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Golanhöhen : Israel feuert nach Raketenangriff von Iran zurück

  • Aktualisiert am

Israelische Truppen feuern Raketen auf Zeile in Syrien. Bild: EPA

Die Lage im Nahen Osten eskaliert: Israel wirft Iran vor, die Golanhöhen mit Raketen beschossen zu haben. Als Reaktion darauf attackiert das Land iranische Ziele in Syrien.

          2 Min.

          Israel hat iranischen Streitkräften vorgeworfen, israelische Militärposten auf den Golanhöhen mit 20 Raketen angegriffen zu haben. Israel selbst griff daraufhin Ziele in Syrien an.  Die Armee versicherte am Donnerstag zugleich, keine militärische „Eskalation" mit Iran anzustreben.

          Mehrere der von Syrien aus abgefeuerten Geschosse seien von der israelischen Raketenabwehr abgefangen worden, sagte der Militärsprecher Jonathan Conricus in der Nacht zum Donnerstag. „Wir sehen diese iranische Attacke auf Israel als sehr schwerwiegend an.“

          Er sagte, für den Angriff seien nach israelischen Informationen die Eliteeinheit der iranischen Revolutionsgarden verantwortlich. Es seien mehrere israelische Militärposten attackiert worden. Israels Armee habe reagiert, sagte Conricus. Es gebe keine Informationen zu israelischen Opfern. Man untersuche noch das Ausmaß des Schadens durch die Angriffe.

          In der syrischen Hauptstadt Damaskus sind am frühen Donnerstagmorgen schwere Explosionen zu hören gewesen. Zahlreiche Flugzeuge kreisten über der Stadt, wie ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP in Damaskus berichtete.

          Auch syrische Staatsmedien berichten von Angriffen. Dabei sollen zahlreiche Raketen Ziele in der südwestsyrischen Provinz Quneitra getroffen haben. Die syrische Staatsagentur Sana berichtete, die Raketen seien von den Golanhöhen abgefeuert worden. Israel hatte die Golanhöhen 1967 erobert und später annektiert.

          Israels Armee erklärte, die Luftangriffe in Syrien gehörten zu den „größten, die
          Israels Armee gegen iranische Ziele unternommen hat“. Man habe dem iranischen Militär schweren Schaden zugefügt. Es seien Einrichtungen des Geheimdienstes, der Logistik, Militärposten, Lagerräume und Spähposten getroffen worden. Man habe auch das Gefährt zerstört, von dem aus die Raketen auf die Golanhöhen abgefeuert wurden. Es habe sich in 30 bis 40 Kilometern Entfernung von Damaskus befunden.

          Mit Hinweis auf Warnungen vor einem iranischen Angriff von Syrien aus hatte Israels Armee bereits am Dienstag Reservisten mobilisiert. Die Armee hatte zudem Ortschaften auf den Golanhöhen angewiesen, die Luftschutzbunker zu öffnen. Israel habe verdächtige Bewegungen iranischer Streitkräfte in Syrien identifiziert, hieß es zur Begründung.

          Auch in der Nacht zuvor wurde ein israelischer Raketenangriff auf Ziele in Syrien gemeldet. Dabei kamen nach Angaben der Menschenrechts-Beobachter mindestens 15 Menschen ums Leben. Der Angriff habe einem Waffenlager der iranischen Revolutionsgarden gegolten. Das israelische Militär gibt grundsätzliche keine Erklärungen zu Einsätzen ab.

          Teheran ist neben Russland und der libanesischen Schiitenmiliz Hisbollah wichtigster Verbündeter des syrischen Staatschefs Baschar al-Assad. Der Iran hat nach israelischen Angaben in den vergangenen Monaten seine militärische Präsenz im Land weiter ausgebaut. Israel wird für Luftangriffe in Syrien verantwortlich gemacht, bei der auch Iraner getötet wurden. Teheran drohte mit Vergeltung.

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