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Irlands Grenze : Kann Technik den Brexit-Streit lösen?

Die Angst vor der Spaltung: Viele Iren und Nordiren hoffen auf eine „unsichtbare Grenze“. Bild: dpa

Britische Fachleute hoffen immer noch auf eine „unsichtbare Grenze“ in Irland. Diese wäre extrem wichtig für den Frieden auf der irischen Insel. Dafür braucht es aber jede Menge technische Vorkehrungen – und ein schnelles Handeln.

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          Im Ringen um einen „Deal“ für den EU-Austritt der Briten sind bislang nur Bruchstücke neuer Vorschläge von Regierungschef Boris Johnson an die Öffentlichkeit durchgesickert, die den „Backstop“ ersetzen sollen. Dieser ist eine Notlösung, um eine harte Grenze zwischen Nordirland und Irland zu vermeiden. Eingefleischte Brexiteers sehen den Backstop aber als unkündbare Fessel, die das Königreich potentiell ewig an die EU kette.

          Philip Plickert

          Wirtschaftskorrespondent mit Sitz in London.

          Johnson schlägt als Ausweg offenbar vor, in Nordirland eine Sonderwirtschaftszone einzurichten. Der nördliche Teil der Insel soll die gleiche EU-Regulierung wie die Republik Irland befolgen. Noch unklar ist, ob das nur für die Gesundheitsregeln für Tiere und Lebensmittel oder für alle Produkte gelten soll. Würde Johnson den Vorschlag nur auf „Agri-Food-Produkte“ beschränken, die etwa ein Drittel des Warenaustauschs ausmachen, wäre das der EU-Seite nicht ausreichend. Weiter gehende Vorschläge könnten aber auf Widerstand der nordirischen DUP-Unionisten stoßen.

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