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Neues Mahnmal : Lynchmord-Museum in den Vereinigten Staaten eröffnet

  • -Aktualisiert am

Das neue „National Memorial for Peace and Justice“ in Montgomery, Alabama Bild: AP

Auch nach dem Ende der Sklaverei sind Schwarze in den Vereinigten Staaten ermordet wurden. An diese Verbrechen soll ein neues Mahnmal erinnern.

          Am Donnerstag eröffnet in Montgomery im amerikanischen Bundesstaat Alabama ein Mahnmal und Museum, welches an die Ermordung Tausender Schwarzer erinnern soll. Bis etwa 1950 herrschte in weiten Teilen der Vereinigten Staaten eine Lynchjustiz gegen Schwarze. Diese wurden 1865 rechtlich aus der Sklaverei befreit, mussten aber bis in die Mitte des vergangenen Jahrhunderts die Quälerei und Ermordung durch weiße Bürger fürchten. Die „Equal Justice Initiative“ (Organisation für gleiche Gerechtigkeit), kurz EJI, sammelte knapp 4400 Fälle an Lynchjustiz im Süden der Vereinigten Staaten zwischen 1877 und 1950.

          Die EJI setzte sich auch für das „National Memorial for Peace and Justice“ in Montgomery ein. Auf 6 Hektar klärt es über die Verbrechen der „privilegierten Weißen“ auf. EJI hat das Holocaust-Mahnmal in Berlin und das Apartheid Museum in Johannesburg als Vorbilder genommen, sagt die Organisation. Die Gedenkstätte besteht aus einer Säulenhalle mit 800 verwitterten Stahlpfeilern, die von der Decke hängen. Sie stehen für die 800 Counties in denen die EJI Lynchmorde ausfindig machte. Die Säulen sind jeweils mit Namen von Opfern aus den jeweiligen Bezirken beschriftet. Um die Säulenhalle gibt es einen Park. In diesem erinnern Statuen an das Leid von Schwarzen, auch aus der Zeit der Sklaverei.

          Das Museum zeigt die Behandlung von Schwarzen in den Vereinigten Staaten von der Sklaverei bis heute. Es befindet sich in einem alten Lagerhaus, in dem Schwarze einst als Sklaven eingesperrt wurden. Unweit befand sich ein Sklavenmarkt und der Bahnhof, von dem aus während der Hochzeit des Sklavenhandels Tausende Menschen transportiert wurden.

          Das Schicksal der schwarzen Sklaven und Lynchopfer wird in Montgomery thematisiert. Bilderstrecke

          Bei der Eröffnungsfeier wird auch John Lewis erwartet. Er war einer der wichtigsten Führer der Bürgerrechtsbewegung zur Gleichstellung von Schwarzen und Weißen in den Vereinigten Staaten. Seit 1987 ist Lewis Abgeordneter im Repräsentantenhaus. Zur Eröffnung gehört auch ein „Konzert für Frieden und Gerechtigkeit“. Am Freitag werden dafür in Montgomery vor allem schwarz amerikanische Künstler auftreten, darunter The Roots und Usher.

          EJI will aber weiter aktiv bleiben. Auf der Webseite schreibt die Organisation: „Im Laufe der Zeit wird die nationale Gedenkstätte einen Bericht darüber abliefern, welche Teile des Landes sich mit der Wahrheit dieses Terrors konfrontiert haben und welche nicht.“

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