https://www.faz.net/-gpc-a28yj

Die von Ihnen angeforderte Seite kann leider nicht ausgeliefert werden. Das tut uns leid. Interessiert Sie eine andere Geschichte von der aktuellen FAZ.NET-Homepage?

F.A.Z.-Newsletter : Neue Chance für „Exit-Laschet“

Unsere Autorin: Anna-Lena Ripperger Bild: Robert Wenkemann

Kann Armin Laschet im Fernduell mit Söder punkten? Oder werden die Schulöffnungen in NRW für ihn zum Bumerang? Mit wem Joe Biden das Weiße Haus erobern möchte und was sonst wichtig wird – der Newsletter für Deutschland.

          3 Min.

          Wenn heute für etwa 2,5 Millionen Schülerinnen und Schüler in Nordrhein-Westfalen das neue Schuljahr beginnt, dann geht auch das Fernduell Laschet-Söder in eine weitere Runde. Dass die Sommerferien im bevölkerungsreichsten Bundesland vier Wochen früher enden als in Bayern, kann ein Vorteil für den nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten und Bewerber um den CDU-Vorsitz sein. Dann nämlich, wenn der Schulstart mit den bundesweit strengsten Corona-Präventionsmaßnahmen gelingt; wenn sich die Pflicht, ab der 5. Klasse auch im Unterricht eine Maske zu tragen, bewährt. Dann könnte „Mr. Exit-Laschet“, der in der öffentlichen Wahrnehmung in Sachen Corona-Krisenmanagement von Söder abgehängt wurde, wieder Sympathiepunkte sammeln. Die hat er im Ringen um den CDU-Vorsitz und die Kanzlerkandidatur der Union auch dringend nötig. Sogar Friedrich Merz wird das Kanzleramt eher zugetraut, obwohl er gerade keine Möglichkeit hat, sich durch ein Amt zu profilieren. Noch beliebter ist der bayerische Ministerpräsident und CSU-Chef. Söder flirtet zwar bislang nur mit der Kanzlerkandidatur, lässt aber keine Gelegenheit für eine Spitze gegen Laschet aus. Sollte es in Nordrhein-Westfalen in den kommenden Wochen trotz aller Vorsicht zu Schulschließungen kommen, dürfte schon feststehen, wer als erster mit Häme zur Stelle ist.

          Anna-Lena Ripperger

          Redakteurin in der Politik.

          Im Libanon verschärft die Pandemie die Lage der Menschen nach den verheerenden Explosionen im Hafen von Beirut zusätzlich. Zuletzt habe es innerhalb von 24 Stunden fast 300 bestätigte neue Fälle von Covid-19 gegeben, hieß es von der Weltgesundheitsorganisation. Das Land habe unter den Ländern im östlichen Mittelmeerraum eine der höchsten Raten von Neuinfektionen. Wenn Außenminister Heiko Maas heute in die libanesische Hauptstadt reist, um Gespräche über finanzielle Hilfen zu führen, dürfte das Virus und seine Bekämpfung unter extremen Bedingungen also zumindest eine Nebenrolle spielen. Vor allem soll es aber um dringend nötige Reformen gehen, hat Maas angekündigt. Dass er seine Reise trotz des Rücktritts der bisherigen Regierung am Montag nicht abgesagt hat, ist ein deutliches Zeichen dafür, dass die politischen Führer dieses Mal nicht im Vordergrund stehen, schreibt unser Korrespondent Christoph Ehrhardt.

          Ein Zeichen gesetzt hat auch Joe Biden. Der designierte Präsidentschaftskandidat der amerikanischen Demokraten hat Kamala Harris am Dienstag zu seiner „running mate“ für die Wahl am 3. November gemacht. Die 55 Jahre alte Senatorin aus Kalifornien ist damit die erste nicht-weiße Frau, die Vizepräsidentin der Vereinigten Staaten werden könnte. Dass Biden eine Frau nominieren wollte, war schon länger bekannt. Zuletzt war er aber zunehmend unter Druck geraten, eine schwarze Kandidatin auszuwählen. Die frühere Staatsanwältin hatte sich selbst um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten beworben. Anfang Dezember gab sie diesen Plan aber wegen niedriger Umfragewerte auf. Harris, Tochter von Eltern aus Jamaika und Indien, ist eine der bekanntesten schwarzen Politikerinnen der Vereinigten Staaten. Sie gilt als angriffslustig, eine Eigenschaft die bei den „Vizes“ im Wahlkampf gern gesehen wird. Problematisch könnte sein, dass sie bislang wenig Rückhalt unter Afroamerikanern genoss – als Justizministerin an der Westküste stand sie nicht unbedingt für eine progressive Strafrechtspolitik gegenüber Schwarzen. Wen Biden nominieren würde, war nicht nur mit Blick auf den Wahlkampf selbst mit Spannung erwartet worden. Sollte er als Sieger aus der Wahl hervorgehen, wäre er mit 78 Jahren zum Amtsantritt der bisher älteste Präsident der amerikanischen Geschichte. Er hat sich bereits selbst als Mann des Übergangs bezeichnet. Harris könnte sich an seiner Seite darauf vorbereiten, nach einer Amtszeit als Vizepräsidentin sein Erbe anzutreten.

          F.A.Z.-Newsletter für Deutschland

          Jeden Morgen ordnen unsere Redakteure die wichtigsten Themen des Tages ein. Relevant, aktuell und unterhaltsam.

          Bitte beachten Sie unsere Datenschutzhinweise.

          Und sonst? Erscheint der Duden in 28. Auflage, mit 3000 zusätzlichen Wörtern von Achtsamkeitsübung bis Zwinkersmiley. Wird – nach düsteren Arbeitsmarktdaten – mit einem Rekordeinbruch der britischen Wirtschaft gerechnet, wenn das Bruttoinlandsprodukt für das zweite Quartal veröffentlicht wird. Trifft der französische Meister Paris Saint-Germain mit seinem Trainer Thomas Tuchel im ersten Viertelfinale der Champions League in Lissabon auf Atalanta Bergamo.

          Die Nacht in Kürze:

          Nach der Wahl in Belarus sind die dritte Nacht in Folge Demonstranten auf die Straße gezogen. Der Sicherheitsapparat ging mit brutaler Härte gegen sie vor.

          Russland hat mit der überraschenden Impfstoff-Zulassung für mediale Aufmerksamkeit gesorgt. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat sich nun in einer Stellungnahme sehr verhalten dazu geäußert.

          Das Robert Koch-Institut meldet 1226 Corona-Neuinfektionen an einem Tag, das ist der höchste Wert seit dem 9. Mai..

          Wie gefällt Ihnen dieser Newsletter?

          Haben Sie Verbesserungsvorschläge? Welche Themen interessieren Sie? Schreiben Sie uns: Newsletter@faz.de.

          Weitere Themen

          Fachmann für relative Siege

          Armin Laschet : Fachmann für relative Siege

          Einen klaren Erfolg können eigentlich nur die Grünen in den Wahlergebnissen aus NRW sehen. Doch auch Armin Laschet meint, Rückenwind zu spüren für seine Kandidatur um den CDU-Vorsitz.

          Topmeldungen

          Die Deutsche Bank will jede fünfte Filiale schließen.

          Sparbemühungen : Deutsche Bank trimmt sich für Fusionen

          Die Deutsche Bank will jede fünfte deutsche Filiale schließen, um zu sparen. In der Branche wird jetzt immer lauter über Zusammenschlüsse diskutiert. Offen ist, wie die Aufseher das Vorhaben sehen.
          Finanzminister und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz bei einer Veranstaltung im August 2020 in Ahlen

          Allensbach-Umfrage : Die SPD kann nicht von Scholz profitieren

          Nur eine Minderheit glaubt, dass der Kanzlerkandidat der SPD die Unterstützung seiner Partei hat. Und das ist noch nicht das größte Problem der Sozialdemokraten, wie eine neue Umfrage zeigt.

          Spenden nach Ginsburgs Tod : Die Angst, die großzügig macht

          Kaum war Ruth Bader Ginsburg tot, flossen demokratischen Wahlkämpfern Spenden in Millionenhöhe zu – mehr denn je. Fällt Trumps Supreme-Court-Plan den Republikanern auf die Füße?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.