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Missbrauch in Kanada : Opfer wurden systematisch zum Schweigen gebracht

  • -Aktualisiert am

„Das ganze Land schaut zu!“: Kanadas Sportministerin Pascale St-Onge Bild: Reuters

Der Fall einer angeblichen Gruppenvergewaltigung einer Frau durch acht junge Eishockeyspieler im Jahr 2018 hält Kanadas Öffentlichkeit in Atem. Nun kommen weitere erschütternde Details ans Licht.

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          Pascale St-Onge war aufgebracht. Kanadas Sportministerin saß im Ständigen Ausschuss des Unterhauses des Parlaments in der Hauptstadt Ottawa, das Fernsehen übertrug live. St-Onge berichtete über den Fall, der die kanadische Öffentlichkeit seit Wochen in Atem hält: die angebliche Gruppenvergewaltigung einer Frau durch acht junge Eishockeyspieler im Sommer 2018.

          Und den Umgang des kanadischen Eishockey-Verbands damit. St-Onge wechselte hin und her zwischen Französisch und Englisch, zwischen reiner Beschreibung, scharfen Fragen und persönlichen Emotionen. Bis sie sich direkt an die Spitze des Eishockey-Verbands wandte: „Hockey Canada, das ganze Land schaut zu!“ Das tut es seit Ende Mai, seit der TV-Sender TSN enthüllte, dass sich Kanadas wichtigste Sport-Organisation mit einer jungen Frau stillschweigend auf einen Vergleich einigte. Die Frau hatte wegen sexuellen Missbrauchs am Rande eines Golfturniers von Hockey Canada vier Jahre zuvor geklagt.

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