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F.A.Z.-Newsletter : Die nächsten Optionen im Kampf gegen die Pandemie

Unser Newsletter-Autor: Carsten Knop Bild: Robert Wenkemann

Die Forderungen nach schärferen Corona-Maßnahmen werden lauter. Die EU stellt Ungarn und Polen ein Ultimatum. Und Joachim Löw kritisiert den DFB. Der F.A.Z.-Newsletter.

          2 Min.

          Es geht weiter, der Winter wird hart, aber mit Eis und Schnee hat das erst einmal nichts zu tun: Angesichts weiter hoher Infektionszahlen gibt es Forderungen nach einer Verschärfung des Lockdowns zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) brachte nach Informationen der F.A.Z. in der Sitzung der Unionsfraktion im Bundestag am Montag eine Verschärfung des gegenwärtigen Lockdowns nach Weihnachten ins Spiel, weil die Maßnahmen nicht ausreichten. In diesem Sinne hatten sich zuvor Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und weitere Länderchefs geäußert.

          „Ich plädiere für einen bundesweiten Lockdown nach den Feiertagen“, sagte der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) der F.A.Z. Der Regierungschef von Thüringen, Bodo Ramelow (Linke), sagte, er sei gewillt, alles zu tun, was der Infektionsabwehr diene. Er sei dagegen, die bisher beschlossenen Maßnahmen über Weihnachten zu lockern. Das klingt nicht gut, aber die Dinge einfach weiterlaufen zu lassen, ist ganz offensichtlich auch keine Option.

          Ein Ultimatum, das keines ist

          Das ist auch in Brüssel so: Die Europäische Union hat Ungarn und Polen eine Frist bis Mittwochfrüh gesetzt, um ihr Veto gegen das Corona-Paket zurückzunehmen. Sollten die beiden Mitgliedstaaten bis dahin nicht signalisiert haben, dass sie zu einem Kompromiss bereit seien, müssten die verbleibenden 25 Staaten zu „Plan B“ übergehen. Was jetzt kommt, ist die hohe Kunst der Diplomatie: Das sei kein Ultimatum, hieß es, auch wenn es im normalen Geschäftsalltag wohl jeder so verstehen würde.

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          Sicher ist: Um das 1,8 Billionen Euro umfassende Corona-Paket aus EU-Haushalt und Aufbaufonds in Kraft setzen zu können, braucht die EU schnell Klarheit. Wie aber könnte ein solcher „Plan B“ aussehen? Wie es heißt, könnten die anderen 25 Mitgliedstaaten zumindest den 750 Milliarden Euro umfassenden Corona-Aufbaufonds ohne Ungarn und Polen in Kraft setzen.

          Ein „Plan B“, den der DFB nicht hat

          In seiner ersten öffentlichen Erklärung seit dem 0:6 unserer Fußball-Nationalmannschaft im Spiel gegen Spanien hat Bundestrainer Joachim Löw Kritik am Verhalten des DFB nach dem Debakel geübt. Der Trainer will seinen Weg weiter gehen. Die Rückkehr von Müller, Boateng und Hummels steht derzeit nicht zur Debatte. Auf dem Platz hat es mit Angriff und Verteidigung nicht so gut funktioniert, in der virtuellen Pressekonferenz hingegen schon. Löw griff sogar Formulierungen in einer Pressemitteilung des DFB an, emotionale Distanz habe er nicht gebraucht – obwohl es dort so gestanden hatte. Er hat sich außerdem „sehr“ darüber geärgert, dass in den vergangenen Tagen Inhalte aus internen Gesprächen mit dem DFB an die Öffentlichkeit gelangt seien: „Das hat mich persönlich maßlos enttäuscht.“ Aha. Rücktritt? Warum nur, warum? Vielleicht tatsächlich vor allem deshalb nicht, weil der DFB in seiner Struktur und personellen Aufstellung keinen „Plan B“ für eine Zeit nach Löw entwickelt hat. Professionell ist das nicht, aber es ist ja auch nur die Nationalmannschaft.

          Und sonst? Will Großbritannien am Dienstag mit der Impfung der Bevölkerung gegen Covid-19 beginnen. Fällt der EuGH sein Urteil zur Entsenderichtlinie für Arbeitnehmer. Spielen in der Fußball Champions League, ganz ohne Joachim Löw, Zenit St. Petersburg gegen Borussia Dortmund und RB Leipzig gegen Manchester United

          Die Nacht in Kürze:

          Die Brexit-Verhandlungen stecken fest – für einen letzten Einigungsversuch will Boris Johnson nach Brüssel reisen. Nun hat das britische Unterhaus für das umstrittene Binnenmarktgesetz gestimmt, das Teile des EU-Austrittsvertrags aushebeln soll.

          Der künftige amerikanische Präsident Joe Biden will Ex-General Lloyd Austin zum Verteidigungsminister berufen. Der frühere Kommandeur der amerikanischen Truppen im Nahen Osten bräuchte allerdings eine Sondergenehmigung vom Kongress.

          Der Wahlsieg von Joe Biden im amerikanischen Bundesstaat Georgia ist abermals bestätigt worden. Donald Trump erkennt seine Niederlage dennoch nicht an.

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