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Das Beste lesen mit F+ : Knappes Bauholz und die besten Aktien

Frankfurter Impfzentrum in der Messehalle: Siegt hier die Dreistigkeit? Bild: dpa

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          Liebe Leserin, lieber Leser, das ist eine Nachricht von der Sorte „nicht gewusst, nie darüber nachgedacht“ – aber die Auswirkungen sind dennoch erheblich: Die Lieferzeiten für Bauholz haben sich seit Jahresanfang auf bis zu 30 Wochen verlängert. Die Preise sind in dieser Zeit um weitere 30 Prozent gestiegen. Dass in einem waldreichen Land wie Deutschland das Bauholz knapp werden könnte, hatten nur wenige auf dem Zettel. Umso größer ist jetzt die Hektik, manche sprechen schon von Panik. Die Nachfrage wird nicht nur vom heimischen Bauboom getrieben und dem in der Corona-Krise stark gestiegenen Bedarf nach Terrassenholz und Gartenhäusern. „Schuld“ an der Misere sind andere: Amerika und China. Die Amerikaner haben nach Informationen aus der Branche bis zum Dreifachen des deutschen Holzpreises gezahlt, allein deshalb sei der Export von Schnittholz dorthin schon 2020 um mehr als 40 Prozent gestiegen. Dazu kommt: Nicht nur Holz, auch Baustahl und selbst Dämmmaterial werden nach Angaben des Verbandes immer knapper. Zwei Drittel aller Unternehmen klagten über zunehmende Lieferprobleme, heißt es von der Landesvereinigung Bauwirtschaft Baden-Württemberg. Dadurch komme es immer öfter zu Bauverzögerungen. Bernd Freytag aus unserer Wirtschaftsredaktion hat sich genauer angeschaut, was das auf dem Bau und für Bauherren sonst noch bedeutet.

          Carsten Knop
          (Kno.), Herausgeber

          Wer am Abend nur lange genug vor einem Impfzentrum herumlungert, wird vielleicht geimpft, weil Impfstoff übrig ist – oder? Katrin Hummel hat sich in Frankfurt umgeschaut und festgestellt, dass diese Behauptung ein Märchen ist. Irgendwann hat Hummel auf Ihrer Recherche nach einigen Fehlschlägen tatsächlich einen Security-Mitarbeiter gefunden, der auf ihre Frage, ob sich viele Leute eine Impfung erschleichen, auch einmal geantwortet hat. Alle anderen hatten sie vorher brüsk weggeschickt. Der freundliche Ordner aber sagt: „In den zwei Monaten, die ich hier stehe, vielleicht ein bis zwei Leute.“ So ist es wohl auch tatsächlich: Offiziell wird vehement bestritten, dass an Ort und Stelle Impfdosen übrig bleiben. Und selbst, falls das nicht gestimmt haben sollte, die Menschen glauben es. Von Impfschleichern gibt es keine Spur. Ob sie im Zweifel aber doch Erfolg haben könnten? Nach der Lektüre der Reportage ist die Antwort klar – nein.

          „Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Gegenwart nicht verstehen und die Zukunft nicht gestalten.“ An die Börse hat Helmut Kohl sicher nicht gedacht, als er 1995 diesen Satz im Bundestag sprach. Aber auch an den Aktienmärkten lohnt manchmal ein Blick zurück, um zu verstehen, was gerade passiert und bald passieren könnte. Dyrk Scherff, Redakteur im Ressort „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, hat es getan, und zwar mit Blick auf die vergangene Dekade. Schaut man sich die wichtigsten drei Aktienindizes an – Dax, Tec-Dax und den Nebenwerte-Index M-Dax –, sind die besten Titel allesamt Technologiewerte.

          Ganz oben mit unvorstellbaren 5800 Prozent Zuwachs steht die Aktie von Sartorius, einem Hersteller von Industriewaagen und Labortechnik für die Biotech-, Pharma- und Nahrungsmittelindustrie. Er profitiert von der Pandemie, der Kurs verdoppelte sich. Auch wer sich die Besten im Dax ansieht – Adidas, Infineon und Merck –, findet dort keine Unternehmen der hochgelobten deutschen Exportindustrie. Keine Anlagenbauer, keine Autowerte, keine Chemieunternehmen. Das zeigt: Der deutsche Aktienmarkt hat sich völlig verwandelt, er wird nicht mehr von den einstigen Aushängeschildern der deutschen Wirtschaft getragen. Die Frage ist nun, welche Strategie soll man daraus ableiten?

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          Herausgeber
          Frankfurter Allgemeine Zeitung

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