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F.A.Z.-Newsletter : Der Bundestag öffnet die Schleusen

Unser Autor: Thomas Holl Bild: Robert Wenkemann

Nach viel Druck von außen wurden nun auch die Olympischen Sommerspiele auf 2021 verlegt. Trump rechnet derweil das eine Übel gegen das andere auf. Was sonst noch wichtig wird, steht im Newsletter für Deutschland.

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          Seit Tagen lag die Entscheidung in der Luft. Zuvor hatten andere große internationale Sportverbände wie die Uefa und Fifa schon längst die richtigen Konsequenzen aus der Covid-19-Pandemie gezogen. Die Funktionäre hatten, wenn auch ebenfalls nicht im Rekordtempo, mit Blick auf die Gefährdung von Spielern und Fans die Fußball-EM und die Spiele der Champions-League verschoben oder ausgesetzt. Nun haben sich auch durch viel Druck von außen das Internationale Olympische Komitee und Japans Regierung der Wirklichkeit gebeugt und die Sommerspiele 2020 in Tokio auf nächstes Jahr verlegt. Bis zuletzt gezaudert, gezögert und gehofft hatte bei dieser Entscheidungsfindung IOC-Präsident Thomas Bach. Der deutsche Olympiasieger im Florettmannschaftsfechten von 1976 in Montreal hielt bis vor wenigen Tagen noch tapfer an der Illusion von Spielen in Japan fest, zu denen womöglich kaum einer gekommen wäre. Ein Porträt Bachs meines Kollegen Christoph Becker aus der Sportredaktion zeigt einen Mann, der schon vor der Coronavirus-Krise als Herr der Olympischen Ringe umstritten war.

          Thomas Holl

          Redakteur in der Politik.

          Die Bewältigung der Corona-Krise fordert zwar den Sport gewaltig.  Doch verglichen mit der Herkulesaufgabe der Politik, Gesundheit, Arbeitsplätze und Wohlstand der Bürger zu schützen sowie die Wirtschaft am Leben zu erhalten, mutet die Verschiebung sportlicher Großereignisse nachrangig an. Auf die Größe dieser Aufgabe, die neben der Exekutive von Bund, Ländern und Kommunen an diesem Mittwoch nun auch den Souverän in Gestalt des Deutschen Bundestags beschäftigt, weist Politik-Herausgeber Berthold Kohler in seinem Kommentar hin. Das Parlament öffne mit der Bewilligung der zig Milliarden schweren Hilfspakete „die Schleusen, um einen nie dagewesenen Großbrand mit ebenfalls ungekannten Wassermassen zu bekämpfen“.

          Den Großbrand, der Amerikas Wirtschaft durch die Ausbreitung der Covid-19-Seuche erfasst hat, will Donald Trump offenbar nicht unter medizinischen Gesichtspunkten allein löschen. Wie mein Kollege Majid Sattar aus Washington berichtet, rechnet Trump auch die Kosten einer wirtschaftlichen Depression gegen die drohende Sterbewelle auf, die eine Lockerung der Quarantäneregelungen und Ausgangsbeschränkungen aus Sicht von Virologen zur Folge hätte. Aber wie so oft bei Trump, kann sich auch diese Sichtweise wieder in ein paar Tagen, je nach Verlauf der Corona-Krise, geändert haben.

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          Und zumindest eine gute Nachricht in diesen dunklen Tagen der Pandemie gibt es zu vermelden. Der junge „Patient eins“ in Italien, ein zuvor gesunder Sportler und werdender Vater, ist nach Wochen auch auf der Intensivstation als genesen aus dem Krankenhaus entlassen worden. „Ich hatte großes Glück, dass ich geheilt werden konnte,“ sagte er in einer Audiobotschaft. Matthias Rüb erzählt aus Rom die dramatische Geschichte seiner Rettung.

          Im F.A.Z. Podcast für Deutschland können Sie hören, wie der Europachef des Streamingdienstes Spotify, Michael Krause, die derzeitige Ausnahmesituation erlebt und wie sein Unternehmen von der Corona-Krise profitiert. Moderator Andreas Krobok hört nach, was Spotify von der Konkurrenz unterscheidet.

          Und sonst: Beraten die Außenminister der G-7-Staaten per Videokonferenz über die Corona-Krise. Sollen Gläubige in aller Welt um 12 Uhr auf Bitte von Papst Franziskus das Vaterunser sprechen.

          Die Nacht in Kürze

          FDP-Chef Christian Lindner verlangt eine Strategie, um die Maßnahmen gegen die Viruspandemie entbehrlich zu machen. Unionspolitiker plädieren für ein Ende der wirtschaftlichen Auszeit nach Ostern.

          Thüringens AfD-Chef Björn Höcke kommt der Forderung der Parteispitze nach: In einem Facebook-Post verlangt er das Ende der „Flügel“-Aktivitäten. Der politische Einsatz solle aber weitergehen.

          Günther Jauch vergibt nach mehr als vier Jahren erstmals wieder eine Million Euro in einer regulären Ausgabe seiner RTL-Quizshow „Wer wird Millionär?“. In der letzten Frage ging es um die Europalette.

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