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Belästigungsvorwürfe : Das erste Sexit-Opfer?

John Bercow, „Speaker of the House“ (M.) Bild: Reuters

Britische Parlamentsbedienstete werfen Abgeordneten Mobbing und sexuelle Belästigung vor. Unterhaussprecher Bercow soll diese Kultur geduldet haben. Das könnte ihm zum Verhängnis werden – auch wegen seiner Haltung zum Brexit.

          2 Min.

          John Bercow, der als „Speaker of the House“ mit dem deutschen Parlamentspräsidenten vergleichbar ist, gilt als moderner, aufgeklärter Mann. Als der liberale Konservative vor neun Jahren mit Hilfe der Labour Party ins Amt gewählt wurde, schnitt er buchstäblich Zöpfe ab. Die Berater, die im Plenarsaal vor ihm sitzen, müssen keine Perücke mehr tragen. Das Parlament solle „weniger stickig und furchteinflößend“ wirken, sagte er damals.

          Jochen Buchsteiner

          Politischer Korrespondent in London.

          Jetzt steht Bercow selbst als Repräsentant einer überkommenen Ordnung am Pranger. Er habe sich der „Kultur der Ehrerbietung, Unterwürfigkeit, Duldung und des Schweigens“ nicht entgegenstellt, durch die über Jahre hinweg Mobbing und sexuelle Belästigungen im Parlament toleriert und verdeckt worden seien, heißt es. Mehrere Abgeordnete verlangen nun von Bercow, seinen Posten zu räumen.

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