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F.A.Z.-Newsletter : Die Masken fallen

Unser Autor: Sebastian Reuter Bild: Robert Wenkemann

Immer mehr Deutsche tragen Masken nur noch widerwillig. In Frankreich überrascht der „Wüterich aus dem Norden“. Und in Frankfurt steht ein aufsehenerregender Prozess vor dem Abschluss. Alles Wichtige im Newsletter für Deutschland.

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          Lassen die Deutschen ihre Masken nun fallen? Abends ist man angewidert von den Zuständen in den Schlachthöfen von Tönnies und dessen Konkurrenten – und am nächsten Mittag wird ohne großes Nachdenken für das nahende Grillfest eingekauft. Man blickt mit Schrecken auf die explodierenden Corona-Infektionszahlen in den Vereinigten Staaten, lästert über unbelehrbare Amerikaner ab – und beschwert sich dann darüber, dass das Lieblingsrestaurant derzeit so wenig Sitzplätze hat oder das Flanieren durch die Shoppingmall mit Maske viel weniger Spaß und Kauflaune bereitet. Die vergangenen Tage haben jedenfalls einen solchen Eindruck hinterlassen.

          Klar, der überwiegende Teil der Deutschen verhält sich auch im mittlerweile fünften Monat der Pandemie absolut coronakonform. Trotzdem: In Fußgängerzonen und Parks ist der Abstand zu Mitmenschen oft schwer einzuhalten. In Kantinen greifen viele schon wieder wie selbstverständlich mit den Fingern in die großen Besteck-Behälter. Und in Bussen und Bahnen geht es zeitweise aggressiver denn je zu, weil Masken immer häufiger fehlen, frei bleibende Sitzplätze seltener werden und Sommerschwüle, Schweiß und Stress ihr Übriges tun. Die Gemengelage ist explosiv.

          Da ist es gut, dass die Gesundheitsminister am Montag ein Machtwort sprachen, teilweise obskuren Vorschlägen wie denen aus Mecklenburg-Vorpommern und der AfD eine Absage erteilten und die Maskenpflicht weiter für unerlässlich erklärten. Denn: „Maskentragen mag unbequem sein, es ist aber keine Glaubensfrage – sondern notwendig, rücksichtsvoll und vernünftig“, wie Heike Schmoll kommentiert. So weit wie CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak, der twitterte, Maskentragen sei „sexy“, muss man ja nicht gleich gehen. Ein erstes Zwischenfazit wo und wie es sich trotz Corona und Maskenpflicht zwischen Sylt und Alpen am besten urlauben lässt, wird übrigens im Podcast für Deutschland gezogen. Die Hälfte der Bundesländer befindet sich schließlich schon in den Sommerferien.

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          An Ferien braucht die neue französische Regierung dagegen erst einmal nicht zu denken. Das Kabinett unter dem neuen Premierminister Castex wurde am Montagabend in Paris vorgestellt. Allerdings setzt Präsident Macron auf seinem „neuen Weg“ vor allem auf Altbewährtes, wie Michaela Wiegel schreibt. Nur der „Wüterich aus dem Norden“ sei eine Überraschung.

          Auch aus dem Norden, jedoch mehr vor Freude taumelnd als vor Wut aufstampfend, ist der SV Werder Bremen. Der Klub aus der Fußball-Bundesliga hat die Relegation gegen den 1. FC Heidenheim überstanden und durch ein 2:2-Remis im Rückspiel (Hinspiel: 0:0) die Klasse gehalten. Zweimal Unentschieden, trotzdem alles gewonnen. So läuft das also.

          Und sonst? Soll heute die Verteidigung des Unternehmers Alexander Falk vor dem Landgericht in Frankfurt ihre Plädoyers halten. Dem Erbe des gleichnamigen Stadtplan-Verlags wird vorgeworfen, einen Anschlag auf einen Anwalt in Auftrag gegeben zu haben – mit einem Urteil wird Ende der Woche gerechnet. Außerdem gibt die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung den Gewinner des diesjährigen Büchnerpreises bekannt. Und die EU-Kommission stellt in Brüssel ihre Konjunktur-Prognose für den Sommer vor.

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