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Das Beste lesen mit F+ : Besser erziehen und mehr Rente bekommen

Zwei Maya-Kinder in traditioneller Tracht lassen in Comalapa Drachen steigen. Bild: picture alliance / blickwinkel/S. Rocker

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          Liebe Leserin, lieber Leser, die Amerikanerin Michaeleen Doucleff hat mit ihrer kleinen Tochter indigene Völker wie die Mayas und Inuit besucht und sich angeschaut, wie die Familien dort leben. Ihr Fazit: Wir können alle von ihnen lernen. Die Kinder dort sind nämlich sehr entspannt und hilfsbereit. „Ich konnte es kaum glauben, wie viel sie im Haushalt helfen. Die Kinder der Mayas etwa waschen, spülen und kochen ganz selbstverständlich mit, ohne dass es darüber Diskussionen gibt“, sagte Doucleff im Gespräch mit unserer Kollegin Anke Schipp. „Sie ermuntern die Kinder schon sehr früh, bei allem, was sie im Haushalt tun, mitzumachen. Dabei fällt auf, dass sie niemals schimpfen, wenn mal etwas nicht gelingt. Sie bleiben selbst unglaublich entspannt.“ Die Kinder lernten dadurch, auf ihre Umgebung zu achten und zu erkennen, wenn etwas getan werden muss. In Mexiko gebe es sogar einen Namen dafür: „acomedido“. Das bedeutet, hilfsbereit und aufmerksam zu sein. „In meinen Augen sind die Kinder dieser Völker mental sehr viel gesünder. Sie haben eine tiefe Verbindung zur Familie, zur Natur, zu den Tieren und ihrer Erde.“

          Carsten Knop
          Herausgeber.

          Bleiben wir bei Philosophischem. Der Philosoph Richard David Precht, der sich gerne als sensiblen Denker präsentiert, mag keine Männer, die in seinen Augen zu sensibel sind, nicht wirklich männlich, zu weich – dann fehlt ihnen etwas Grundlegendes. Sie sind für ihn wie „alkoholfreies Bier“. Wenn schon Bier, dann doch bitte richtiges. Julia Encke hat sich einen seiner letzten Auftritte angesehen. Dabei ging es auch viel um die streng individuelle Freiheit, die angeblich eingeschränkt, beschnitten oder bedroht ist. Dass die individuelle Freiheit auch da enden kann, wo sie die Freiheit anderer gefährdet, scheint nicht zu interessieren. Da der Begriff des Individuums aber nur Sinn ergibt, wenn er sich auf eine Gemeinschaft bezieht, hat sich der Verfassungsrechtler Christoph Möllers in seinem Buch „Freiheitsgrade“ vor allem für den Begriff der kollektiven Freiheit starkgemacht. Möllers gehört zu denen, die in der gegenwärtigen Situation der ungehemmt ansteigenden Inzidenzen eine Impfpflicht unter bestimmten Voraussetzungen für zulässig halten, auch wenn sie einen Eingriff auf das verfassungsmäßig garantierte Grundrecht in die körperliche Unversehrtheit darstellt. Zu diesen Voraussetzungen gehöre, dass der Staat darlegt, dass es keine andere Möglichkeit gebe, die Pandemie effektiv zu bekämpfen. Sie ahnen es schon, in dem Stück geht es hoch her.

          Jetzt noch ein geldwerter Hinweis: 2022 birgt viel Potential für die eigene Rente. Pflichtversicherte können Ausgleichszahlungen an die gesetzliche Rentenversicherung überweisen. So senken sie Abschläge, wenn sie früher in den Ruhestand gehen wollen. In den vergangenen Jahren haben immer mehr Bürger diese Möglichkeit genutzt. Ein Grund für diese Entwicklung sind unter anderem die niedrigen Zinsen. Dadurch sind Einzahlungen in die gesetzliche Rentenversicherung vergleichsweise attraktiv. „Für Sonderzahlungen gilt aktuell die Regel: Gesetzliche Rente schlägt Betriebsrente und Privatrente“, sagt Finanzmathematiker Werner Siepe.

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          Die Möglichkeit der Ausgleichszahlungen steht prinzipiell jedem Pflichtversicherten ab seinem 50. Lebensjahr offen. So lassen sich Rentenkürzungen kompensieren – sofern jemand nicht bis zu dem vom Gesetzgeber vorgesehenen Alter arbeiten möchte. Alternativ lässt sich auf diesem Weg auch einfach die Rente erhöhen, falls jemand dann doch länger arbeitet. Zahl und Summe der Ausgleichszahlungen dürften im kommenden Jahr deutlich steigen. Denn 2022 sind Extrazahlungen an die Rentenversicherung besonders günstig. „Wer vor der einfachen Entscheidung steht, steuerlich optimierte Ausgleichszahlungen entweder ausschließlich für 2021 oder für 2022 vornehmen zu können, der sollte die Zahlung natürlich auf das kommende Jahr verschieben“, sagt der Karlsruher Rentenberater Markus Vogts. Denn der Einkaufspreis je Euro monatlichen Rentenanspruch sinkt von aktuell 225,99 Euro um rund 6,4 Prozent auf 211,63 Euro.

          Viele Grüße aus der Redaktion, bleiben Sie gesund,

          Ihr Carsten Knop
          Herausgeber
          Frankfurter Allgemeine Zeitung

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