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F.A.Z.-Newsletter : Biden im Vorteil, Trumps politischer Amoklauf

Unser Autor: Johannes Pennekamp Bild: Robert Wenkemann

Während in den Vereinigten Staaten noch immer gezählt wird, rückt ein Sieg Joe Bidens gegen Amtsinhaber Donald Trump immer näher. Was heute sonst noch wichtig wird, steht im Newsletter für Deutschland.

          2 Min.

          Der Wahlkrimi in Amerika ist noch nicht zu Ende. Der Tag nach der Wahl in den Vereinigten Staaten zeigt aber zumindest eine klarere Tendenz. Joe Biden gewinnt in Michigan und in Wisconsin. Noch-Amtsinhaber Donald Trump wütet derweil und schickt seine Anwälte los. Unsere Mitarbeiterin Frauke Steffens aus New York bringt Sie hier am Morgen auf den Stand. Verfolgen Sie auch unseren Liveblog mit den aktuellen Entwicklungen.

          Juristische Schlammschlacht beginnt

          Johannes Pennekamp
          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaftsberichterstattung, zuständig für „Die Lounge“.

          Bis zu einem offiziellen Ergebnis dürfte es aber noch Tage oder gar Wochen dauern. In Pennsylvania wird wohl noch bis Freitag gezählt, in Wisconsin, wo Biden knapp die Nase vorne hat, wittern die Republikaner Unregelmäßigkeiten und wollen eine Nachzählung beantragen. Das alles könnte nur der Beginn einer rechtlichen Auseinandersetzung sein. Denn schon als Dienstagnacht erst ein Teil der Stimmen ausgezählt war, hatte sich Amtsinhaber Donald Trump zum Wahlsieger erklärt. Wohl weil er ahnte, dass die Auszählung der Briefwahlstimmen das Blatt noch wenden könnte, kündigte er wegen eines vermeintlichen „Betrugs“ und „Diebstahls“ von Stimmen juristische Schritte an. Am Mittwoch bestätigte sein Wahlkampfteam dann, dass Trump auch gegen die weitere Stimmauszählung in Michigan und die in Pennsylvania klagen werde.

          Vereinigte Staaten oder Belarus

          Angesichts dieses präzedenzlosen Vorgehens des Präsidenten fragt F.A.Z.-Herausgeber Berthold Kohler in seinem Leitartikel: „Findet dieses Schauspiel wirklich in Amerika statt, dem Mutterland der modernen Demokratie? In dem Land der Freien und der Heimat der Tapferen? Oder doch in Belarus?“ Trump untergrabe mit seinem politischen Amoklauf nicht nur den Glauben an die Verlässlichkeit der demokratischen Prozesse und Institutionen in seinem Land. Noch beunruhigender sei, „dass immer noch die Hälfte der Amerikaner glaubt, ein Mann wie er sollte ihr Präsident sein“. Vor vier Jahren habe man noch sagen können, was man jetzt nicht mehr sagen kann: „Denn sie wissen nicht, was sie tun.“

          Vielleicht mal ein Comic?

          Vielleicht haben Sie ja jetzt schon genug von dem unwürdigen Spiel in den einst so stolzen Vereinigten Staaten von Amerika. Dann haben wir etwas für Sie, das garantiert auf andere Gedanken bringt und leichter verdaulich ist: einen Comic. Und zwar nicht irgendeinen Comic, sondern einen anspruchsvollen, sonst würde er nicht in unserem Feuilleton besprochen. Der Suhrkamp-Verlag bringt eine gezeichnete Version von „Ulysses“, dem Hauptwerk von James Joyce heraus. Das Original gilt als literarisch genial, aber zugleich als verkopft, kompliziert und nur schwer verständlich. Das alles ist der Comic nicht. F.A.Z.-Literaturchef Andreas Platthaus schreibt: Der Tausendseitenroman über einen Tag im Leben des Dubliner Anzeigenakquisiteurs Leopold Bloom werde auf 275 Comicseiten heruntergebrochen, „deren jede in wenigen Sekunden zu lesen ist. Durch diesen „Ulysses“ ist man in einer Stunde durch“. Ein echtes Kontrastprogramm zum Marathon jenseits des Atlantiks.

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          Die Nacht in Kürze:

          Der Präsident des Verfassungsschutzes, Thomas Haldenwang, warnt vor der Gefahr islamistischer Anschläge in Deutschland. Es gebe erkennbare Bemühungen des IS, sich neu zu organisieren.

          Der französische Präsident Macron wehrt sich mit einem offenen Brief gegen Kritik der britischen Zeitung „Financial Times“: Frankreich kämpfe nicht gegen „den Islam“, sondern gegen „islamistischen Separatismus“.

          Die Anzahl der Corona-Tests in Deutschland hat mit 1,6 Millionen in einer Woche einen neuen Rekordwert erreicht, viele Labore sind überlastet. Auch die Postivenrate ist so hoch wie seit Anfang April nicht. Das RKI meldet am Morgen knapp 20.000 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden.

          In diesen Tagen wollte Russland mit einer Massenimpfung gegen das Coronavirus beginnen. Doch die Produktionskapazitäten reichen nicht aus.

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          Die Lage im Nahen Osten spitzt sich weiter zu, die Gehälter von Pflegekräften sind überdurchschnittlich gestiegen und beim DFB rollen Köpfe. Der F.A.Z.-Newsletter für Deutschland.

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