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Das Beste lesen mit F+ : Reich mit wenig Geld und ein Proll auf großer Bühne

Wer sein Geld richtig anlegt, kann es auch mit ein paar Münzen zu vielen Scheinen bringen. Bild: dpa

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          2 Min.

          Liebe Leserin, lieber Leser,

          Carsten Knop

          Chefredakteur digitale Produkte.

          in einer Zeit, in der die Welt aus den Fugen geraten zu sein scheint, ist dieser Newsletter für die Fans unseres F+Zugangs zu FAZ.NET komplett ein Anker in den Alltag. Wenn es darum geht, die Themen zu betrachten, die Sie in der zu Ende gehenden Woche im Rahmen Ihres Abos am meisten interessiert haben, hat man es nicht mit Donald Trump, Boris Johnson oder Potentaten aus Arabien zu tun. Es ist alles viel erfreulicher. Denn es geht um die Themen, die das wahre Leben ausmachen: Wie man mit einer Sparrate von nur 25 Euro durchaus etwas auf die hohe Kante bekommen kann. Wie ein Paar sich um seine Altersvorsorge kümmern kann. Oder auch, wie es so ist, wenn man aus kleinsten Verhältnissen zum Millionär wird. Das gelingt zwar nicht jedem, aber es interessiert viele.

          Fangen wir mit ein wenig Heiratsberatung durch unseren Finanzfachmann Volker Looman und noch vorher mit einem Blick in die Gesetzeslage an:  Wenn Sie heiraten und keinen Ehevertrag schließen, entsteht von Amts wegen eine Zugewinngemeinschaft. Jeder Partner bringt sein Vermögen in die Ehe ein und bleibt auch Besitzer dieses Vermögens. Sollte die Ehe jedoch geschieden werden, dann wird der Zugewinn, den jeder Partner während der Ehe erzielt hat, vom Scheidungsrichter ausgeglichen. Angesichts der Tatsache, dass heute in Städten die Hälfte und auf dem Land ein Drittel aller Ehen in die Brüche geht, rät Looman dringend dazu, vor dem Gang zum Standesamt mal eben Inventur zu machen – und zudem zu einem Ehevertrag: „Ich weiß aus Erfahrung, dass dieser Vertrag bei jungen Frauen, die von der großen Liebe träumen, überhaupt nicht gut ankommt, und ich weiß aus Erfahrung, dass solche Verträge vielen Menschen, die sich aus den Augen verloren haben, das finanzielle Überleben erleichtern. Folglich kann ich Ihnen nur zurufen: Ehen ohne Vertrag sind wie Autofahrten ohne Sicherheitsgurt!“

          Sie merken schon, man muss die Meinung Loomans nicht teilen, aber lernen kann man trotzdem eine Menge. Noch zwei seiner Ratschläge gefällig? „Bitte legen Sie jeden Monat so viel Geld wie möglich auf die Seite, weil Sie in fünf Jahren, wenn es mit den Kindern geklappt haben wird, den Wunsch nach einem eigenen Dach über dem Kopf haben werden, und schließen Sie wechselseitige Risikolebensversicherungen ab. Sie werden das Geld, wenn einer von Ihnen stirbt, gut gebrauchen können!“

          Gut, und dann gibt es noch Menschen mit ganz anderen Perspektiven. Felix Lobrecht zum Beispiel, den „Millionär aus dem Getto“, den uns Bettina Weiguny vorstellt: Lobrecht spreche wie ein Proll aus Neukölln. Er laufe herum wie ein Proll aus Neukölln; mit strammem Bizeps, Gucci-Jacke, Goldkette, Rolex am Handgelenk. Allerdings hat er es rausgeschafft aus dem Getto seiner Jugend. Inzwischen hat er Neukölln-Gropiusstadt gegen Kreuzberg getauscht, dort logiert er in einer 170-Quadratmeter-Dachterrassen-Wohnung, wofür er 2000 Euro Miete zahlt. Die Proll-Vergangenheit wurde zum Geschäftsmodell. Haben Sie Lobrechts Namen schon einmal gehört? Er schreibt Bestseller, unterhält den meistgehörten deutschen Podcast und füllt als Comedian die großen Bühnen. Momentan kommt in seiner Art Showbusiness keiner an ihn ran. „Ich bin das Beste, was es derzeit in Deutschland an Comedy gibt“, sagt er selbst von sich und meint das kein bisschen ironisch. 100 Auftritte absolviert Lobrecht dieses Jahr, die Tournee ist bis ins Frühjahr 2020 restlos ausverkauft. Es sind auch solche Geschichten, die das Leben schreibt.

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          Viele Grüße,

          Ihr Carsten Knop
          Chefredakteur Digitale Produkte
          Frankfurter Allgemeine Zeitung

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