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F.A.Z.-Newsletter : Ganz praktische Fragen

  • Aktualisiert am

Unsere Autorin: Rebecca Boucsein Bild: Robert Wenkemann

Donald Trump deutet einen Ausweg aus der Coronakrise an und ist gleichzeitig Teil des Problems. Dazu: Tipps für den praktischen Umgang mit Covid-19 und hilfsbereite Lehrer. Alles Wichtige im F.A.Z.-Newsletter für Deutschland.

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          Nachdem die Weltgemeinschaft gestern den traurigen Meilenstein von mehr als einer halben Million bestätigter Coronafälle erreicht hat, hat sich auch das Epizentrum der Pandemie verschoben: Die Vereinigten Staaten haben China mit aktuell etwa 82.000 bestätigten Fällen an der Spitze der Infektionszahlen abgelöst. Amerikas Präsident stemmt sich zwar verspätet mit einem Billionen-Dollar-Hilfspaket und Maßnahmen zur Eindämmung der Ansteckungszahlen gegen die Krankheit, doch zugleich will er möglichst schnell „back to business“ – möglichst bis Ostern. Dabei hatte die WHO bereits vor Tagen ausgerechnet das wirtschaftliche Herz der Nation, den Großraum New York, zum Hochrisikogebiet ausgerufen. Dort sind die Fallzahlen aktuell am höchsten. Doch wenn sich das Virus wie zu erwarten mit gleichbleibendem Tempo weiter verbreitet, wird es wohl vor allem Menschen im ländlichen Raum hart treffen, wie meine Kollegin Frauke Steffens berichtet. Das Gesundheitssystem ist dort deutlich schlechter aufgestellt als in Ballungsgebieten. Zudem fallen ärmere Menschen eher durch das Raster von Institutionen, die beim Begleichen von teuren Behandlungskosten einspringen können.

          Und während die Krise auf die Vereinigten Staaten zurollt, verbreitet Donald Trump bei seinen Briefings Halbwahrheiten und schert sich nicht ums sogenannte „Social Distancing“. Journalisten hat das dazu veranlasst, seine täglichen Stellungnahmen nicht mehr live senden zu wollen. „Es geht inzwischen um Leben und Tod“, schreibt der Journalismus-Professor Jay Rosen von der New York University. „Wir müssen bei der Berichterstattung über den Präsidenten auf eine Notfalleinstellung umschalten, um ihn davon abzuhalten, Sie durch uns falsch zu informieren“. Die ganze Geschichte hat Nina Rehfeld aufgeschrieben.

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          Das Coronavirus mit seinen weitreichenden Folgen und seiner extremen Dynamik macht verlässliche Informationen wichtiger denn je. Der tägliche Blick auf Fallzahlen gehört für viele mittlerweile zur Morgenroutine. Aus diesem Grund möchte ich Ihnen unseren neuen Wissen-Podcast empfehlen. „Wie weit ist die offizielle Zahl der mit Sars-CoV-2 Infizierten von der tatsächlichen entfernt?“ Antworten auf diese Frage geben die F.A.Z.-Wissenschaftsredakteure Sibylle Anderl und Joachim Müller-Jung in der aktuellen Folge, in der sie einen Blick hinter die Pandemie-Statistiken werfen. Ganz praktischen Fragen, die sich im Alltag mit Covid-19 ergeben, geht meine Kollegin Lucia Schmidt regelmäßig nach. Eine Auswahl: Wie kann ich meinen Eltern helfen? Brauche ich eine Patientenverfügung? Ich habe Husten, was soll ich tun? Weitere Hintergründe und Informationen zum Coronavirus finden Sie zudem in unserem täglichen Newsletter.

          Und während die Zahlen der Infektionen weiter rasant steigen, die Bilder aus Italien, Spanien und Frankreich schrecklich und die Folgen der Krise für die Weltwirtschaft noch völlig offen sind, lohnt sich am Ende der Woche dennoch ein Blick auf die guten Nachrichten. Im Rahmen der G20 arbeitet die Politik einvernehmlicher zusammen. Deutschland zeigt sich solidarisch und nimmt in Kliniken Patienten aus Italien und Frankreich auf. Auch immer mehr Freiwillige bündeln ihre Kräfte. Jüngere Menschen gehen für ältere Nachbarn einkaufen, andere wollen ehrenamtlich Spargel stechen, andere unterstützen ihren Fitnessclub. Tausende Lehrer haben sich zudem gemeldet, um bei der Gesundheitsversorgung in Ämtern, Seniorenheimen und Fieberambulanzen zu helfen, wie meine Kollegin Mona Jaeger berichtet. Und die deutschen Unikliniken wollen sich zu einer Nationalen Taskforce im Kampf gegen das Coronavirus zusammenschließen. Durch die Zahl gezielter Corona-Tests scheint Deutschland zudem in der Lage zu sein, „den ‚Shutdown‘ von Wirtschaft und Gesellschaft eher früher als später lockern zu können“, wie mein Kollege Jasper von Altenbockum hoffnungsvoll kommentiert. Um nur eine Auswahl zu nennen.

          Und sonst? Beschließt der Bundesrat endgültig das Milliarden-Hilfsprogramm zur Rettung von Arbeitsplätzen und Unternehmen, zur Unterstützung von Krankenhäusern sowie zur Sicherung von Lebensunterhalt und Wohnung der Bürger in der Corona-Krise. Erteilt Papst Franziskus nach einer Andacht den Sondersegen „Urbi et Orbi“. Legt die Rentenkommission der Bundesregierung Empfehlungen für Reform des Rentensystems vor. Informiert die KfW nach einer Woche über den Stand der Corona-Hilfen

          Die Nacht in Kürze

          In Großbritannien sollen Hunde für das Erschnüffeln von Coronavirus-Infizierten eingesetzt werden. Die Idee ist im Grunde nicht neu: Schon beim Aufspüren von Krebs und Diabetes haben Hunde aufgrund ihres starken Geruchssinns geholfen.

          Laut Niedersachsens Verfasssungsschutzchef Bernhard Witthaut ist davon auszugehen, dass die professionalisierten Strukturen des „Flügels“ der AfD auch nach dessen Auflösung bestehen bleiben. Er bezeichnet die Auflösung gar als „reine Augenwischerei“.

          Zwei Monate nach dem ersten Covid-19 Fall in Deutschland wertet die Mehrheit der Bevölkerung das Krisenmanagement ihrer Regierung als positiv.

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