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F.A.Z.-Newsletter : Super Mario, next level

Unser Autor: Johannes Pennekamp Bild: Robert Wenkemann

Der ehemalige EZB-Präsident Mario Draghi soll in Italien eine neue Regierung bilden. In Köln begehren immer mehr Katholiken gegen Erzbischof Woelki wegen eines zurückgehaltenen Missbrauchsgutachtens auf. Der F.A.Z.-Newsletter.

          2 Min.

          Er ist wieder da und soll Italien aus der Krise führen: Mario Draghi erhielt am Mittwoch in Rom vom Staatschef den Auftrag, die Regierung zu bilden. Der 73-jährige frühere EZB-Präsident („Whatever it takes“) rief das Land und die zerstrittenen politischen Parteien daraufhin zur Einheit auf. Ökonom Draghi muss nun die Mehrheit für eine Expertenregierung finden und beweisen, dass er nicht nur Geldpolitik beherrscht.

          Johannes Pennekamp

          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaftsberichterstattung, zuständig für „Die Lounge“.

          F.A.Z.-Italien-Korrespondent Tobias Piller, der Draghi schon in den 90er-Jahren während dessen Zeit im italienischen Schatzministerium begleitet hat, ist zuversichtlich. Damals habe Draghi – regelmäßig gestählt im Fitnesscenter – mit großer Energie, Härte und Diplomatie langfristige Ziele verfolgt: Draghi organisierte einen Teil des Schatzministeriums wie eine Investmentbank und privatisierte in zehn Jahren, unter sechs wechselnden Schatzministern in zehn Regierungen, Staatsbetriebe für 60 Milliarden Euro, schreibt Piller. So könne Draghi jetzt weitermachen, denn die Probleme von damals ähnelten in vielen Bereichen den heutigen.

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          Aufruhr gegen Woelki

          Ganz andere Probleme haben die katholische Kirche und der Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki. Er steht in der Kritik, weil er ein Gutachten über den Missbrauch Minderjähriger noch immer zurückhält. Das Erzbistum hat angekündigt, es werde am 18. März „alles offen legen und Namen nennen“.

          Immer mehr Katholiken und Priestern in der Domstadt dauert das zu lange: Insgesamt fast sechzig Geistliche haben zwei Briefe unterzeichnet, in denen der Umgang mit der Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs scharf kritisiert wird, berichten Daniel Deckers und Thomas Jansen. Die katholische Kirche dürfe sich nicht „zur Sekte entwickeln“, schreiben die Geistlichen an Woelki, der immer mehr unter Beschuss gerät. Der Unmut ist gewaltig, etwas Vergleichbares hat es in der Domstadt noch nie gegeben.

          Netflix schaut zu

          Wenn Sie gestern Abend eine Netflix-Serie geschaut haben, dann gehören Sie zu den 200 Millionen Kunden, die nicht nur selbst hinsehen, sondern auch selbst beobachtet werden. „Netflix weiß, bei welchen Szenen die Zuschauer eine Pause machen, Netflix weiß, wann sie ganz aussteigen. Netflix will von uns wissen, wann wir schauen, was wir schauen und wie lange wir das tun“, schreibt Claudius Seidl heute im Feuilleton. Dieses Wissen macht sich der Konzern zu Nutze. Regisseure und Autoren berichten, dass Netflix das Publikum inzwischen so gut kenne, dass es „äußerst strenge Vorschriften fürs Schreiben und Inszenieren gebe, rigide Anweisungen fürs Timing, Tempo und die Stimmungen einer Inszenierung“. Hoffen wir, dass das zu keinem großen Einheitsbrei wird – denn dann hätte sich nicht nur Netflix ein Eigentor geschossen, sondern auch wir Zuschauer.

          Und sonst: Hält Amerikas Präsident Biden seine erste Rede zur Außenpolitik seit Amtsantritt. Spricht Angela Merkel bei der virtuellen Konferenz mit Familien und Alleinerziehenden. Äußert sich der Deutsche Ethikrat zu Sonderregelungen für Geimpfte

          Die Nacht in Kürze:

          Geld für Familien, Unternehmen und die Ärmeren: Das am späten Mittwochabend verabschiedete neue Corona-Hilfspaket wird mit etwa 4,5 Milliarden Euro zu Buche schlagen. Beunruhigt zeigten sich die Koalitionspartner davon nicht – im Gegenteil.

          Superstar Elton John las Kulturminister Oliver Dowden in London die Leviten: Junge Künstler würden von einem Berg Papierkram daran gehindert, in Europa auf Tour zu gehen.

          Zum ersten Mal seit der Verhaftung Aung San Suu Kyis haben sich Gegner der Armee in Myanmar zu einem öffentlichen Protest auf die Straße getraut. Um dem Widerstand seine Plattform zu nehmen, ließ die Armee Facebook sperren.

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          Mecklenburg-Vorpommern und Baden-Württemberg fahren das Leben runter. In der K-Frage wächst der Druck auf Laschet und Söder, sich endlich zu einigen. Und in Großbritannien laufen die Vorbereitungen für Prinz Philips Beisetzung. Der F.A.Z.-Newsletter für Deutschland.

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          Die Landesregierung hält trotz steigender Infektionszahlen an Lockerungen fest. „Unser Saarland-Modell wirkt“, sagt Ministerpräsident Tobias Hans. Wissenschaftler kritisieren das hinter vorgehaltener Hand als „Irrsinn“.

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