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Anthroposophie : Mit Globuli und mystischen Ideen gegen Krankheitserreger

Globuli kommen in der homöopathischen Medizin regelmäßig zum Einsatz. Bild: Wolfgang Eilmes

Entwicklungschance für Körper, Seele und Geist? Die Anthroposophie ist eine esoterische Glaubenslehre. Nach starker Kritik gehen ihre Anhänger gegen Andersdenkende vor.

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          Wer im Supermarkt zu Demeter-Milch oder in der Apotheke zu Euphrasia-Augentropfen greift oder zu einem anthroposophischen Arzt geht, wird in den seltensten Fällen wissen, welch okkulter Überbau sich dahinter verbirgt. Heute sind Anthroposophen bei ihren vielen Wirkungsbereichen mit Bezügen zu Rudolf Steiner, der die Glaubenslehre vor gut 100 Jahren begründet hat, oft zurückhaltend. Er hatte Interesse an Wissenschaft und moderner Medizin, doch beschäftigten auch esoterische Ideen zur Entwicklung von Himmelskörpern sowie angeblichen Verbindungen mit dem Pflanzenwachstum seine Phantasie.

          Hinnerk Feldwisch-Drentrup
          Redakteur im Ressort „Natur und Wissenschaft“.

          Demeter-Bauern hätten „auch gestaltende Kräfte des Kosmos“ im Blick, heißt es lediglich auf der Homepage des Demeter-Landwirtschaftsvereins – sie hätten die „Chance, sich fein wahrnehmend mit dem Betriebsorganismus zu verbinden“. Derartige Aussagen klingen nach einem ganzheitlichen Ansatz. Doch bis heute tragen Anthroposophen auch höchstpro­blematische Ideen Steiners in die Gegenwart, was etwa in der Medizin fatale Folgen haben kann. Kritik ist unerwünscht.

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