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Gesellschaftliche Umbrüche : Die Besiegten als Helfer

Der DDR-Abrüstungsminister Eppelmann (links) und sein Admiral Bild: Ullstein

Ob Gründung der Bundesrepublik oder deutsche Einheit, die alten Eliten waren immer dabei – loyal und schweigsam. Darunter sind auch ehemalige Stasi-Mitarbeiter in Bundesbehörden.

          5 Min.

          Die Bundesbehörde für die Stasi-Unterlagen beschäftigt bis heute ehemalige hauptamtliche Mitarbeiter der Staatssicherheit. Mehr als siebzig waren es ursprünglich. Sie sollten helfen, im Wust der Akten überhaupt durchzublicken. Und sie sollten sie als Sicherheitsdienst auch bewachen, so wie sie einst die Politbüro-Siedlung Wandlitz bewacht hatten. Nicht nur die Opfer waren darüber empört. Als Roland Jahn vor sieben Jahren Behördenleiter wurde, wollte er dieses Kapitel endlich schließen. Knapp fünfzig frühere Stasi-Mitarbeiter hat er von seiner Vorgängerin übernommen, neun werden es noch zum Jahresende sein. An Loyalität haben sie es nie fehlen lassen. Erstaunlich, wenn man ihre Vergangenheit bedenkt, waren doch die Feinde von einst jetzt ihre Vorgesetzten.

          Frank Pergande

          Politischer Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

          Aber es ist wohl eine Art Gesetz, dass nach gesellschaftlichen Umbrüchen die neuen Machthaber die alten Eliten brauchen. Jedenfalls wenn es friedlich zugehen und nicht alles im Chaos enden soll. Nicht nur die Stasi-Unterlagen-Behörde zeigt das, auch die letzte DDR-Regierung, als sie den Weg zur deutschen Einheit bereitete. Dazu gibt es gerade ein neues Buch: „Die Staatsmacht, die sich selbst abschaffte“. Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der DDR-Diktatur hat es mitherausgegeben. Die letzten DDR-Minister geben darin noch einmal ausführlich Auskunft über die Zeit von März bis Oktober 1990.

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