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Einsatz gegen Al-Qaida : Amerika schickt wieder Soldaten in den Jemen

  • Aktualisiert am

Al-Qaida gilt hier als vertrieben, doch Anfang Mai prangten auf den Straßen von Mukalla noch Plakate der Islamisten. Bild: AFP

Im Jemen tobt ein Stellvertreterkrieg zwischen Verbündeten Irans und Saudi-Arabiens. Al-Qaida mischt mit, und jetzt auch wieder die Amerikaner. Es geht um eine wichtige Hafenstadt.

          Nach mehr als einem Jahr Unterbrechung sind die amerikanischen Streitkräfte wieder mit Soldaten im Bürgerkriegsland Jemen vertreten. Eine „sehr kleine Zahl“ von Armeeangehörigen sei an der Seite arabischer Einsatzkräfte in der Hafenstadt Mukalla stationiert, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Washington. Die Präsenz der Vereinigten Staaten am Boden begründete der Sprecher damit, „dass es nicht in unserem Interesse ist, dass eine Terrororganisation Kontrolle über eine Hafenstadt ausübt“.

          Mukalla war vergangenes Jahr kurzzeitig an die Extremistengruppe Al-Qaida auf der Arabischen Halbinsel gefallen. Inzwischen wurde es von jemenitischen und verbündeten arabischen Soldaten zurückerobert. Nach Angaben des Pentagon-Sprechers kümmern sich die amerikanischen Kräfte in Mukalla insbesondere um nachrichtendienstliche Aufklärung.

          Die Amerikaner hatten zuvor bereits Bodenkräfte im Jemen, sie waren aber vor einem Jahr abgezogen, nachdem das Vorrücken der schiitischen Huthi-Miliz das ohnehin schon instabile Land ins Chaos gestürzt hatte. Die Vereinigten Staaten waren aber weiter mit Militärflugzeugen und -schiffen in der Region vertreten. Die Luftangriffe auf Al-Qaida-Ziele im Jemen wurden nach Angaben des Pentagon-Sprechers in letzter Zeit verstärkt.

          Waffenruhe mehrmals gebrochen

          Im armen Jemen kämpfen die von Iran unterstützten schiitischen Huthis seit über einem Jahr gemeinsam mit Verbündeten gegen die Anhänger von Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi und haben große Teile des Landes überrannt.

          Im März 2015 begann ein Bündnis aus arabischen Ländern unter Führung Saudi-Arabiens, Stellungen der Rebellen zu bombardieren. Al-Qaida nutzt das Machtvakuum und Chaos für seine eigenen Zwecke aus.

          Seit mehr als drei Wochen gilt eine Waffenruhe. Beide Seiten werfen sich jedoch gegenseitig vor, diese mehrmals gebrochen zu haben. Vor zwei Wochen begannen in Kuwait Friedensgespräche. Im vergangenen Jahr waren sie bereits nach drei Runden gescheitert.

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