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F.A.Z.-Newsletter : 100 Milliarden gegen Corona-Folgen

Unser Autor: Cai Tore Philippsen Bild: Robert Wenkemann

Wie sollten 100 Milliarden Euro am besten verteilt werden? Diese Frage muss heute die große Koalition beantworten. In Amerika ist Corona derweil in den Hintergrund geraten. Der F.A.Z.-Newsletter für Deutschland.

          2 Min.

          Heute werden 100 Milliarden Euro verteilt. Sind wir ehrlich, niemand kann sich diese Summe vorstellen. Mit diesen 100 Milliarden will die große Koalition an diesem Dienstag die Folgen der Coronavirus-Krise für die deutsche Wirtschaft vom Pizzabäcker bis zum Automobilkonzern lindern. Allerdings gehen die Vorstellungen von Union und SPD weit auseinander, wenn es darum geht, welche Maßnahmen am besten geeignet sind. Was meinen Sie? Müssen Unternehmen unterstützt, Familien (einmalig 300 Euro pro Kind) und Kommunen entlastet werden? Brauchen wir Kaufprämien für Autos, soll der Soli früher abgeschafft werden oder müsste Deutschland nicht vielmehr in Digitalisierung, Infrastruktur, Innovation und Forschung investieren? Ich persönlich finde ja die italienische Lösung charmant. Dort werden neue Fahrräder mit bis zu 500 Euro und Solardächer mit noch viel mehr Euros unterstützt. Na ja, zum Glück entscheide ich nicht, sondern unsere Demokratie ringt, und am Ende der Beratungen der großen Koalition profitieren hoffentlich diejenigen, deren Not durch Corona am größten ist. Wir alle werden dieses Konjunkturpaket in den kommenden Jahren mit unseren Steuern bezahlen müssen. Deswegen dürfen wir gute Argumente erwarten.

          Cai Tore Philippsen

          Verantwortlicher Redakteur für die Redaktion FAZ.NET

          In den Vereinigten Staaten ist trotz über 104.000 Toten (noch eine unvorstellbare Zahl) der Kampf gegen die Corona-Krise und ihre Folgen aufgrund der Eskalation der Gewalt auf den Straßen in den Hintergrund getreten. Majid Sattar war in Atlanta und berichtet eindrucksvoll, wie die Bürgermeisterin Keisha Lance Bottoms angesichts der Polizeigewalt gegen Afroamerikaner öffentlich Worte an ihren Sohn richtet: „Junge, bleib zu Hause. Ich kann dich nicht beschützen.“ Der Rassismus in Amerika füllt in den Universitätsbibliotheken Regale, schreibt unser Amerika-Korrespondent in seinem Kommentar. Änderung ist nicht in Sicht, deshalb ist die Wut auf den Straßen echt, sie wird weder von Neonazis provoziert, noch von der „Antifa“ gesteuert. Die Städte müssen nun mit einer Mischung aus Strenge und Dialog versuchen, die Ausschreitungen und Plünderungen zu stoppen. Auf Hilfe aus Washington dürfen sie nicht hoffen. Politische Führung gibt es in Trumps Amerika nicht. Die „New York Times“ hat unterdessen die letzten 8 Minuten und 46 Sekunden im Leben von George Floyd nachgezeichnet – nichts für schwache Nerven, aber knallharter Journalismus.

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          Heute wäre Marcel Reich-Ranicki 100 Jahre alt geworden. Diesen Tag begehen wir bei der F.A.Z. mit einer ganz besonderen Ehre für den einstigen Literaturchef. Fast das ganze Feuilleton ist ihm gewidmet. Weggefährten und Widersacher erinnern sich. Ganz besonders möchte ich Ihnen eine Sonderfolge unseres Bücherpodcasts ans Herz legen. Andrea Diener und Fridtjof Küchemann haben mit Monika Kunz über ihre Jahre mit Marcel Reich-Ranicki gesprochen. Hören Sie sich an, wie die „kleine“ Sekretärin für MRR von „meiner ärgsten Feindin“ zur „allerliebsten Monika“ wurde. Taschentücher bereitlegen!

          Und sonst? Erwartet der Deutsche Wetterdienst heute den bisher wärmsten Tag des Jahres, heute wird die 30-Grad-Marke geknackt. Beginnt eine neue Verhandlungsrunde zwischen Brüssel und London über die Handelsbeziehungen nach der Brexit-Übergangsphase. Wurde in der Nacht zum 2. Juni genau vor einem Jahr Walter Lübcke ermordet. Am Pfingstmontag wurde des wohl von einem Rechtsradikalen getöteten CDU-Politikers gedacht.

          Die Nacht in Kürze:

          Amerikas Präsident Donald Trump fordert die Gouverneure auf, härter gegen Randalierer vorzugehen. Andernfalls will er das Militär gegen amerikanische Staatsbürger einsetzen.

          Die gesetzlichen Krankenkassen rechnen angesichts der geplanten Corona-Massentests mit erheblichen Mehrkosten. Dies könnte Beitragserhöhungen zur Folge haben.

          Volkswagen erleidet eine Niederlage vor einem amerikanischen Berufungsgericht. Die Entscheidung könnte aus Sicht der Richter zu weiteren „atemberaubenden Belastungen“ für VW führen. 

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