Donald Trump die amerikanische Post nach und nach ausbluten lässt und immer mehr Amerikaner eine Sabotage der Präsidentenwahl durch den noch amtierenden Präsidenten fürchten, geht der Wahlkampf in die heiße Phase: Heute beginnt in Milwaukee der viertägige Parteitag der Demokraten, bei dem Joe Biden offiziell zum Präsidentschaftskandidaten gekürt werden soll. Dass der 77 Jahre alte weiße Mann Kamala Harris zu seiner „running mate“ gemacht hat, werten viele als cleveren Schachzug. Welche besondere Eigenschaft der kalifornischen Senatorin Biden besonders nützen könnte, stellt mein Kollege Justus Bender in seinem Porträt der Vizepräsidentschaftskandidatin dar. Unter dem Motto „Amerika vereinen“ beginnt der erste Tag in Milwaukee für Biden und sein Team direkt hochkarätig: Sprechen werden unter anderen die ehemalige First Lady Michelle Obama sowie der frühere Senator und Bidens unterlegener Vorwahlrivale Bernie Sanders. Wie viel Schub ein Parteitag, der fast ausschließlich virtuell stattfindet, dem Biden-Team am Ende geben kann? Bleibt abzuwarten. Zumindest trifft das Problem auch Amtsinhaber Donald Trump – dem am besten große Auftritte bei Mega-Kundgebungen liegen.

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          Reisen in Pandemie-Zeiten ist tückisch. Das vor Wochen auserkorene Urlaubsdomizil kann sich plötzlich als Corona-Risikogebiet entpuppen. 30.000 Pauschalurlauber auf den Balearen, die am Freitag eine Reisewarnung ereilte, können ein leidvolles Lied davon singen. Dass sie und andere, die aus Risikogebieten heimkehren, den vorgeschriebenen Corona-Test nicht selbst bezahlen müssen, darüber stritt am Wochenende abermals leidenschaftlich die Politik. Tests, die etwas kosten, versuchten manche Reisende möglicherweise zu vermeiden, argumentierte Gesundheitsminister Spahn für sein System der kostenlosen Tests. Anders sieht das meine Kollegin Mona Jaeger: „Wer nicht gerade im Ferienflieger erfährt, dass er in eine gefährliche Region reist, sondern dies sehenden Auges tut und ein Risiko eingeht, sollte auch dessen Preis zahlen.“ Es sind noch lange nicht alle Reisenden zurück – die Debatte dürfte uns noch erhalten bleiben.

          Und sonst? Beginnt mit einwöchiger Verspätung der Prozess im Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach gegen einen Angeklagten, dessen mutmaßliche Taten die Ermittler zu einem weit verzweigten Netzwerk von Pädokriminellen geführt haben. Werden am Fliegerhorst Nörvenich im Kreis Düren Kampfflugzeuge der israelischen Luftwaffe erwartet, beginnt unter verstärkten Sicherheitsvorkehrungen ein Prozess am Berliner Landgericht gegen den Chef eines arabischstämmigen Clans und drei seiner Brüder. Arafat A.-Ch. (44) werden Straftaten zum Nachteil des Rappers Bushido wie versuchte schwere räuberische Erpressung, Freiheitsberaubung, gefährliche Körperverletzung, Nötigung, Beleidigung und Untreue zur Last gelegt.

          Die Nacht in Kürze:

          Der belarussische Machthaber Lukaschenka hat aus Sicht von Vizekanzler Scholz seine Legitimation verloren. Die EU müsse „entschlossen und klar“ Position beziehen, fordert der SPD-Kanzlerkandidat.

          Ein neuer Virusausbruch bringt Neuseelands politischen Kalender durcheinander. Die Parlamentswahl kann nun nicht wie geplant im September stattfinden.

          Zwischen München und Augsburg ist ein Bahn-Mitarbeiter bei einem Messerangriff in einem ICE schwer verletzt worden. Der Täter ist auf der Flucht.

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