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Das Beste lesen mit F+ : Streaming-Scham und positiver Stress

Ein kleiner Schritt für die Menschheit: Mit jedem gestreamten Video vergrößert sich unser ökologischer Fußabdruck. Bild: DEEPOL by plainpicture/Donald Ia

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          Liebe Leserin, lieber Leser, hier auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos werden natürlich Videos gestreamt, was das Zeug hält. Die Veranstalter möchten schließlich, dass alle Welt jedes Wort mithören und -sehen kann. Gleichzeitig wollen sie den Zustand der Welt verbessern – und deshalb natürlich auch etwas für den Klimaschutz tun. Doch jedes Video, das wir online ansehen, schadet dem Klima. Denn die Datenströme verbrauchen große Mengen an Energie. Ist eine Staffel „Game of Thrones“ also so schlimm wie ein Inlandsflug?

          Carsten Knop

          Chefredakteur digitale Produkte.

          Mit diesem Thema hat sich unsere Kollegin Theresa Weiß einmal etwas genauer beschäftigt. Streaming-Scham ist jedenfalls im Kommen. Wer über Smartphone, Tablet oder Laptop Filme schaut, verhalte sich nicht „grüner“ als Autofahrer oder Flugreisende, lautet der Vorwurf der Mahnenden. Denn mit jedem abgespielten Video wächst unser ökologischer Fußabdruck. Videos machen 80 Prozent aller Informationen aus, die im Netz hin und her geschossen werden. Welche Folgen das für die Umwelt hat, ist nur schwer in Zahlen zu fassen. Jens Gröger vom privaten Öko-Institut in Freiburg hat etwa berechnet, was Streaming für den CO2-Fußabdruck eines Einzelnen heißt: Wer vier Stunden am Tag streamt, schickt 62 Kilogramm CO2 im Jahr in die Atmosphäre. Das entspricht etwa einer Fahrt mit dem Auto von Frankfurt nach Hamburg. Hab ich Ihr Interesse geweckt? Hier finden Sie alles, was Sie dazu wissen müssen.

          So eine Woche Berichterstattung vom Weltwirtschaftsforum geht versöhnlicher zu Ende, wenn man diesen Text des Kollegen Sascha Zoske gelesen hat: „Stress als Herausforderung, an der man wachsen kann“. Das behaupten jedenfalls die beiden Leiter des Mainzer Instituts für Resilienzforschung, mit denen Zoske dieses Gespräch geführt hat. Darin lernen wir: Am günstigsten für die Entwicklung von Resilienz ist wahrscheinlich nicht die völlige Abwesenheit von Stress, sondern das Auftreten einer kleinen Zahl von negativen Stress-Erlebnissen. Deren Bewältigung impft uns quasi und macht uns fit für die Bewältigung weiterer Stress-Ereignisse. Genetische Faktoren wiederum können vermutlich nur einen kleinen Teil des resilienten Verhaltens erklären. Wichtiger ist wahrscheinlich die Epigenetik, also die Frage, wie die Aktivierung bestimmter Gene durch äußere Faktoren beeinflusst wird. In dem Interview steht aber noch viel mehr, das Weiterlesen lohnt sich auch hier.

          In Davos laufen auf jeden Fall zu viele ältere Männer herum. Das hat mich auf den Gedanken gebracht, dieses Stück meiner Kollegin Melanie Mühl einmal genau anzuschauen: Denn je älter wir werden, desto länger wollen wir jung bleiben. Das ist ein Kampf, der nur verloren werden kann. Hier geht es um einem Gerontologen, der sich das Alter zum Freund gemacht hat: „Heinz Rüegger, Mitte sechzig, Theologe und Gerontologe, kommt gerade aus den Bergen, dem Albulatal in Mittelbünden. Seine Frau und er verbringen viel Zeit dort, sie besitzen ein Haus in einem kleinen Dorf, keine fünfzig Einwohner und auf einer Sonnenterrasse gelegen …“ So geht das Stück los – und genau das mache ich jetzt auch, aus den Bergen kommen. Das Weltwirtschaftsforum geht heute zu Ende; Zeit, sich wieder unter die jüngeren Leute in der FAZ.NET-Redaktion zu mischen.

          Denn das ist das Team, das exakt die Mischung an F+Stücken für Sie zusammenstellt, die Sie hoffentlich zu zufriedenen Lesern macht. Dafür, dass Sie uns auf diesem Weg begleiten, danke ich herzlich und grüße, noch aus Davos,

          Ihr Carsten Knop
          Chefredakteur Digitale Produkte
          Frankfurter Allgemeine Zeitung

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