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Laut Sicherheitsberater Bolton : Vereinigte Staaten würden No-Deal-Brexit begeistert unterstützen

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Trumps Nationaler Sicherheitsberater John Bolton am Montag in London. Bild: Reuters

Käme es zum harten EU-Austritt Großbritanniens, wäre Amerikas Regierung schlichtweg begeistert. Das erklärte Trumps Nationaler Sicherheitsberater in London. Viele Briten sehen das anders – und horten bereits Vorräte für den Fall eines No-Deal-Brexits.

          Die amerikanische Regierung gibt Großbritannien Rückendeckung für einen harten Brexit. Sollte sich London zu einem EU-Austritt ohne Abkommen zwischen der Europäischen Union und Großbritannien entscheiden, würden die Vereinigten Staaten dies begeistert unterstützen, sagte der Nationale Sicherheitsberater, John Bolton, während eines Besuchs in der britischen Hauptstadt. Er schloss nicht aus, dass die Vereinigten Staaten und Großbritannien Einzelabkommen über Handelsbeziehungen in diversen Sektoren schließen könnten und schwierigere Bereiche zunächst ausgeklammert würden. Ziel sei aber letztendlich ein umfassendes Handelsabkommen.

          Bolton betonte, Amerikas Präsident Donald Trump sei an einem erfolgreichen Brexit gelegen. Trump telefonierte mit Premierminister Boris Johnson. Nach Angaben des Weißen Hauses drückte Trump seine Wertschätzung für die Partnerschaft mit Großbritannien aus. Er freue sich darauf, Johnson bald persönlich zu treffen.

          Jeder fünfte Brite hortet Vorräte

          Unterdessen haben die Briten aus Sorge vor einem ungeregelten Brexit einer Studie zufolge bereits Waren im Wert von vier Milliarden Britischen Pfund (etwa 4,3 Milliarden Euro) gehortet. Fast jeder Fünfte habe damit begonnen, seinen Vorrat an Nahrungsmitteln, Getränken oder Arzneimitteln aufzustocken, teilte der Finanzdienstleister Premium Credit am Montag in London mit. Für die Studie wurden 1052 Verbraucher befragt, die einen Job haben.

          Wer hortet, versorgt sich demnach vor allem mit Lebensmitteln (74 Prozent), gefolgt von Arzneiprodukten (50) und Getränken (46). Im Falle eines EU-Austritts ohne Abkommen rechnen viele Experten mit vorübergehenden Lieferengpässen, ausgelöst vor allem durch lange Wartezeiten für Lastwagen an den Grenzen bei Zollkontrollen.

          Premierminister Boris Johnson will Großbritannien am 31. Oktober aus der Europäischen Union führen - „komme, was wolle“. Er droht mit einem Austritt ohne Abkommen, sollte sich Brüssel nicht auf seine Forderung nach Änderungen an dem mit seiner Vorgängerin Theresa May ausgehandelten Austrittsabkommen einlassen. Die lehnt die EU aber strikt ab. Damit wächst die Gefahr eines No-Deal-Brexits, der die Wirtschaft und viele andere Lebensbereiche schädigen würde.

          Auch viele Unternehmen fürchten Lieferengpässe. So hatte in der vergangenen Woche die britische Pizzakette Domino’s angekündigt, ihre Vorräte aufzustocken. Rund ein Drittel der Zutaten bezieht das Unternehmen aus dem Ausland, darunter Tomatensoße und Ananas.

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