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F.A.Z.-Newsletter : Scholz macht’s

Unser Autor: Johannes Pennekamp Bild: Robert Wenkemann

Die SPD schwelgt in ungewohnter Harmonie, während im Libanon und Belarus die Menschen abermals zum Protest auf die Straßen gehen. Auch der Konflikt zwischen China und Amerika zieht weiter an. Alles Wichtige im Newsletter für Deutschland.

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          Der Vize will also Kanzler werden. Nicht diese Tatsache selbst – dass der Kanzlerkandidat der SPD Olaf Scholz heißen wird –, sondern der Zeitpunkt und der geräuschlose Auswahlprozess sorgten am Montag für die große Überraschung. In der CDU soll gar eine gewisse Bewunderung dafür herrschen, dass die sonst so konfliktfreudigen Sozialdemokraten schon friedlich geschafft haben, worum in der Union noch heftig gerungen werden dürfte. Scholz nun also. Wie soll das gutgehen – ein gemäßigter Kandidat, der für eine immer weiter nach links driftende Partei antritt? Die Antwort liefert F.A.Z.-Herausgeber Gerald Braunberger in seinem heutigen Leitartikel: „Das wirtschaftspolitische Bindeglied zwischen Scholz und der Parteilinken dürfte das Geld werden“, schreibt er. In der Krise sitzt selbst bei dem sonst eher knausrigen Finanzminister das Geld lockerer, so ist ein Burgfrieden mit den schon immer ausgabenfreudigeren Parteigenossen möglich. Scholz macht die Partei anschlussfähig in die Mitte: „Für zweifelnde bis ängstliche Wähler, die aus gutem Grund nicht an ein finanzielles Perpetuum mobile glauben, bleibt dann die Person Olaf Scholz als Versicherung, in der Praxis würden die Tassen im Schrank bleiben“, schreibt Braunberger.

          Johannes Pennekamp

          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaftsberichterstattung, zuständig für „Die Lounge“.

          Während in der SPD Harmonie zu herrschen scheint, sind in Belarus und im Libanon Unruhen ausgebrochen. Die in Minsk bei den Präsidentschaftswahlen zumindest auf dem Papier unterlegene Oppositionskandidatin Swetlana Tichanowskaja erklärte sich zur Wahlsiegerin und rief „diejenigen, die denken, dass ihre Stimme gestohlen worden ist“, dazu auf, „nicht zu schweigen“. In Beirut gab der libanesische Ministerpräsident Hassan Diab nach der verheerenden Explosion im Hafen der Stadt den Rücktritt seiner Regierung bekannt. In beiden Ländern stellt sich nun die Machtfrage, in beiden Ländern ist kaum vorhersehbar, wie es weitergeht. Mit Blick auf Belarus kommentiert unser Osteuropa-Fachmann Reinhard Veser: Selbst, wenn es Präsident Aleksandr Lukaschenka noch einmal schaffen sollte, die Proteste mit Gewalt niederzuschlagen, habe er das Land schon verloren. „Denn die Bewegung gegen ihn ist so breit wie nie zuvor. Anders als in früheren Jahren wird nun nicht mehr nur in Minsk, sondern im ganzen Land demonstriert.“

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          Keine Ruhe kehrt zudem in den Konflikt um die Technologieführerschaft der Welt ein. Die Vereinigten Staaten und China bekämpfen sich mit immer härteren Bandagen, die Video-App Tiktok ist der neueste Brandherd. Dass Indien gegenüber China schon länger die Zügel anzieht, weiß hierzulande kaum jemand. Jetzt hat der Konflikt der beiden Milliardenvölker eine neue Stufe erreicht, schreibt unser Asien-Korrespondent Christoph Hein. Ein großer Leidtragender könnte der Wolfsburger VW-Konzern sein. Mehr zur Auseinandersetzung der Technologie-Supermächte erfahren Sie im F.A.Z.-Podacast für Deutschland.

          Und sonst? Wird Star-Investor George Soros 90, beginnt der amerikanische Außenminister Mike Pompeo seine Reise durch Osteuropa, begibt sich Bundesaußenminister Heiko Maas zu Gesprächen nach Russland.

          Die Nacht in Kürze:

          Vor laufenden Kameras ist Amerikas Präsident Donald Trump in Sicherheit gebracht worden, weil vor dem Weißen Haus Schüsse gefallen sind. Wenige Minuten später kam die Entwarnung.

          Mehr als 20 Millionen bestätigte Infektionen zählen die Gesundheitsbehörden weltweit. Rund die Hälfte fällt auf lediglich drei Staaten.

          Hätte die Tragödie von Beirut verhindert werden können? Laut einem Insider wurden die Behörden wenige Wochen vor der Explosion gewarnt.

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