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Das Beste lesen mit F+ : Warnung für die Zukunft und ein Mann mit Format

Wie geht es Zukunft weiter mit unseren Daten und unserer Liebe zur Technik? Bild: AFP

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          Liebe Leserinnen, liebe Leser,

          Carsten Knop

          Chefredakteur digitale Produkte.

          in dieser Woche habe ich einmal darüber nachgedacht, wie schnell die vergangenen 20 Jahre vorübergezogen sind, was sich in dieser Zeit alles verändert hat – und welche Lehren man daraus für die Zukunft ziehen könnte. Denn ich stand nach langer Zeit einmal wieder vor dem Hochhaus, in dem unsere Wohnung war, als die Frankfurter Allgemeine Zeitung so nett war, mich als Korrespondent nach New York zu schicken. Das war 1999; das Internet war in aller Munde, an der Börse stiegen die Aktienkurse in astronomische Höhen. Das sollte nicht immer so weitergehen. Aber Unternehmen wie Facebook gab es zu dem Zeitpunkt noch gar nicht. Von Google hatte man anderthalb Jahre nach seiner Gründung auch nur wenig gehört. Apple versuchte unter Steve Jobs nach einer für das Unternehmen lebensbedrohlichen Krise wieder auf die Beine zu kommen – und bei Amazon bestellte man ein Buch, um mal auszuprobieren, wie das so klappt.

          Zwanzig Jahre später sieht das Haus von damals beinahe unverändert aus. Aber Facebook oder Google müssen sich fragen lassen, ob sie mächtiger als Staaten geworden sind, ob unsere Daten in ihren riesigen Silos gut aufgehoben sind – und Europa steht vor der Frage, wie denn die eigene Antwort auf die amerikanische (oder inzwischen auch chinesische) Datendominanz aussehen könnte. Dazu hat sich der deutsche IT-Unternehmer Peter Ganten einige überraschende Gedanken gemacht, die Sie, liebe F+-Freunde, in der vergangenen Woche mit besonderem Interesse gelesen haben.

          Ganten erkennt Parallelen zwischen der chinesischen und der amerikanischen Datensammelwut: Der Mensch werde in beiden Fällen nämlich nicht mehr als eigenständiges, souveränes Subjekt mit freiem Willen angesehen. Nicht als Subjekt, das auf Basis eigenständiger Entscheidungen aktiv handelnd Einfluss auf die Welt ausübe. So wie die mittelalterlichen Herrscher den Menschen als das Objekt von Kirche und Staat gesehen hätten, so sähen die chinesischen genauso wie die amerikanischen Digitalisierer den Menschen jetzt als das Objekt ihrer Technik, von ihren Daten und Algorithmen. Der Mensch sei das, was von der Technologie vermessen, vorhergesagt und optimiert werde. Der Unterschied: Das Durchleuchten der Menschen gelinge heute weit besser als im Mittelalter. Möchten Sie mehr dazu wissen? Den vollständigen Text finden Sie hier.

          Vor etwas mehr als zwanzig Jahren – also kurz vor meinem Umzug in die Vereinigten Staaten – hatten sich auch die Unternehmen Daimler und Chrysler zu einem deutsch-amerikanischen Autokonzern vereinigt. Das Unterfangen stand von Anfang an unter keinem guten Stern – schon der Besuch der ersten Pressekonferenz zu jener Zeit in New York hätte eine Warnung sein müssen. Selten habe ich als Journalist eine größere Nervosität im Raum verspürt – auch deshalb ist die Erinnerung daran bis heute präsent. Vom Jahr 2000 an musste sich um das Geschäft dieses Unternehmens in den Vereinigten Staaten dann ein gewisser Dieter Zetsche kümmern, was dieser angesichts des Ausmaßes dieses Himmelfahrtskommandos passabel erledigt hat. Der Lohn dafür war später der Vorstandsvorsitz des gesamten Konzern. Und für Zetsche ist nun, fast zwei Jahrzehnte nach der Jahrtausendwende ebenfalls Schluss: Soeben hat er am Konzernsitz in Stuttgart über das zurückliegende Jahr berichtet. „Zetsche geht zu einem Zeitpunkt, wo es gar nicht mehr bedeutend erscheint, wer ein paar Autos mehr verkauft“, schreibt unsere Stuttgarter Wirtschaftskorrespondentin Susanne Preuß dazu. Und wer sich über diese Aussage wundert, sollte ihren Artikel lesen. Die Antwort hat mit dem zu tun, was in den nächsten zwanzig Jahren auf uns zukommt.

          Danke, dass wir Sie auf dem Weg in diese Zukunft mit F+ begleiten dürfen. In unserer Linkliste finden Sie noch weitere Texte, die in Ihrem Kreis in der vergangenen Woche besonders beliebt waren. Vielleicht ist ja auch für Sie selbst noch die eine oder andere Anregung dabei. Wenn Sie eine solche rund um Ihren F+Zugang zu FAZ.NET komplett auch für mich haben, schreiben Sie mir gerne unter c.knop@faz.de

          Mit freundlichen Grüßen,

          Ihr Carsten Knop
          Chefredakteur digitale Produkte

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