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Das Beste lesen mit F+ : Grüner Pazifismus und ein Portfolio für die Zinswende

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann am 9. Mai beim Besuch einer Kaserne in Stetten Bild: dpa

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          Winfried Kretschmann (Die Grünen), der Ministerpräsident von Baden-Württemberg, hat meinen Kollegen Livia Gerster und Rüdiger Soldt ein bemerkenswertes Interview gegeben. Darin spricht er über die „verlogene Seite des Pazifismus“ bei den Grünen, die Forderung nach Waffen für die Ukraine und er verteidigt Angela Merkels Russlandpolitik. „Pazifismus hat mich nie überzeugt, obwohl man natürlich als Christ im Herzen ein Pazifist ist. Man braucht nur die Passionsgeschichte zu lesen. Als ein Knecht des Hohepriesters Jesus gefangen nehmen will, schlägt ihm ein Jünger das Ohr ab. Jesus aber heilt das Ohr und erklärt: ‚Mein Reich ist nicht von dieser Welt!‘ Unsere Situation ist aber eine andere: Wir sind von dieser Welt“, sagt Kretschmann. Deshalb habe er mit Waffenlieferungen an die Ukraine kein moralisches Problem.

          Carsten Knop
          Herausgeber.

          Mit Hurra in den Krieg zu ziehen sei für einen Christen undenkbar. „Aber die Ukraine ist überfallen worden, – hier geht es um Selbstverteidigung. Dabei müssen wir ihr helfen. Für meine Partei ist das eine schwierige Lage, weil sie starke Wurzeln in der Friedensbewegung hat. Das trifft auf mich jetzt nicht zu. Ich darf daran erinnern, dass Uschi Eid und ich die einzigen prominenten Grünen waren, die gegen die Abschaffung der Wehrpflicht waren.“ Und dann noch diese Frage: „Als Robert Habeck im vergangenen Sommer Waffen für die Ukraine forderte – was dachten Sie da?“ „Ich dachte, er hat völlig recht.“ „Aber gesagt haben Sie es nicht.“ „Nein, und dieses Schweigen kann ich mir nicht verzeihen.“ Hier finden Sie das vollständige Interview, in dem man auch darüber staunen darf, dass das Freihandelsabkommen mit Kanada in einer Welt wie dieser immer noch nicht steht.

          Es gibt Begriffe im Sport, die schon beim Hören oder Lesen ein bestimmtes Gefühl auslösen. Meist sind es Ortsbezeichnungen, die als Synonym für Außergewöhnliches stehen: „Wimbledon“ ist so ein Ort-Wort. Oder „Wembley“. Stadtteile von London als Sehnsuchtsziele für Tennis- oder Fußballspieler. „Marathon“ aber elektrisiert Läufer oder solche, die es werden wollen. Falls Sie sich auf das Abenteuer einlassen, den „Everest des kleinen Mannes“ zu bewältigen, stellt sich die Frage: „Wie bereite ich mich darauf vor?“ Achim Dreis aus unserer Sportredaktion hat Antworten zusammengetragen. „Wann ist der Termin?“, sollte die erste Frage sein, die ein potentieller Marathoni beantworten muss – und sich dann von diesem Zeitpunkt ein halbes Jahr rückwärts Zeit freischaufeln. Das heißt, wer beim Frankfurt-Marathon am 30. Oktober 2022 starten möchte, sollte jetzt – Anfang Mai – mit seinem Vorbereitungstraining beginnen. Zu 80 Prozent läuft eine Vorbereitung übrigens nicht wunschgemäß. Die Antwort darauf ist Gelassenheit.

          Wissen war nie wertvoller

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          Es gibt Ereignisse in der Welt der Notenbanken, die unspektakulär daherkommen, aber in Wahrheit spektakulär sind. Der vorvergangene Mittwoch war ein solcher Tag. Da gab die amerikanische Notenbank Fed zunächst bekannt, dass sie den US-Leitzins um 0,5 Prozentpunkte auf die Bandbreite zwischen 0,75 und 1,0 Prozent anhebe. Danach trat Fed-Chef Jerome Powell vor die Presse und verkündete auf seine nüchterne Art, dass die Notenbank schnell handeln werde, um die Inflation in den Griff zu bekommen und Preisstabilität wiederherzustellen. Letzteres ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit für Notenbanker – und auch eine Zinserhöhung um 0,5 Prozentpunkte klingt eher mickrig. Wer sich nicht tagein, tagaus mit Geldpolitik beschäftigt, mag sich darum wundern, dass viele Kommentatoren vor allem ein Adjektiv wählten, um das Geschehen in Amerika zu beschreiben: Es sei „historisch“. Dennis Kremer, Redakteur im Ressort „Wert“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, erklärt, warum die Wortwahl gerechtfertigt ist, was das für die Europäische Zentralbank und ihre Zinspolitik bedeutet, vor allem aber, wie Sie sich als Anleger auf die Entwicklung einstellen können: Wie sieht in Zeiten der Zinswende ein ideales ETF-Portfolio aus? Wir hoffen: Das ist in jeder Hinsicht geldwerte Lektüre.

          Vielen Dank für Ihr Interesse an F+, wenn Sie Fragen zum Zugang zu FAZ.NET komplett haben, schreiben Sie mir gerne: c.knop@faz.de

          Ihr Carsten Knop

          Herausgeber
          Frankfurter Allgemeine Zeitung

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