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Nachfolge für David Cameron : Nur noch drei Bewerber im Rennen

  • Aktualisiert am

Bild: dpa

Bei der Suche nach einem neuen Tory-Parteichef scheiden Liam Fox und Stephen Crabb aus. Jetzt bleiben nur noch drei Kandidaten übrig – besonders eine Bewerberin hat gute Chancen.

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          Im Rennen um die Nachfolge des scheidenden britischen Premierministers David Cameron sind zwei von fünf Kandidaten ausgeschieden. Im ersten Wahlgang der konservativen Abgeordneten erhielt der ehemalige Verteidigungsminister Liam Fox die wenigsten Stimmen und scheidet damit aus. Für ihn votierten lediglich 16 Parlamentarier. Auch der Arbeitsminister Stephen Crabb ist nicht mehr dabei: Wegen seines schlechten Abschneidens hat der 43 Jahre alte Politiker seine Kandidatur zurückgezogen. Damit deutet sich alles auf einen Machtkampf zwischen zwei Frauen um die Führung der konservativen Tories hin.

          Der Letztplatzierte Liam Fox scheidet aus.

          Wie das Komitee der Partei am Dienstagabend bekanntgab, erhielt Innenministerin Theresa May 165 Abgeordnetenstimmen – mehr Stimmen als die übrigen vier Bewerber zusammengenommen. Damit gilt die Innenministerin als aussichtsreichste Kandidatin in dem Rennen um Camerons Nachfolge. An zweiter Stelle nach May kam die Staatssekretärin im Energieministerium, Andrea Leadsom, mit 66 Stimmen. Michael Gove (48 Stimmen) bleibt der einzige männliche Konkurrent im Rennen. Bei der Abstimmung fielen 34 Stimmen auf Stephen Crabb. Auf Twitter verkündete der Arbeitsminister, dass er nun Theresa May unterstützen wolle.

          Leadsom und Gove gehören dem Austritts-Lager an. Die Chancen für die Energie-Staatssekretärin haben sich laut Medien nach der Unterstützung durch den Brexit-Wortführer und Londoner Ex-Bürgermeister Boris Johnson erhöht – er hatte überraschend auf eine Kandidatur verzichtet.

          Bei der Suche nach einer neuen Führung haben zunächst die Tory-Abgeordneten das Sagen, später stimmen die rund 150.000 Parteimitglieder ab. Der für einen Verbleib Großbritanniens in der EU eingetretene Cameron hatte nach seiner Niederlage beim Brexit-Referendum am 23. Juni seinen Rückzug innerhalb der nächsten Monate angekündigt. Bis zum 9. September soll seine Nachfolge geklärt sein. Es gilt als ausgemacht, dass er oder sie auch neuer Hausherr in Downing Street 10 wird – dem traditionellen Wohnsitz des Premierministers.

          Mit dem Ausgang der ersten Runde steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Großbritannien seit dem Rückzug Margaret Thatchers 1990 wieder von einer Frau als Premier regiert wird. Die 59 Jahre alte May kündigte bereits an, das Ergebnis des Referendums nicht anfechten zu wollen: „Brexit bedeutet Brexit“, sagte sie unmissverständlich. Es dürfe keine Versuche geben, doch noch in der EU zu bleiben. Auch ein zweites Referendum dürfe es nicht geben.

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