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Die Eintracht unter Druck : „Wir haben keine andere Wahl“

  • -Aktualisiert am

Tempo aufnehmen: Haller und seine Kollegen stehen unter Druck. Bild: Jan Huebner/Peters

Die Eintracht und Stürmer Haller müssen in Freiburg endlich bereit sein. Dafür fordert der Franzose mehr Aggressivität und Effektivität. Kann das funktionieren?

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          Eine berechtigte Nachfrage vor dem Stichtag: Ist die Eintracht bereit für den Bundesliga-Auftakt beim SC Freiburg? Nur diese Frage stellt sich so nicht für den Frankfurter Stürmer Sebastien Haller. „Wir müssen bereit sein“, betonte der 24 Jahre alte Franzose. „Wir haben keine andere Wahl.“ In der aktuellen Situation gibt es zwei Möglichkeiten für den Pokalsieger. Mit einem Erfolg im Premierenspiel könnte die Eintracht die angespannte, mit vielen Fragezeichen behaftete Lage zunächst einmal beruhigen, der Neuanfang unter dem neuen Trainer Adi Hütter wäre zumindest im Kerngeschäft Bundesliga gelungen.

          Eine Niederlage hingegen würde nach den Misserfolgen im Super Cup (0:5 gegen Bayern München) und in der ersten Runde des DFB-Pokals (1:2 in Ulm) den Eindruck verstärken, dass die Frankfurter momentan sportlich zu schwach auf der Brust sind. Die Zweifel an der Konkurrenzfähigkeit der Mannschaft im Hinblick auf das eigene Anspruchsdenken würden weiter zunehmen.

          Zuversicht vor dem Liga-Ernstfall kann den Frankfurtern die Freiburger Bilanz machen. Vor 17 Jahren im Duell mit Werder Bremen startete der Sportclub mit dem damaligen Trainer Volker Finke das letzte Mal mit einem Sieg in die Spielzeit. In der Vorsaison war ein 0:0 der Freiburger der erste Eintrag in ihre sportliche Geschäftsbilanz. Der Gegner damals: Eintracht Frankfurt.

          Es muss sich möglichst schnell etwas ändern

          Trotz der frühen Nackenschläge mit der Eintracht trägt der 1,90 Meter große Haller den Kopf weiter hoch. „Jetzt negativ zu sein wäre dumm“, sagt er. „Ich bleibe positiv.“ Damit das keine Durchhalteparolen werden, muss sich bei dem Angreifer und seinen Kollegen möglichst schnell etwas ändern. Die vergangenen fünf Spiele – darunter drei Testspiele – decken das Missverhältnis schonungslos auf: Zwei Treffern stehen elf Gegentore gegenüber. „Wir müssen lernen, effektiver zu sein und unsere Chancen besser zu nutzen“, fordert Haller.

          In diesem Zusammenhang verlangte er auch „mehr Aggressivität“. Beim Erstrundenaus in Ulm geizte der Franzose mit all den Eigenschaften, die einen erfolgreichen Stürmer ausmachen. Von Haller ging kaum Torgefahr aus. Ist sein aktueller Leistungsstand der Maßstab, muss er für das Kräftemessen mit Freiburg um seinen Startplatz bangen. Ihm könnte aber zugutekommen, dass bisher auch keiner seiner internen Gegner stichhaltige Argumente in eigener Sache vorzubringen wusste. „In Ulm hatten wir genügend Chancen, treffen jedoch dann zweimal den Pfosten – manchmal hat man auch einen schlechten Tag“, sagte er.

          Neue Sortierung der Abwehr?

          Dessen ungeachtet ist die Eintracht, die an einer Verpflichtung von Rechtsverteidiger Kevin Mbabu von Young Boys Bern interessiert sein soll, von ihren Zielen noch ein Stück weit entfernt. Das wurde auch am Mittwoch beim Torschusstraining sichtbar, als der eine oder andere Schütze auffällig oft ungenau Maß nahm. Das Gute immer nur herbeizureden ohne tatkräftigen Nachweis ist auf Dauer keine Lösung, das weiß auch Haller, den die momentanen Schwierigkeiten nicht nervös machen. „Wir müssen weniger reden, mehr laufen und uns gegenseitig helfen“ – darin sieht der Stürmer einen Lösungsansatz.

          Vor neue Probleme würde David Abraham die Eintracht stellen, wenn der Kapitän, den nach Vereinsangaben eine Oberschenkelprellung nach einem Pferdekuss plagt, in Freiburg ausfiele. Im schlimmsten Fall müsste Trainer Adi Hütter die Abwehr neu sortieren. Gehandicapt mit Fuß- und Adduktorenproblemen ist außerdem Ante Rebic. Ein Startelfeinsatz in Freiburg scheint für den kroatischen Weltmeisterschaftszweiten zu früh zu kommen, wenn überhaupt, wird der Offensivspieler wohl auf der Bank sitzen. Eine neue Option ist der Neuzugang und Flügelspieler Filip Kostic. Er könne noch nicht so viel sagen, „weil ich bisher fünf Minuten mit ihm zusammengespielt habe“, sagte Haller und lachte. „Filip ist aber ein starker Spieler, der uns sicherlich weiterhelfen wird.“

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