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Chronologie des Terrors : Frankreich kommt nicht zur Ruhe

  • Aktualisiert am

Die Place de la Republique in Paris im November, begraben unter einem Meer aus Blumen. Sie ist zum Symbol einer trauernden Nation geworden. Bild: dpa

Der Terror in Frankreich reißt nicht ab. Seit dem Attentat auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ im Januar 2015 kam es immer wieder zu Anschlägen. Eine Übersicht.

          2 Min.

          Ein Ende des Kriegs gegen den Terror im eigenen Land rückt in Frankreich in weite Ferne. Die Bilder von trauernden Franzosen und einem Meer aus Blumen an der Place de la Republique in Paris, die zum Symbol für die Opfer der Attentäter der vergangenen Monate geworden ist, gehen immer wieder um die Welt. Auch wenn die Menschen in Nizza, nachdem ein Lastwagen am Abend des Nationalfeiertages mindestens 84 Menschen tötete, noch in Schock sind, wird sich der Anschlag dennoch in eine traurige Tradition von Schmerz und Fassungslosigkeit einreihen, die seit dem Attentat auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ im Januar 2015 das Land in Atem hält.

          7. Januar 2015: Beim Attentat auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ sterben in Paris zwölf Menschen. Zu dem Anschlag bekennt sich ein Ableger der Terrororganisation Al Qaida. Ein dritter Täter erschießt eine Polizistin und nimmt in einem jüdischen Supermarkt Geiseln, von denen er vier erschießt, bevor er selbst von der Polizei getötet wird. Er hatte sich zuvor zur Terrormiliz IS bekannt.

          Ein Zeichen gegen Terror und für Meinungsfreiheit: Das Bild von François Hollande, Angela Merkel und anderen Staatschefs beim Trauermarsch nach dem Attentat auf die „Charlie Hebdo“- Redaktion ging im Januar 2015 um die Welt.

          19. April: Nach der Ermordung einer Frau in Villejuif bei Paris wird ein Student festgenommen. Der 24 Jahre alte Mann mit Kontakt nach Syrien soll mit einem Waffenarsenal aus Kalaschnikow-Sturmgewehren, Pistolen und Revolver Anschläge auf Kirchen geplant haben.

          26. Juni: Ein 35 Jahre alter Islamist wird überwältigt, als er in einem Industriegas-Werk in Saint-Quentin-Fallavier bei Lyon eine Explosion verursachen wollte. Er hatte zuvor seinen Arbeitgeber enthauptet und den Kopf mit zwei Islamistenflaggen auf den Fabrikzaun gesteckt.

          21. August: Ein 25 Jahre alter Islamist wird im Thalys-Schnellzug Brüssel-Paris bei einem Anschlagversuch mit einem Schnellfeuergewehr von Fahrgästen überwältigt. Zwei Zuginsassen werden verletzt.

          Helden im Kampf gegen den Terror: Ein Brite und drei Amerikaner konnten im August einen Anschlag im Schnellzug von Brüssel nach Paris verhindern, weil sie den Attentäter überrumpelten. Hollande zeichnete sie in Paris aus.

          13. November: Bei einer koordinierten Anschlagsserie in Paris töten IS-Extremisten 130 Menschen. In der Konzerthalle „Bataclan“ richten sie ein Massaker an, Bars und Restaurants werden beschossen, am Stade de France sprengen sich während des Fußball-Länderspiels Frankreich-Deutschland drei Selbstmordattentäter in die Luft.

          18. November: Bei einem Anti-Terror-Einsatz in Saint-Denis bei Paris nimmt die Polizei sieben mutmaßliche Komplizen der Attentäter fest. Drei weitere Verdächtige kommen ums Leben, wie sich später herausstellt.

          Der Frontmann der Band „Eagles of Death Metal“ trauert um die Opfer vom 13. November. Bei ihrem Konzert im Pariser Bataclan wurden damals 89 Menschen von Terroristen getötet.

          7. Januar 2016: Am Jahrestag der Anschläge auf „Charlie Hebdo“ schießen Polizisten vor einem Pariser Kommissariat einen Mann nieder. Er war mit einem Messer bewaffnet und trug die Attrappe einer Sprengstoffweste.

          24. März 2016: Ermittler nehmen einen 34 Jahre alten Franzosen fest und finden in einer von ihm angemieteten Wohnung im Pariser Vorort Argenteuil ein großes Waffenarsenal, unter anderem mit fünf Kalaschnikow-Sturmgewehren, einer Maschinenpistole und Sprengstoff. Nach Ansicht der Ermittler gehörte der Festgenommene zu einem Terrornetzwerk, das kurz vor einem schweren Anschlag stand.

          14. Juni 2016: Ein Mann ersticht in Magnanville im westlichen Umland von Paris einen Polizisten und verschanzt sich in dessen Haus, wo später auch die Lebensgefährtin des Opfers tot aufgefunden wird. Die Polizei stürmt das Gebäude und erschießt den Täter, der sich zuvor zum IS bekannt hatte. Vor dem Hintergrund der laufenden Fußball-EM hatten zahlreiche Behörden immer wieder vor der hohen Terrorgefahr in Frankreich gewarnt.

          14. Juli 2016: Bei einem Anschlag am französischen Nationalfeiertag sind in der Hafenstadt Nizza mindestens 80 Menschen getötet worden. Zahlreiche weitere wurden verletzt, als ein Lastwagen durch eine feiernde Menschenmenge raste.

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