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Das Beste lesen mit F+ : Merkels Ansage und Grabenkämpfe der Identitätspolitik

„Das Ringen ist abgeschlossen“: Kanzlerin Angela Merkel im F.A.Z.-Gespräch Bild: Daniel Pilar

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          Liebe Leserin, lieber Leser, Interviews sind nicht unbedingt ein Selbstläufer. Sie können so dahinplätschern. Und ob sie eine echte Nachricht produzieren, weiß man vorher auch nicht so genau. Das Gespräch, das Berthold Kohler und Eckart Lohse mit Bundeskanzlerin Angela Merkel geführt haben, hat die journalistischen Hoffnungen, die man an einen solchen Termin haben kann, jedoch vollauf erfüllt: Sie spricht über die Gefahren einer dritten Corona-Welle, die Verzögerungen beim Impfen und Testen, die „demokratische Zumutung“ – und über ihren letzten Ringkampf mit sich selbst. Vielleicht das Wichtigste für die kommenden Wochen: „Es ist richtig, jetzt zu klären, wie wir öffnen, wenn die Voraussetzungen dafür bestehen“, sagt Merkel. Das ist eine Ansage für einen neuen Stufenplan. So wird es kommen. In der nächsten Woche steht wieder ein Treffen mit den Ministerpräsidenten an, und die sind längst unruhig geworden.

          Debatten über Rassismus, Postkolonialismus und Gender werden heftiger und aggressiver. Identitätspolitik darf aber nicht zum Grabenkampf werden, der den Gemeinsinn zerstört. Ein Gastbeitrag des ehemaligen Bundestagspräsidenten Wolfgang Thierse zu diesem Thema hat in dieser Woche ebenfalls viele Leserinnern und Leser interessiert: „Wurde Zugehörigkeit früher über Konfession und später über Ideologie signalisiert, so hat diese Funktion heute der Begriff Identität übernommen. Das ruft zugleich in Erinnerung, dass ‚Konfession‘ und ‚Ideologie‘ in der Vergangenheit immer wieder zu heftigen, gar blutigen Konflikten geführt haben. Sollte sich Geschichte unter anderem Leitbegriff etwa wiederholen?“, fragt Thierse. Linke Identitätspolitik sei in der Gefahr, die notwendigen Durchsetzungs- und Verständigungsprozesse zu verkürzen und zu verengen. Aber es werde nicht ohne die Mühsal von Diskussionen gehen. Diese zu verweigern, das sei genau das, was als Cancel Culture sich zu verbreiten beginne.

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          Viele Grüße aus der Redaktion, wenn Sie Fragen oder Anregungen zu F+ haben, schreiben Sie mir gerne an c.knop@faz.de

          Ihr Carsten Knop
          Herausgeber
          Frankfurter Allgemeine Zeitung

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