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F.A.Z.-Frühdenker : Ein strahlender Sieger und vier Enttäuschungen

Wahlsieger in Sachsen-Anhalt: Reiner Haselhoff (CDU) Bild: EPA

Nach seinem triumphalen Wahlsieg hat Reiner Haseloff in Sachsen-Anhalt diverse Optionen, um eine Koalition zu bilden. Die Impfreihenfolge ist aufgehoben. Und die U21 ist Fußball-Europameister. Alles Wichtige im Newsletter für Deutschland.

          8 Min.

          Das Wichtigste für Sie an diesem Montag:

          Rebecca Boucsein
          Redakteurin vom Dienst bei FAZ.NET.

          1. Viele Optionen für Haseloff
          2. Gegenwind für die Grünen 
          3. Die Impfpriorisierung endet


          4. Die Rente könnte den Haushalt sprengen
          5. Benutzt Putin Nord Stream 2 als Waffe?
          6. Löws letzter EM-Test gegen Lettland
          7. Das wird diese Woche wichtig



          Daumen hoch: der große Wahlsieger Reiner Haseloff mit seiner Ehefrau Gabriele
          Daumen hoch: der große Wahlsieger Reiner Haseloff mit seiner Ehefrau Gabriele : Bild: dpa

          1. Viele Optionen für Haseloff

          Ministerpräsident Reiner Haseloff triumphiert bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt und will jetzt mit allen möglichen Partnern verhandeln. Und die Wähler zeigen: Sie wollen die AfD nicht als stärkste Kraft in ihrem Land.

          Sensationeller Erfolg: Mit einem deutlichen Plus von mehr als sieben Prozentpunkten im Vergleich zur vergangenen Landtagswahl hat die CDU von Ministerpräsident Reiner Haseloff in Sachsen-Anhalt einen Wahlsieg eingefahren. Laut dem vorläufigen amtlichen Endergebnis ist die Partei mit 37,1 Prozent der große Sieger in Sachsen-Anhalt. In Umfragen hatte sie deutlich schlechter abgeschnitten. Die Wahlbeteiligung lag trotz Corona mit 60,3 Prozent ähnlich hoch wie 2016. Damals waren es 61,1 Prozent gewesen. 

          AfD auf Abstand: Haseloffs Sieg ist auch ein Triumph über die AfD, die in einer Umfrage zeitweise sogar vor der CDU gelegen hatte. Das scheint für viele Wähler ein Weckruf gewesen zu sein – und so hatten die Rechtspopulisten, die in Sachsen-Anhalt vom Verfassungsschutz beobachtet werden, dem Regierungschef nicht viel entgegenzusetzen: Mit einem Ergebnis von 20,8 Prozent (minus 3,5 Prozentpunkte im Vergleich zu 2016) bleibt die Partei zwar zweitstärkste Kraft – der Abstand zur CDU ist aber deutlich gewachsen. Auch Wahlsieger Haseloff vermutet, dass die AfD seine Wähler mobilisiert hat. Das Land habe sich „regelrecht aufgebäumt“ nach den Prognosen, sagte Haseloff. Großer Verlierer ist die Linke: Sie rutschte im Land mit 11,0 Prozent auf ihr schlechtestes Ergebnis seit der deutschen Einheit ab.

          Viele Optionen: Klar ist, dass Haseloff keine Koalition mit der AfD eingehen wird. Ansonsten bleiben für ihn etliche Optionen: Die CDU könnte die schwarz-rot-grüne Kenia-Koalition fortsetzen. Mit dem Einzug der FDP in den Landtag wären aber auch eine Deutschland-Koalition aus CDU, SPD und FDP oder ein Jamaika-Bündnis aus CDU, Grünen und FDP möglich. Auch ein Zweierbündnis von CDU und SPD wäre wohl rechnerisch machbar. Welche Möglichkeit ihn am meisten reizt, ließ Haseloff offen – er möchte mit allen möglichen Partnern Gespräche führen.

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          Hat sich mehr erhofft: Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock
          Hat sich mehr erhofft: Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock : Bild: dpa

          2. Gegenwind für die Grünen

          Weniger als vier Monate vor der Bundestagswahl dürfte CDU-Kanzlerkandidat Laschet nach Haseloffs Erfolg in Sachsen-Anhalt aufatmen. Die Hoffnungen der Grünen wurden enttäuscht.

          „Auch ein Sieg von Laschet“: „Natürlich bringt uns das auch Rückenwind für Berlin“, sagte Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) zum Wahlausgang in Sachsen-Anhalt in der ARD. Und ergänzte: „Jetzt haben wir gewonnen. Deswegen ist es auch ein Sieg von Armin Laschet.“ Friedrich Merz schrieb: „Die CDU mit Armin Laschet tritt geschlossen auf. Und der Baerbock-Zug ist heute Abend entgleist.“

          „Nicht das, was wir uns vorgenommen haben“: Für die Grünen im Bund ist das Wahlergebnis ernüchternd: „Wir haben nicht das erreicht, was wir uns vorgenommen haben“, bedauerte Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock. Die Partei erhielt in Sachsen-Anhalt mit 5,9 Prozent (plus 0,7 Prozentpunkte im Vergleich zu 2016) nicht den deutlichen Schub, den sie sich vorher mit Blick auf die Umfragen erhofft hatte.

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