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Unser Autor: Johannes Pennekamp Bild: Robert Wenkemann

Im Fall der Datenklau-Affäre gibt es eine schlechte und eine – nicht zu unterschätzende – gute Nachricht. Unterdessen dreht ein glückloser früherer Finanzminister den Spieß um.

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          Daten von Politikern und Prominenten auszuspionieren, ist erschreckend einfach. Ein zwanzig Jahre alter Schüler, der bei seinen Eltern lebt, war dazu offenbar ganz alleine in der Lage.  Das ist die schlechte Nachricht. Die gute lautet: Deutsche Ermittler sind gar nicht so schlecht darin, Cyberkriminelle aufzuspüren und zu überführen. Der politische Furor der vergangenen Tage mag einen anderen Eindruck vermittelt haben, doch die Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) leistet gute Arbeit, analysiert unser Rechtsexperte Constantin van Lijnden. Die zügige Festnahme des jungen Hackers war nicht der erste Erfolg der Ermittler, auch im Kampf gegen Kinderpornos und Waffenhandel im „Deep Web“ haben sie schon zugeschlagen. „Die Kapazitäten der bundesweit agierenden Zentralstelle Anfang 2018 aufzustocken dürfte zu den sinnvollsten politischen Entscheidungen im Kampf gegen Online-Kriminelle gezählt haben“, lobt van Lijnden.

          Johannes Pennekamp
          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaftsberichterstattung, zuständig für „Die Lounge“.

          Die schönsten Geschichten schreibt das Leben. Da stolpert ein früherer Finanzminister und Sparkassenpräsident über eine Steueraffäre. Er muss wegen Steuerhinterziehung einen Strafbefehl über 140 Tagessätze akzeptieren – und heuert nicht einmal ein Jahr später ausgerechnet in einer Steuerberatungsgesellschaft an. So liest sich die Karriere des Georg Fahrenschon (CSU), der einst in Bayern Finanzminister war und es als Präsident des Deutschen Sparkassenverbandes versäumte hat, rechtzeitig Steuererklärungen abzugeben. „Ich war offenbar steuerlich nicht gut beraten“, sagte er im April 2018. Jetzt berät er selbst: Sein neuer Arbeitgeber heißt WTS und ist nach eigenen Angaben die fünftgrößte deutsche Steuerberatungsgesellschaft.

          Weniger prickelnd aber trotzdem wichtig sind die Zahlen, die das Statistische Bundesamt heute um 8 Uhr vorlegen wird. Es geht darum, wie sich die Exporte der deutschen Industrie Ende vergangenen Jahres entwickelt haben. In den vergangenen Tagen kamen schon mehrere Negativmeldungen zur Konjunktur, fallen auch die Exportzahlen schlecht aus, rückt eine Rezession in Deutschland immer näher. Sie können allerdings beruhigt sein – denn auf dem Arbeitsmarkt wird es weiter rund laufen, analysieren Britta Beeger und Matthias Hertle im Aufmacher des Wirtschaftsressorts.

          Und sonst?

          Der amerikanische Präsident hat sich im Haushaltsstreit an die Nation gewendet – und eine Krise an der Grenze zu Mexiko ausgerufen. Die Demokraten würden mit ihre Blockade der Mauer die Sicherheit des Landes gefährden.  Europa und China verhandeln an verschiedenen Orten mit Amerika über ein Ende des Handelsstreits. Das britische Parlament debattiert über das Brexit-Abkommen mit der EU. Am Abend kassierte Premierministerin May abermals eine Niederlage im Abgeordnetenhaus.

          Die Nacht in Kürze

          Weltbank senkt Wachstumsprognose: Die Weltwirtschaft werde dieses und nächstes Jahr langsamer als angenommen wachsen, prognostiziert die Weltbank. Schuld daran sei auch die Wirtschaftspolitik von Donald Trump.

          Manafort gab Umfragedaten an Russen: Der frühere Wahlkampfchef von Donald Trump hat zugegeben, Umfragedaten an einen Russen mit Geheimdienstverbindung weitergereicht zu haben. Er bestreitet aber, über einen Kontakt gelogen zu haben.

          Französische Polizei nimmt Randalierer fest: Mitte Dezember beschädigten Randalierer im Zuge der „Gelbwesten“-Proteste eine Mautstation im Süden Frankreichs. Nun hat die Polizei Dutzende Verdächtige festgenommen.

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