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Das Beste lesen mit F+ : Drastische Einschnitte und neue Hoffnungsträger

Liefert die Fakten: Hendrik Streeck, Direktor am Institut für Virologie im Universitätsklinikum Bonn Bild: dpa

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          vor einigen Tagen erreichte mich eine Frage unseres Vermieters in Cuxhaven, bei dem wir normalerweise häufig die Osterfeiertage verbringen, zu einem unserer Texte. Es ging um das Gespräch, das Reiner Burger, unser politischer Korrespondent für Nordrhein-Westfalen, mit dem Virologen Hendrik Streeck geführt hat. Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat Streeck und sein zwanzigköpfiges Team damit beauftragt, im besonders stark und früh von Corona betroffenen Landkreis Heinsberg eine Studie zu erstellen. Dabei ist Spannendes herausgekommen, auch für einen Vermieter von Hotelzimmern und Ferienwohnungen in Cuxhaven. Denn die stehen, wie überall im Land, derzeit leer. Und die Frage, wie lange die im Moment gültigen harten Kontaktbeschränkungen notwendig sind, treibt viele um. Streecks These ist es, dass es zwar weiterhin wichtig bleibe, Abstand zu halten: „Aber es ist bisher zumindest keine Infektion nachgewiesen worden, die beim Einkaufen oder beim Busfahren stattgefunden hat … Wir brauchen nicht auf Dauer extreme Beschränkungen. Persönlich halte ich die Einschnitte, die wir jetzt haben, für sehr drastisch. Es ist immer schlimm, wenn Menschen sterben. Aber die Frage ist, ob man mit den Maßnahmen andere Existenzen gefährdet und dadurch auch Leben aufs Spiel setzt.“ Kein Wunder, dass so etwas nicht nur an der Nordseeküste auf Interesse stößt.

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          Und dann ist da die Suche nach Behandlungsmethoden, um die teils schweren und in zu vielen Fällen tödlichen Krankheitsverläufe besser in den Griff zu bekommen. Die Kollegen Michael Ashelm, Christoph Hein und Klaus Max Smolka aus unserer Wirtschaftsredaktion haben recherchiert, dass das Grippemittel Avigan aus Japan Patienten retten könnte. Deutschland deckt sich deshalb mit Millionen Tablettenpackungen ein. Und die Bundeswehr soll beim Verteilen helfen. Es geht um die Behandlung schwerwiegender Verläufe mit Covid-19 infizierter Patienten. „Die beschafften Arzneimittel werden über Apotheken von Universitätskliniken sowie Apotheken der Behandlungszentren für die stationäre Versorgung betroffener Patientinnen und Patienten verteilt“, teilte den Kollegen ein Sprecher des Gesundheitsministeriums mit. Der Virologe Christian Drosten von der Berliner Charité, ein enger Berater der Bundesregierung, nannte den Wirkstoff in Avigan „vielversprechend“. Hier erfahren Sie alles über diese Behandlungsmethode und einige andere Hoffnungsträger aus dem Pharmaregal. Wichtig bleibt hier wie stets der Hinweis auf Risiken und Nebenwirkungen und auf die vielen offenen Fragen, die noch zu klären sind. Denn wie gut was im Kampf gegen das noch immer sehr unbekannte Coronavirus hilft, weiß man nach wie vor nicht genau genug. Normalerweise sind Studien in der Pharmabranche das A und O, jetzt fehlt es an Zeit.

          Sicher ist etwas anderes, und hier geht es nun um ganz praktische Lebenshilfe. Denn viele Menschen in Deutschland glauben, sie müssten wegen des jüngst beschlossenen Corona-Hilfen-Gesetzes ihre Miete nicht zahlen. Das aber ist nun mal ganz sicher ein Fehler – und kann teuer werden, wie Julia Löhr und Christoph Schäfer recherchiert haben. Denn die Pflicht zur Zahlung bleibt bestehen. Darauf weist auch der Immobilienverband Deutschland (IVD) ausdrücklich hin: „Der Gesetzgeber hat lediglich das Kündigungsrecht der Vermieter eingeschränkt. Die Wohnungsmieter erhalten durch die gesetzliche Neuregelung aber kein gesondertes Minderungs-, Stundungs- oder Leistungsverweigerungsrecht.“ Das heißt: Überweist ein Mieter vom 1. April bis zum 30. Juni wegen der Virus-Krise kein oder weniger Geld als vertraglich festgelegt, darf ihm zwar nicht gekündigt werden. Doch was zunächst wie eine Einladung klingt, die Miete vorerst einfach nicht weiter zu zahlen, hat seine Tücken. Und wie diese Tücken genau aussehen, erfahren Sie hier. Ganz grob vorab gesagt: Hier werden keine Geschenke verteilt und eventuell Zinsen fällig.

          Viele herzliche Grüße aus Frankfurt, bleiben Sie gesund, erfreuen Sie sich bei gutem Wochenendwetter gerne auch einzeln an der frischen Luft an unseren F+Texten, die Sie gesammelt auf dieser Übersichtsseite finden. Und schreiben Sie mir mit Fragen oder Anregungen zu Ihrem Zugang zu F+ FAZ.NET komplett an c.knop@faz.de,

          Ihr Carsten Knop
          Herausgeber
          Frankfurter Allgemeine Zeitung

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