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Brexit mit neuem Premier : „Für Johnson ist die Politik ein Spiel“

Wie ernst kann ein Fake-News-Verbreiter wie Boris Johnson die Politik nehmen? Obwohl er der neue britische Premierminister ist, erwartet Politikwissenschaftler Roland Sturm keine große Ernsthaftigkeit, sondern Machtspiele. Bild: AFP

Boris Johnson ist neuer britischer Premierminister. Was heißt das für die Insel? Was für die EU? Und was für den Konflikt mit Iran? Ein Gespräch mit dem Politikwissenschaftler Roland Sturm.

          6 Min.

          Die britischen Konservativen haben den Brexit-Hardliner Boris Johnson am Dienstag mit 66,4 Prozent zu ihrem neuen Parteichef und damit zum Premierminister des Landes gewählt. Wird Großbritannien nun von einem Egoisten regiert?

          Absolut. Johnson geht es immer nur um seine Person, der Brexit ist da lediglich ein Vehikel. Er hat einen taktischen Vorteil im Führen der Brexit-Kampagne gesehen und ihn genutzt. Jetzt geht es aber nicht mehr nur darum, eine schöne Rede zu halten, jetzt muss er Mehrheiten organisieren. Viele Leute werden nun enttäuscht von Johnson sein.

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