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Das Beste lesen mit F+ : Niedergang in San Francisco, Intensivbetten in Deutschland

Aus der Ferne friedlich: die Skyline San Franciscos, aufgenommen am Crissy Field nahe der Golden Gate Bridge Bild: AP

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          Liebe Leserin, lieber Leser, die Wohnungssuche in San Francisco war schon vor fast 20 Jahren nicht ganz einfach. Auf der Suche nach einer Bleibe als damaliger Korrespondent der F.A.Z. für die amerikanische Westküste standen wir vor der Versuchung, eine Wohnung zu mieten, die uns sehr zusagte – und die obendrein halbwegs bezahlbar war. Möglicherweise zu bezahlbar? Jedenfalls hatte ich mir damals vorgenommen, in der Nacht doch noch einmal eine Runde um den fraglichen Block zu gehen, während meine Frau schon den Fernseher eingeschaltet hatte. Das Bild, das sich vor meinen Augen entfalten sollte, war erschreckend und auf ewig unvergesslich: Die Zahl der Obdachlosen, die in unmittelbarer Nähe der Wohnung und auch vor dem Eingang des Hauses Nachtquartier bezogen hatte, war überwältigend. Ich wusste, wenn ich hier jetzt absage, stehen wir mit der Wohnungssuche wieder bei Null. Und doch: So ging es nicht; San Francisco hatte sein hässliches Gesicht gezeigt.

          Insofern ist es nicht ganz neu, was unsere Amerika-Korrespondenten Roland Lindner und Winand von Petersdorff über die aktuelle Situation in San Francisco aufgeschrieben haben, und doch hat sich in der Corona-Krise die Lage noch einmal deutlich verschlimmert. Noch mehr Menschen, die es können, verlassen die Stadt. Die Kluft zwischen Arm und Reich wird immer größer. Das freiheitsliebende Chaos in dieser Stadt trifft auf eine wunderschöne Umgebung und auf eine harte Alltagsrealität.

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          Die nächste Präsidentschaftswahl wird nicht im Bundesstaat Kalifornien entschieden, der ohnehin traditionell die Demokraten wählt. Das ändert aber nichts daran, dass diese Wahl die bisher folgenschwerste im Leben aller Amerikaner sein wird. Stille und Lähmung haben das Land erfasst, schreibt der Schriftsteller Richard Ford in seinem Gastbeitrag. Die bange Frage lautet: Könnte Amerika wirklich scheitern? Ausgerechnet in San Francisco, aber längst nicht nur dort, könnte man auf eine solche Idee durchaus kommen.

          Zurück nach Deutschland: Die Zahl der Covid-19-Patienten in intensivmedizinischer Behandlung ist seit Ende September deutlich gestiegen. Wir haben darüber mit dem Lungenarzt Christian Karagiannidis gesprochen, dem Leiter des Intensivregisters. Der Lungenarzt hatte unlängst die einseitige Fokussierung auf die Neuinfektionsfälle kritisiert. Auch andere Zahlen spielten eine Rolle und müssten in Überlegungen zum Umgang mit der Pandemie einfließen. Die Zahl der sogenannten freien High-Care-Betten, die nach Angaben von Karagiannidis auch tatsächlich für Covid-19-Patienten geeignet sind, zum Beispiel. Im wieder sehr viel unerfreulicheren Corona-Kontext ist auch dieses Stück eine lehrreiche Lektüre.

          Viele Grüße aus der Redaktion, bleiben Sie gesund, und schreiben Sie gerne, wenn Sie Fragen oder Anregungen zu F+ haben, Ihrem Zugang zu FAZ.NET komplett: c.knop@faz.de.

          Ihr Carsten Knop
          Herausgeber
          Frankfurter Allgemeine Zeitung

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