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F.A.Z.-Newsletter : Corona-Egoismus und „Wir schaffen das“-Jahrestag

Unser Autor: Sebastian Reuter Bild: Robert Wenkemann

Wie sich Deutschland seit Angela Merkels berühmten Satz verändert hat, warum es in Berlin am Wochenende den meisten nicht um die Corona-Maßnahmen ging und was sonst wichtig wird – der Newsletter für Deutschland.

          2 Min.

          Spätestens seit dem gerade vergangenen Wochenende fragt man sich, gegen welche Corona-Maßnahmen von Bund und Ländern in Berlin eigentlich demonstriert worden ist. Klar ist jedenfalls: Wer sich mit Reichsflagge verbotenerweise auf die Stufen vor dem Reichstag stellt oder am Brandenburger Tor Arm in Arm schunkelnd „Freiheit“ von Marius Müller-Westernhagen singt, dem geht es nicht um die durch Corona ausgelöste schwierige Lage verschiedenster Branchen (Gastronomie, Events, Schausteller, etc.). Und auch nicht um pandemiebedingte Probleme in der Bildung oder der Altenpflege. Dem geht es im besten Fall nur um sich selbst, weil er oder sie es nicht ertragen kann im Bus oder Supermarkt eine Maske tragen zu müssen. Oder – im weitaus schlimmeren Fall – um die gefährliche Phantasie eines Systemumsturzes. Ob man dieses „Spektakel“ am Ende einfach am besten „achselzuckend zur Kenntnis nehmen und sich den wirklichen Problemen widmen“ oder sich ernsthaft Sorgen um die Gesinnung einer größer werdenden Gruppe von „Querdenkern“ machen sollte, werden die kommenden Tage und Wochen zeigen. Am Sonntag regten sich in Berlin jedenfalls direkt neue Proteste.

          Genau fünf Jahre ist es her, dass Angela Merkel in der Bundespressekonferenz jenen Satz sagte, der sich in Bezug auf die Flüchtlingskrise in das Gedächtnis der Republik eingebrannt hat: „Wir schaffen das!“. Aber haben wir es auch tatsächlich „geschafft“? Wie geht es den Menschen, die damals nach Deutschland gekommen sind heute? Für die F.A.Z.-Serie „Schneller schlau“ hat Martin Franke aufwendig recherchiert und analysiert, wie die Zuwanderung Deutschland verändert hat und welche Teile des Landes diese Veränderung mehr zu spüren bekommen haben. Und Reiner Burger hat Nesar Ahmad Alyiar getroffen, der vor fünf Jahren ohne deutsche Sprachkenntnisse aus Afghanistan an den Niederrhein gekommen ist – inzwischen sein Abitur mit Bestnote gemacht hat und sich auf ein Medizinstudium vorbereitet.

          Abschließend noch zwei Empfehlungen: Zum einen sollten Sie sich unbedingt die jüngste Folge des „Podcast für Deutschland“ anhören. Dort spricht Andreas Krobok mit Finanzanalytiker und F.A.Z.-Kolumnist Volker Looman darüber, warum sich in der derzeitigen Krisensituation ein Immobilienkauf mehr denn je lohnt. Zum anderen geben Alexander Armbruster und Stephan Finsterbusch für F.A.Z.-Digitec einen kleinen Einblick in die Welt der Zahlen: Wussten Sie etwa, dass es mittlerweile im Schnitt mehr als 85.000 Google-Suchanfragen pro Sekunde gibt? Dazu erläutern sie, wie sich Computer immer besser an unser Leben anpassen – und erklären, warum das angenehm und gefährlich zugleich ist.

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          Und sonst? Beginnen heute in New York die US Open – selbstverständlich ohne Zuschauer im Stadion. Aber auch ohne die Tennis-Superstars Rafael Nadal und Roger Federer. Sie haben es – wie einige andere namhafte Profis – vorgezogen, wegen der Corona-Pandemie nicht in die Vereinigten Staaten zu reisen. Außerdem stellt der Deutsche Wetterdienst seine vorläufige Bilanz für den Sommer 2020 vor. Und in Berlin befasst sich der Finanzausschuss des Bundestags abermals mit der Aufarbeitung des Wirecard-Skandals.

          Die Nacht in Kürze

          Zoran Zaev wird abermals Ministerpräsident Nordmazedoniens. International wird dem Politiker hoch angerechnet, den Namensstreit mit Griechenland beigelegt zu haben.

          Die Industrieproduktion in Japan erholt sich stärker als erwartet. Hersteller gehen davon aus, dass der positive Trend vorerst anhält.

          Der Autohersteller Opel gibt sich optimistisch: Im Werk in Thüringen wird von Herbst an wieder im Zweischichtsystem produziert.

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