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CSU-Generalsekretär : „Mit Söder stünden wir besser da“

  • Aktualisiert am

Markus Blume und Markus Söder am 23. Juli 2021 in Gmund auf der Klausurtagung des CSU-Vorstands. Bild: dpa

Der Generalsekretär der CSU macht Armin Laschet für die schlechten Umfragewerte für die Union verantwortlich. Vorbereitungen für eine Kanzlerkandidatur Söders seien schon getroffen gewesen.

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          CSU-Generalsekretär Markus Blume sieht in der Entscheidung für Armin Laschet als Kanzlerkandidat die Ursache für die schlechten Umfragewerte der Union. „Natürlich stünden wir mit Markus Söder besser da“, sagte Blume am Donnerstag der Zeitschrift Spiegel. „Die ungebrochen hohen Zustimmungswerte für Markus Söder zeigen, welches Potential wir als Union eigentlich haben – das müssen wir jetzt gemeinsam in den verbleibenden zwei Wochen heben.“

          Laschet hatte sich im April bei der Kanzlerkandidatur unionsintern gegen Söder durchgesetzt. Inzwischen liegt die Union in den Umfragen hinter der SPD, der CSU droht in Bayern das schlechteste Wahlergebnis seit Jahrzehnten. Blume sagte, es gebe „bei Bundestagswahlen immer einen sehr starken Einfluss des Bundestrends“. „Davon können auch wir uns nicht freimachen.“

          Den Vorwurf, Söder habe mit seinen Sticheleien Laschet das Leben zusätzlich schwer gemacht, nannte Blume „eine Scheinargumentation“. Für den Fall einer Kanzlerkandidatur Söders hatte die CSU dem Bericht zufolge bereits entsprechende Plakate vorbereitet. „Bereit für Deutschland“ wäre der Slogan gewesen, sagte Blume.

          Laut „BayernTrend“ erreicht die CSU derzeit 28 Prozent der Stimmen, das sind acht Prozentpunkte weniger als in einer Infratest-Dimap-Umfrage Anfang Juli. Vor vier Jahren hatten die Christsozialen noch 38,8 Prozent der Stimmen in Bayern eingefahren.

          Die Allensbach-Erhebung im Auftrag der F.A.Z. sah die Union zuletzt bei 25 Prozent, die SPD bei 27 Prozent. Die Sozialdemokraten gewannen damit, im Vergleich zur vorherigen Umfrage, drei Prozentpunkte hinzu. Die Grünen gingen laut Allensbach von 17 auf nun 15,5 Prozent zurück. Zum ersten Mal seit Langem wieder unter zehn Prozent steht die FDP. Für die Liberalen ermittelte Allensbach 9,5 Prozent. Die AfD kommt auf elf Prozent, die Linkspartei auf sechs. Für die repräsentative Umfrage wurden in der Zeit zwischen dem 1. und 7. September insgesamt 1258 Personen befragt.

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