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F.A.Z.-Newsletter : Die Hoffnung auf Urlaub und der Ärger um den Impfstoff

Unser Autor: Sebastian Reuter Bild: Robert Wenkemann

Das Jahr ist noch jung – und trotzdem schon ermüdend. Das liegt am schleppenden Impfstart, an der Sorge vor den Virus-Mutanten und an quasselnden Ministerpräsidenten. Was sonst wichtig wird, steht im Newsletter für Deutschland.

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          Das Jahr ist noch nicht einmal einen Monat alt – und manche haben trotzdem schon wieder genug von 2021. Dazu gehören wohl jene, die jetzt gern ihren Sommerurlaub planen würden, die eigentlich schon längst gegen das Virus geimpft sein sollten – und vielleicht auch Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow.

          Sorge im Winter und Urlaub im Sommer?

          Normalerweise vertreiben sich die Menschen hierzulande den langen und tristen Januar entweder direkt mit dem Skiurlaub. Oder sie durchstöbern Kataloge und Internetportale nach dem besten Schnäppchen für ein paar schöne Wochen im Frühjahr oder Sommer. Die Corona-Pandemie macht ihnen – auch hier – mal wieder einen Strich durch die Rechnung. Trotz auch an diesem Dienstag zurückgehender Infektionszahlen und ersten begonnenen Lockerungsdebatten erscheint die Idee, in einigen Monaten wieder halbwegs unbeschwert durch Land und Kontinent zu jetten, reichlich abstrakt. Im „Podcast für Deutschland“ mit Andreas Krobok, erklärt der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, warum er trotzdem „vorsichtig optimistisch“ ist, dass in den Osterferien bereits wieder verreist werden könne. Doch die Inzidenzzahlen in Europa entwickeln sich sehr unterschiedlich. In vielen Ländern breiten sich derzeit die Virus-Mutationen ungehindert aus. Deswegen will die EU-Kommission neue Corona-Hochrisikogebiete mit neuen Ein- und Ausreiseregeln ausweisen. Wie fest die Virus-Mutanten Europa derzeit im Griff haben, zeigt der umfangreiche Corona-Überblick aus dreizehn Ländern, den die Korrespondenten der F.A.Z. liefern. Und auch die Frankfurter Virologin Sandra Ciesek hält die derzeitige Sorge in der Politik absolut für gerechtfertigt. Denn, es gebe bei solchen Mutanten mit mutmaßlich höherem Ansteckungspotential, „nur ein relatives kurzes Zeitfenster, um zu verhindern, dass diese sich auch bei uns zur vorherrschenden Linie entwickeln“. Urlaubsstimmung kommt da nicht auf.

          Schlechte Laune und gähnende Leere

          Schlechte Laune macht weiterhin auch das schleppend voranschreitende Impfprogramm der Bundesregierung. Seit diesem Montag können in Nordrhein-Westfalen online Impftermine vereinbart werden, die Seite brach zum Start direkt zusammen. Darüber hinaus sorgt die Entscheidung des Impfstoffherstellers Astra-Zeneca, die Auslieferung in die EU zu drosseln, für großen Ärger. Dass der Impfstoff Berichten zufolge überdies eine vergleichsweise geringe Wirksamkeit bei Senioren habe und für die Altersgruppe der Über-65-jährigen keine Zulassung erhalten könnte, trübt die Zuversicht weiter. Währenddessen herrscht hierzulande in den allermeisten Impfzentren auch nach einem Monat weiter gähnende Leere und Millionen Menschen warten zumindest auf einen genauer eingegrenzten zeitlichen Rahmen für ihre Corona-Impfung. Die Vertreter in Brüssel und Berlin verlieren sich derweil im Klein-Klein um Versprechen und Vertragsinhalte.

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          Das neueste „Ding“ und das Desaster

          Zumindest eine Woche lang galt die Audio-App „Clubhouse“ als das neue „Ding“ in den sozialen Netzwerken: Sich auf der Plattform zum zwanglosen Gespräch verabreden, einfach nur anderen Diskussionen lauschen oder – mit etwas Glück – seinen Abend quatschend mit Ministerpräsidenten, namhaften Hauptstadt-Journalisten oder Bundesligaprofis zu verbringen. Artur Weigandt hatte vergangenes Wochenende einen solchen Moment und sprach auf „Clubhouse“ mit Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow über dessen Hund Attila und andere Dinge. Es kamen immer mehr Menschen dazu, irgendwann ging es um Spiele auf dem Smartphone und die Bundeskanzlerin und am Ende schrieb ein Journalist einen Artikel über das Gespräch. Nun hat „Clubhouse“ in Deutschland sein erstes PR-Desaster verursacht. Doch wie öffentlich ist das, was im „Clubhouse“ geplaudert wird, eigentlich? Wie verhält man sich richtig in den virtuellen Quasselrunden? Und wie aktiv sind die PR-Agenturen schon? Klar ist: Die Gespräche dort suggerieren eine Intimität, die es nicht gibt. Das weiß nun auch Bodo Ramelow.

          Und sonst? Neigt sich mit der Vendée Globe eine der härtesten Segelregatten der Welt dem Ende entgegen. Nach mehr als zwei Monaten auf hoher See und 45.000 Kilometern rund um die Welt, kämpfen die besten Skipper auf den letzten Seemeilen um den Sieg – und der Deutsche Boris Herrmann ist mittendrin. Wie es dem Hamburger kurz vor Ende dieses ultimativen Abenteuers geht und wie seine Chancen auf den Sieg stehen, können Sie hier nachlesen.

          Die Nacht in Kürze:

          Im amerikanischen Senat ist die Anklage für das zweite Amtsenthebungsverfahren gegen den ehemaligen Präsidenten Donald Trump verlesen worden. Bei einer Verurteilung droht ihm eine lebenslange Sperre für das Präsidentenamt.

          Amerikas Finanzministerium wird erstmals von einer Frau geführt. Die ehemalige Fed-Chefin Janet Yellen will die Wirtschaft mit massiven Konjunkturhilfen aus der Krise führen.

          Die Einnahmen der umsatzstärksten Fußball-Vereine sind im Corona-Jahr um mehr als eine Milliarde Euro geschrumpft. Die Bundesliga-Vereine kommen aber vergleichsweise glimpflich davon.

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          Der letzte Mahner?

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          Während sich andere Ministerpräsidenten für Lockerungen aussprechen, verschärft Peter Tschentscher die Regeln. Ist er der letzte Vertreter einer vorsichtigen Corona-Politik? Oder hat er sich auf seinem Sonderweg verrannt?

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          Müller? Boateng? Hummels? Bundestrainer Joachim Löw schraubt derzeit an seinen Formulierungen zum Thema.

          Rückkehrer für DFB-Team : Die Verrenkungen des Joachim Löw

          Um die Form von Müller, Boateng und Hummels muss man sich keine Sorgen machen. Es ist der Bundestrainer, der in Form kommen muss, wenn es in diesem Sommer bei der Fußball-EM etwas werden soll.
          Bundesinnenminister Horst Seehofer und Verfassungsschutz-Präsident Thomas Haldenwang

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