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F.A.Z.-Newsletter : Kampf um die Seehoheit, Rennen um den Impfstoff

Unser Autor: Patrick Schlereth Bild: Robert Wenkemann

Die EU erwägt Sanktionen gegen Belarus, das Robert-Koch-Institut veröffentlicht ein veraltetes Strategiepapier und Erdogan kämpft um seinen Einfluss. Alles Wichtige im Newsletter für Deutschland.

          2 Min.

          Mitten in Europa werden demokratische Standards mit Füßen getreten. Offiziell wurden nach der umstrittenen Präsidentenwahl in Belarus Tausende Menschen festgenommen, mehr als 250 Einsatzkräfte und Demonstranten verletzt und zwei Protestteilnehmer getötet. Es könnten auch deutlich mehr sein. Offizielle Zahlen aus Belarus, das weiß man nicht erst seit der Wahl, bedeuten in der letzten Diktatur Europas nicht viel. Die EU-Außenminister wollen am Freitag über ihr weiteres Vorgehen gegen das Regime in Minsk beraten, für mögliche Sanktionen wäre eine einstimmige Entscheidung erforderlich. Unser Korrespondent Friedrich Schmidt hat aufgeschrieben, wie Machthaber Lukaschenka gegen unliebsame Journalisten vorgeht, die die Propaganda der Staatsmedien hinterfragen. In seinem Leitartikel analysiert Reinhard Veser: „Dass sich Lukaschenka im Inneren nun nur noch auf offene Gewalt stützen kann, macht ihn noch abhängiger von Russland, als er es ohnehin schon lange ist.“

          Patrick Schlereth

          Redakteur vom Dienst bei FAZ.NET.

          Kremlchef Wladimir Putin sorgte in dieser Woche mit der Zulassung eines Corona-Impfstoffs in Russland für Furore. Ob damit schon der Durchbruch im Kampf gegen die Pandemie gelungen ist, bleibt fraglich: Die dritte klinische Studienphase, also die Erprobung an tausenden Probanden, hat Russland einfach übersprungen. Dementsprechend skeptisch sind die Reaktionen. Für eine Überraschung sorgte auch das Robert-Koch-Institut (RKI) am Mittwochnachmittag mit der Einschätzung, bis Herbst 2020 könnte ein Impfstoff bereitstehen. Am Abend teilte das RKI dann mit, es habe sich um ein veraltetes Strategiepapier gehandelt, das versehentlich veröffentlicht worden sei – mit einem Impfstoff bis Herbst sei nicht zu rechnen. So oder so: Nachdem Russland vorangeprescht ist, wächst der Druck auf andere. Unsere Wirtschaftsredaktion hat zusammengetragen, wo die Forschung steht und wer im Impfstoffrennen vorne dabei ist.

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          Für die EU-Außenminister geht es in ihrer Videokonferenz am Freitag nicht nur um die Lage in Belarus, sondern auch um den Streit im östlichen Mittelmeer. Im Konflikt um Gasvorkommen unter dem Meeresboden haben sich die Türkei und Griechenland in Maximalforderungen verrannt, die eine gefährliche Eskalationsspirale in Gang setzen könnten. Unser Korrespondent Michael Martens erklärt, dass es der Türkei weniger um wirtschaftliche Interessen als um ihre politische Stellung geht: „Ihre Forschungsschiffe sind Teil einer politischen Machtdemonstration.“ Im Brief aus Istanbul ordnet der türkische Journalist Bülent Mumay Erdogans aggressive Außenpolitik als Teil seiner Strategie ein, die davonlaufenden konservativen Wähler zurückzugewinnen: „Täglich steigt das Risiko eines Feuergefechts. Erdogan würde nicht davor zurückschrecken.“

          Und sonst? Kommt nach der Explosionskatastrophe in Beirut und dem Rücktritt der Regierung das libanesische Parlament zusammen. Gedenkt Berlin zum Jahrestag des Baubeginns an der Berliner Mauer der Opfer des DDR-Grenzregimes. Veröffentlicht der Reisekonzern Tui nach der Bekanntgabe weiterer Milliardenhilfen die Zahlen für das dritte Geschäftsquartal.

          Die Nacht in Kürze:

          Joe Biden und Kamala Harris treten erstmals gemeinsam als Kandidatenpaar auf – in bescheidenem Rahmen, aber stilvoll und kämpferisch im Ton.

          Wirecard fliegt im August vorzeitig aus dem Dax. Die Deutsche Börse will den insolventen Zahlungsabwickler Wirecard loswerden – und ändert nun dafür ihr Regelwerk.

          Trotz Entgegenkommens von Airbus hält Washington im Subventionsstreit mit der EU an Zöllen auf Waren im Wert von 7,5 Milliarden Dollar fest. Die angepasste Liste zielt auch auf deutsche Produkte.

          Als Vergeltung für die Angriffe mit Brandballons beschneidet Israel die Fischereizone vor dem Gazastreifen. Zudem attackiert es weitere Hamas-Ziele.

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