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Trockenheit am Mittelrhein : Als hätte es Steine in den Fluss geregnet

  • -Aktualisiert am

Neue Wege: Der Wasserstand des Rheins ist so niedrig, dass Touristen zum Bingener Mäuseturm laufen können. Bild: Maximilian von Lachner

Aus dem Mittelrhein ragen fußballfeldgroße Inseln. Der Wasserstand ist teilweise so niedrig, dass man den Fluss durchwaten kann. Manche Fähren stellen den Betrieb ein – und Anwohner trauen ihren Augen kaum.

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          Ulrike Schäfer steht mit einer Freundin am Rheinufer und macht ein Foto. Kein Selfie, das, was sich vor ihr er­streckt, ist interessanter. Ei­gentlich kennt sie die Stelle hier in Bingen nur zu gut. Links von ihr mündet die Nahe in den Rhein, sie wohnt an dem kleinen Nebenfluss. Aber so wie jetzt hat sie die Flüsse selten erlebt. „Das Bild zeige ich meiner Familie. Die kommen gern hierher und werden verwundert sein“, sagt sie. Mit ihren Enkeln verbringt die 66 Jahre alte Frau hier oft Zeit. „Wir genießen den Wind und die Sonne und das Wasser – wenn es denn da ist.“ Ihre Freundin unterbricht sie: „Es ist erschreckend.“

          Kim Maurus
          Volontärin.

          Die Luft in Bingen an diesem Nachmittag ist drückend heiß, das Thermometer zeigt 32,5 Grad. Richtig geregnet hat es hier in Rheinhessen seit Wochen nicht mehr. Die Flusspromenade bietet einen Post­kartenblick auf die Rüdesheimer Weinberge auf der anderen Seite des Rheins. Aber richtig schön sieht das Panorama nicht aus. „Es ist ziemlich braun“, sagt Schäfer. „Normalerweise, wenn wir hier im Sommer sitzen, sind das grüne Hänge.“

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