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Das Beste lesen mit F+ : Teure Wohnungen und Frauen jenseits der 40

Eine eigene Wohnung kaufen: Lohnt es sich noch? Bild: Ullstein

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          Liebe Leserin, lieber Lesern, viele von Ihnen sind in dieser Woche Teil der F+Familie geworden, weil Sie einer unserer Texte über das Video des Youtubers Rezo angezogen hat. Das freut uns sehr, aber noch mehr hoffen wir natürlich, dass Sie in den kommenden Tagen und Wochen die gesamte Breite unseres F+Angebots für FAZ.NET komplett entdecken werden. Dieser Newsletter soll Ihnen dabei helfen, das Beste aus unserem Angebot herauszuholen – und besonders interessante Texte nicht zu übersehen.

          Carsten Knop

          Chefredakteur digitale Produkte.

          Jenseits von Rezo haben sich besonders viele F+Leser in der zu Ende gehenden Woche – gemeinsam mit unserem Wirtschaftsredakteur Christian Siedenbiedel – mit der Frage beschäftigt, ob die günstigste Zeit für den Wohnungskauf inzwischen vorbei sein könnte. Denn wer im Augenblick erwägt, eine Wohnung oder ein Haus zu kaufen, muss zwei gegenteilige Entwicklungen betrachten. Auf der einen Seite sind die Zinsen historisch niedrig. Einen Kredit mit zehn Jahren Zinsbindung bekommen Verbraucher beispielsweise bei der Hypovereinsbank schon für 0,78 Prozent, bei der Degussa Bank für 0,8 Prozent oder bei der 1822 direkt für 0,82 Prozent im Jahr. Auf der anderen Seite sind die Immobilienpreise in den vergangenen zehn Jahren kräftig gestiegen – Wohnungen gerade in den Städten sind schon ziemlich teuer.

          Siedenbiedel hat sich einen historischen Vergleich des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln angeschaut. Und die Forscher haben herausgearbeitet, was für Wohnungskäufer schwerer wiegt, die günstigen Zinsen oder der Anstieg der Kaufpreise. Daraus haben die Wissenschaftler die „Erschwinglichkeit“ von Wohnungen abgeleitet. Die Ergebnisse sind bemerkenswert. Über viele Jahre hinweg war es offenbar so, dass das Sinken der Zinsen für die Wohnungskäufer der entscheidende Faktor war. Allerdings ist inzwischen der Tiefpunkt wohl überschritten. Die Zinsen sind mittlerweile so niedrig, dass sie kaum mehr fallen, von kurzzeitigen Schwankungen abgesehen. Weitere Rückgänge der Hypothekenzinsen finden nur noch in Nachkommastellen statt, das aber spielt im Vergleich zum Anstieg der Immobilienpreise keine so große Rolle mehr. Der allergünstigste Zeitpunkt für einen Wohnungskauf scheint damit vorbei zu sein.

          Themenwechsel, abermals weit weg von Rezo & Co: Jenseits eines Alters von 40 Jahren verstehen Freundinnen, Männer, Kinder, Eltern oder auch Haustiere Frauen oft nicht mehr. Da muss was passiert sein – und unsere Autorin Anne Philippi hat versucht herauszufinden, was das sein könnte. Sie findet:  Die Sache mit der Krise stimmt. Die Tiefe der „U-Kurve“, die Glücksforscher bei vielen Menschen nach dem typischen Höhenflug der Jugend und der Zufriedenheit der späten Jahre für die Vierziger konstatieren, sorgt für eine frische Perspektive auf vieles. Im Job, zu Hause, in den Ehen werden Leben neu angeschaut. Die Lebensregeln aus den Dreißigern werden oft radikal entsorgt, sie stimmen nicht mehr. „Dann aber beginnen viele von uns, im Kopf Platz für neue Dinge freizuräumen, selbst wenn wir vielen alten Vorlieben weiter frönen.“ Sie ist aber auch überzeugt: „Am Ende aber werden wir die Frau, die wir wirklich sind.“ Hätte man lesen sollen, finde ich, auch als Mann, das Gute ist: Mit einem Klick hier ist das gar kein Problem.

          Gut, und jetzt nähern wir uns doch noch mal einem der Rezo-Themen, dem Klimawandel. Unter der Überschrift „Das Klima kippt, und die soziale Balance kippt mit“ analysieren Maja Göpel und Antje Boetius in diesem F+Text, woran genau es in dieser Hinsicht eigentlich hakt: Der derzeitige Pfad des Wirtschaftens führe uns jenseits von vier Grad Erwärmung und damit über Kipppunkte des Erdsystems, die der Mensch seit Beginn seiner Siedlungsgeschichte nicht erlebt habe. Aus ihrer Sicht gibt es drei Blockaden für eine gelungene Wende. Erstens: Die Preise entsprächen nicht den ökologischen Kosten. Zweitens sei die Gegenwart mit ihren oft unsichtbar gehaltenen Kollateralschäden eine Falle, aus der wir ausbrechen müssten. Das dritte Problem sei die fehlende Gemeinwohlorientierung: „Gesellschaftliche Umbruchphasen wie diese brauchen transparente Verständigung darüber, welche Kosten und Nutzen des Handelns wie Nicht-Handelns anfallen und wie sie gerecht verteilt werden können.“

          Göpel ist Politökonomin und Generalsekretärin des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen. Boetius ist Meeresforscherin und Direktorin des Alfred-Wegener-Instituts in Bremerhaven. Auch ihre Gedanken zu diesem wichtigen Thema sind in Ihrem F+Zugang zu FAZ.NET komplett inklusive.

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          Ihr Carsten Knop

          Chefredakteur Digitale Produkte
          Frankfurter Allgemeine Zeitung

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