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Reaktion auf Brexit-Aufschub : Trump kritisiert „hartes“ Vorgehen der EU

  • Aktualisiert am

Der amerikanische Präsident Donald Trump Bild: AP

Die EU hat London eine weitere Verlängerung der Austrittsfrist gewährt, allerdings nur bis Ende Oktober. Der amerikanische Präsident beklagt die Entscheidung auf Twitter – und schießt auch im Handelsstreit eine Spitze ab.

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          Nach der von den EU-Staats- und Regierungschefs beschlossenen Brexit-Verschiebung hat der amerikanische Präsident Donald Trump die EU für ihr Verhalten gegenüber Großbritannien kritisiert. „Zu schade, dass die Europäische Union so hart mit dem Vereinigten Königreich und Brexit umspringt“, schrieb Trump am Donnerstag auf Twitter.

          Zuvor hatten sich die EU und Großbritannien in der Nacht in Brüssel darauf geeinigt, den 31. Oktober als neuen Brexit-Termin festzulegen. Bei dieser „flexiblen“ Verlängerung ist aber auch ein früherer Austritt möglich. London hat zudem bis zu diesem Zeitpunkt auch noch die Möglichkeit, den Brexit abzusagen.

          Es ist bereits die zweite Verschiebung des Brexits. Ursprünglich hätte Großbritannien am 29. März austreten sollen. Kurz davor wurde das Datum auf den 12. April verschoben. Ohne Einigung auf eine weitere Verschiebung hätte am Freitag ein ungeordneter Brexit gedroht. Das britische Parlament ist in der Brexit-Frage tief gespalten und konnte sich bisher nicht auf ein Austrittsabkommen einigen. Die britische Premierministerin Theresa May wird die jüngsten Gipfelergebnisse nach Angaben eines britischen Regierungssprechers am Donnerstag dem Unterhaus vorstellen.

          Trotz der eingeräumten Fristverlängerung griff der amerikanische Präsident die EU in seinem Tweet an. Der Staatenverbund sei auch gegenüber den Vereinigten Staaten ein „brutaler Handelspartner“, erklärte Trump. Das werde sich jedoch ändern. „Manchmal muss man die Leute zu Atem kommen lassen, bevor alles wiederkommt und einen heimsucht“, fügte er hinzu.

          Der amerikanische Präsident hatte der EU am Dienstag mit Strafzöllen in Höhe elf Milliarden Dollar (9,75 Milliarden Euro) wegen ihrer Subventionen für den Flugzeugbauer Airbus gedroht. Die Vereinigten Staaten und die EU streiten schon seit anderthalb Jahrzehnten über Staatsbeihilfen für die Flugzeugbauer.

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