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Begehrtes Wohnviertel : Warum alle Welt im Frankfurter Nordend leben will

Begehrte Bleiben: Gründerzeithäuser wie diese an der Günthersburgallee gibt es im Viertel viele. Bild: Helmut Fricke

Das beliebteste Viertel Frankfurts? Wohl kaum jemand wird widersprechen, wenn man darauf mit dem Nordend antwortet. Selbst Gentrifizierung bremst die Begeisterung nicht. Unterwegs an einem Sehnsuchtsort voller Klischees.

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          Will man Jörg Harraschain treffen, dann kann man es an der Ecke von Oeder Weg und Bornwiesenweg versuchen, auf dem Gehsteig vor der Goethe-Apotheke. Dort stehen ein paar Bottiche und Töpfe mit wild wuchernden Pflanzen, zwei Gießkannen und zwei weiße Plastikstühle. Und dort sitzt Harraschain häufig im Schatten, darauf wartend, dass jemand vorbeikommt, mit dem er einen Schwatz halten kann.

          Alexander Jürgs
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Harraschain selbst hat dafür gesorgt, dass die Blumenkübel vor der Apotheke Platz gefunden haben. Und er hat organisiert, dass jeder, der möchte, bei einer Brauerei ein paar Häuser weiter Wasser zapfen darf, um die Pflanzen zu gießen. Menschen zusammenbringen, sie mit­ein­ander ins Gespräch kommen lassen, dafür brennt der Neunundsiebzigjährige schon jahrzehntelang.

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