https://www.faz.net/-gpc-9jxp5

Die von Ihnen angeforderte Seite kann leider nicht ausgeliefert werden. Das tut uns leid. Interessiert Sie eine andere Geschichte von der aktuellen FAZ.NET-Homepage?

Gefährliche Mission : Bundeswehr-Konvoi von malischer Armee beschossen

  • Aktualisiert am

Die Bundeswehr beteiligt sich seit 2013 an der UNO-Stabilisierungsmission Minusma in Nord-Mali. Bild: dpa

Ein Bundeswehr-Konvoi ist offenbar von malischen Soldaten beschossen worden. Die deutschen Einsatzkräfte erwiderten das Feuer. Ein malischer Soldat wurde bei dem Zwischenfall verletzt.

          Beim Bundeswehr-Einsatz in Mali ist ein deutscher Konvoi offenbar von Soldaten der malischen Streitkräfte beschossen worden, mit denen sie eigentlich zusammenarbeitet. Die Deutschen erwiderten am Samstagabend das Feuer, wie ein Sprecher des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr am Sonntagabend sagte. Zuvor hatte „Der Spiegel“ über den Vorfall berichtet. Der Konvoi sei gegen 21.15 Uhr mitteleuropäischer Zeit etwa 50 Kilometer westlich von Gao mit Handwaffen beschossen worden, erläuterte der Sprecher. Erst später sei klar geworden, dass es sich vermutlich um einen Schusswechsel mit malischen Soldaten gehandelt habe.

          Die Bundeswehrsoldaten waren im Einsatz, um ein Fahrzeug der belgischen Streitkräfte zu bergen. Alle Bundeswehrsoldaten seien unverletzt in ihr Lager zurückgekehrt, sagte der Sprecher. Bei dem Vorfall sei vermutlich ein malischer Soldat verwundet worden. Bislang könne weder bestätigt noch ausgeschlossen werden, dass er von den Deutschen getroffen worden sei. Was genau passiert ist und wie es zu dem gefährlichen Zwischenfall kam, soll nun aufgeklärt werden. Aufgrund der Dunkelheit habe es zunächst ein unklares Lagebild gegeben, sagte der Sprecher.

          Die deutschen Soldaten brachten den verletzten Soldaten in eine französische Sanitätseinrichtung, wie die Bundeswehr auf ihrer Website mitteilte. Den Angaben am Sonntag zufolge schwebt er weiterhin in Lebensgefahr. „Wir können noch nicht bestätigen, ob der Soldat von deutschen Kräften getroffen wurde“, sagte der Sprecher. Der Vorfall werde weiter untersucht.

          Die Bundeswehr beteiligt sich seit 2013 in Mali mit rund 1000 Soldaten an der UN-Mission Minusma zur Stabilisierung des westafrikanischen Landes. Sie sind vor allem in der nordöstlichen Stadt Gao stationiert. Vor allem im Norden des Landes sind in der Sahara zahlreiche Gruppen islamistischer Extremisten aktiv. Der Mali-Einsatz gilt als der gefährlichste Auslandseinsatz der Bundeswehr.

          Weitere Themen

          Chinas gut versteckte Wehrausgaben

          Nationaler Volkskongress : Chinas gut versteckte Wehrausgaben

          Auf dem Nationalen Volkskongress hat China verkündet, dass das Verteidigungsbudget um gut sieben Prozent steigen wird. Tatsächlich sind die Ausgaben aber wohl noch deutlich höher – Peking lässt viele Ausgaben unter den Tisch fallen.

          Schüsse im niederländischen Utrecht Video-Seite öffnen

          Täter auf der Flucht : Schüsse im niederländischen Utrecht

          Bei einer Schießerei in der niederländischen Stadt Utrecht ist nach Polizeiangaben vermutlich ein Mensch getötet worden. Es wurden mehrere Menschen verletzt. Laut Polizei ist ein extremistischer Hintergrund nicht auszuschließen.

          Topmeldungen

          Aufnahme aus der U-Bahn-Station Westfriedhof in München: Kommt die Zukunft der Mobilität einfach nicht, oder rast sie längst an uns vorbei?

          Verkehrspolitik : Wir brauchen mehr Tempo

          Die Debatte ums Tempolimit übertönt die wirklich wichtigen Fragen der Verkehrspolitik: Wo sind denn die neuen futuristischen Züge, die gestresste Raser und müde Lkw-Fahrer auf die Schiene locken?

          Prozess zu Messerattacke : Wofür Chemnitz steht

          Auch Chemnitz sitzt beim Strafprozess um den gewaltsamen Tod eines Deutsch-Kubaners gleichsam auf der Anklagebank. Es gibt aber keinen Grund, von vermeintlich größter moralischer Höhe auf die armen Brüder und Schwestern im Osten zu blicken.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.