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Gewinn durch Austritt : Diese Manager sind für den Brexit

Jim Ratcliffe (Mitte) ist für den Brexit, er selbst wird aber wohl nach Monaco ziehen Bild: Reuters

Sogar in der britischen Wirtschaft gibt es glühende Anhänger des EU-Austritts. Kritiker aber werfen ihnen Heuchelei und skrupellose Geschäftemacherei vor. Einer ist besonders dreist.

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          Wenn Crispin Odey eine Chance zum Geldverdienen wittert, dann greift er zu. Schlagzeilen macht der Londoner Hedgefondsmanager beispielsweise mit seiner Wette auf einen fallenden Aktienkurs beim Münchner Dax-Unternehmen Wirecard. Aber Odey dreht derzeit noch ein weiteres großes Rad: Er setzt darauf, dass der bevorstehende Brexit zu Wertverlusten des britischen Pfunds führen wird. 14 Prozent des Vermögens seines Hedgefonds European Inc. habe Odey darauf gesetzt, so zitiert die Nachrichtenagentur Bloomberg aus einem Schreiben an seine Investoren.

          Marcus Theurer

          Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Der prominente Finanzmanager rechnet offenkundig damit, dass es Ende März zu einem wirtschaftlich besonders schädlichen No-Deal-Brexit kommt, der zu einem Ausverkauf der britischen Währung führt. Für Odey ist das Spekulationsgeschäft heikel – auch deshalb, weil er ein glühender Befürworter des EU-Austritts ist. Vor dem Brexit-Referendum im Sommer 2016 war er einer der größten Geldgeber der Austrittsbewegung. Das hat ihn freilich schon damals nicht daran gehindert, zugleich gegen das Pfund zu wetten. Mit Erfolg: Über Nacht soll er einen Gewinn von mehr als 200 Millionen Pfund eingestrichen haben.

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