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F.A.Z.-Newsletter : Ein Paradoxon und jede Menge Zeit

Unser Autor: Patrick Bernau Bild: Robert Wenkemann

Die erste Arbeitswoche im Coronamodus geht zu Ende, die AfD-Spitze berät über ihren als rechtsextremistisch eingestuften „Flügel“ und Friedrich Hölderlin hätte heute seinen 250. Geburtstag. Der F.A.Z.-Newsletter für Deutschland.

          2 Min.

          Am Ende dieser Woche scheint es, als habe Deutschland sich in diesem Ausnahmezustand vorerst eingerichtet. So mancher Deutsche beendet seine erste Woche im Homeoffice mit lernenden und tobenden Kindern neben sich am Küchentisch. Termine werden nicht mehr abgesagt, denn die Terminkalender sind schon leer. Zum Bersten gefüllt sind dagegen manche Kellerregale.

          Patrick Bernau

          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Und doch ist es nur das Warten auf den Sturm. Die Patienten der nächsten Woche sind schon infiziert, sie wissen es nur noch nicht. Und was noch niemand weiß: Reichen die bisherigen Maßnahmen, um die Zahl der Kranken einzugrenzen? Um sie menschenwürdig versorgen zu können? „Jetzt – jetzt! – kann jeder einzelne Deutsche noch seinen Beitrag dazu leisten, dass es nicht so schlimm kommt, wie man es befürchten muss“, kommentiert F.A.Z.-Herausgeber Berthold Kohler.

          Wer schon zu Hause bleibt, hat viel Zeit zum Nachdenken. Die einen sorgen sich vor der Infektion, die anderen um ihren Arbeitsplatz und um den Nachschub auch an nötigen Produkten. Wie sichert man die Funktionsfähigkeit der Wirtschaft? In Deutschland legt die Regierung Hilfspaket um Hilfspaket auf – doch nicht jedes Land kann das stemmen. Was tun? Die Europäische Zentralbank kauft Anleihen für 750 Milliarden Euro. „Wie in der Euro-Krise wird die EZB von den nationalen Regierungen allein gelassen“, kommentiert F.A.Z.-Herausgeber Gerald Braunberger.

          F.A.Z.-Newsletter für Deutschland

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          Je länger die Krise dauert, umso schwieriger wird es, das Land am Funktionieren zu halten. Doch das Paradoxon lautet: Je erfolgreicher das neuartige Coronavirus bekämpft wird, umso länger dauert die Krise. Schließlich verteilen sich die Infektionen dann immer weiter über die Zeit. Wie kommt man da wieder heraus? „Gesellschaftliche Vereinzelung kann keine Dauerstrategie über Wochen und Monate sein“, findet Hinnerk Wißmann, der Öffentliches Recht an der Universität Münster lebt, in einem streitbaren Gastbeitrag. „Es soll nicht der merkwürdigen Vorstellung Vorschub geleistet werden, man könne in unserer ausdifferenzierten Gesellschaft auf längere Zeit ,systemrelevante‘ von sonstigen Tätigkeiten unterscheiden.“ Gute Lösungen sind gefragt.

          Die Nachrichten sind in diesen Tagen nicht geeignet, um gute Laune zu machen. Die Zeitung aber schon, zumindest in Teilen. Wenn Sie die Gedanken einmal von der Corona-Krise abwenden möchten, empfehle ich Ihnen den Feuilleton-Sonderteil zum 250. Geburtstag von Friedrich Hölderlin, dem „unverstandenen Lieblingslyriker der Deutschen“.

          Und sonst: Die AfD-Spitze trifft sich, um über den als rechtsextremistisch eingestuften „Flügel“ zu beraten. Das Bundesverfassungsgericht entscheidet über das europäische Einheitspatent. Und nachdem die Wiener „Fidelio“-Premiere unter der Regie von Christoph Waltz ausgefallen ist, werden die aufgezeichneten letzten Proben heute im Fernsehen gesendet.

          Die Nacht in Kürze:

          Kalifornien hat - als erster Staat des Landes - eine Ausgangssperre verhängt. Spaziergänge sollen weiterhin erlaubt sein, jedoch nicht in Gruppen.

          Amerikas Präsident Trump hat den für Juni geplanten G-7 Gipfel abgesagt. Nun soll das Treffen virtuell per Videokonferenz stattfinden.

          Südkorea vermeldet wiederholt niedrigere Infektionszahlen. Auch die Börse in Seoul hat sich beruhigt.

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