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Das Beste lesen mit F+ : Merkels Sound und Amthors Ultras

Deutsche Wertarbeit: Rammstein-Sänger Till Lindemann singt in der Frankfurter Commerzbank-Arena. Bild: dpa

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          Liebe Leserin, lieber Leser, vor einigen Jahren habe ich während meines Erasmus-Semesters in Mailand gemeinsam mit Italienern und Nicht-Italienern in einer WG gelebt. Wir studierten, feierten, diskutierten zusammen, spielten Fußball und nie in der gesamten Zeit putzte irgendjemand das Bad. Einer meiner Mitbewohner war ein Spanier, dessen Italienisch auch nach Monaten nicht besser werden wollte, der dafür aber ganze Lieder auf Deutsch singen konnte. Denn er war glühender Fan der Band Rammstein. Ich fand es immer etwas skurril, wenn er mir Zeilen von „Mutter“ oder „Du hast“ entgegenschmetterte und ich glaube, sein Deutschlandbild muss damals sehr von diesen Liedern geprägt gewesen sein: martialisch, unheimlich, vielleicht ein bisschen stumpf.

          Felix Hooß

          Koordinator für Premium-Inhalte bei FAZ.NET.

          Welche Faszination Rammstein auf Fans in aller Welt ausübt, darüber hat der Schriftsteller Andreas Maier in dieser Woche in der F.A.Z. geschrieben. Die Band sei zwar „nicht so bekannt wie Chaplin, Hitler und Mickey Mouse“, bewege sich aber in diesem Rahmen. Das Erfolgsrezept der Gruppe, das weltweit ankommt: „Rammstein bedient einen Themenpark, der weitaus abgründiger ist als nur der deutsche Märchenwald. Es geht da auch um deutsche Maschinengewalt, Industrie-Rhythmus, preußische Disziplin und Marschiererei.“ Und nicht nur das – der Autor zieht sogar Parallelen zur Kanzlerschaft von Angela Merkel: Beide arbeiteten sich „pädagogisch an diesem Land ab“. Das F+Stück mit dem Titel „Der deutsche Klang der Merkel-Jahre“ zählt zu den beliebtesten der Woche.  

          Einer, der in Merkels Partei noch etwas werden will, ist Philipp Amthor. Der jüngste CDU-Abgeordnete im Bundestag ist für viele Kult, die „Philipp-Amthor-Ultras“ huldigen ihm – na klar, ironisch – im Internet. Meine Kollegin Livia Gerster wollte das politische Nachwuchstalent besser kennenlernen: „Wegen dieser liebenswürdigen Exotik. Ich meine, welcher Mittzwanziger kann so possierlich Altherrensprüche klopfen wie Amthor?“ Jedoch, beim Treffen zu zweit, im Café des Reichstags, fremdelt sie: „Wieso fangen alle Feuer außer mir? Warum fühle ich nicht für Amthor, was andere fühlen?“

          Zum Schluss noch etwas Nutzwert: Wer ein Dienst-Fahrrad leasen möchte, muss seit diesem Jahr weniger als geldwerten Vorteil versteuern. Kein Wunder, dass es hierzulande schon 250.000 Diensträder gibt. Aber lohnt sich das Modell? Oder sollte man das Rad besser im Laden kaufen? Mein Kollege Dyrk Scherff schreibt darüber, warum das Leasing für viele Arbeitnehmer so verlockend ist: „Es schnürt ein Wohlfühlpaket für den Nutzer, er muss sich um nichts kümmern. Die Wartung und Reparatur werden von der Leasinggesellschaft bezahlt, und eine Versicherung schützt vor Diebstahl.“ Allerdings spielen der Preis des Rades und das Gehalt eine wichtige Rolle bei der Rechnung. Ob sich ein Dienstrad für Sie rechnen würde – womöglich ja ein schickes neues E-Bike – lesen Sie in diesem F+Stück.

          Nächste Woche schreibt Ihnen an dieser Stelle wieder unser Online-Chefredakteur Carsten Knop. Übrigens: Eine Übersicht der beliebtesten F+Beiträge finden Sie auf dieser Seite. Und falls Sie unseren F+Newsletter noch nicht abonniert haben, können Sie das hier tun. Damit erhalten Sie jede Woche eine Übersicht der beliebtesten exklusiven Artikel.

          Viele Grüße

          Ihr Felix Hooß
          Audience Manager
          Frankfurter Allgemeine Zeitung

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