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Nach dem Brexit : Britische Premierministerin will EU-Freizügigkeit beenden

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Großbritanniens Premierministerin Theresa May am Sonntag auf dem G-20-Gipfel im chinesischen Hangzhou Bild: Reuters

Den Zugang zum EU-Binnenmarkt würde Großbritannien auch nach dem Brexit gerne behalten. Doch wie steht es um den Zuzug von Menschen aus der EU? Premierministerin May gibt eine klare Linie vor.

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          Die britische Premierministerin Theresa May will nach dem Ausscheiden ihres Landes aus der Europäischen Union die Freizügigkeit für andere EU-Bürger beenden. Die Wähler hätten sich bei dem Brexit-Referendum im Juni klar dafür ausgesprochen, „den Zuzug von Leuten aus der EU zu kontrollieren“, sagte May auf dem Flug zum G20-Gipfel in China. „Und genau dies will ich - nicht die Freizügigkeit, wie wir sie in der Vergangenheit hatten.“

          Die Briten hätten sich gegen die Freizügigkeit ausgesprochen, „und wir werden das umsetzen“, fügte May hinzu. Die Freizügigkeitsregeln ermöglichen es EU-Bürgern, in anderen Ländern der Union zu wohnen und zu arbeiten. Das Thema dürfte eines der schwersten in den Verhandlungen über den Brexit sein. Großbritannien würde gerne den Zugang zum EU-Binnenmarkt behalten; Voraussetzung dafür ist aus EU-Sicht jedoch die Beibehaltung der Freizügigkeit.

          Der britische Außenminister Boris Johnson hatte als Kompromissvorschlag ein auf Punkte basierendes Einwanderungssystem für Großbritannien ins Spiel gebracht, wie es etwa die Australier anwenden. May zeigte sich nun aber skeptisch, „ob ein Punktesystem funktioniert oder nicht“. In der Frage der Freizügigkeit werde es keine einfachen Antworten im Verhältnis zu den anderen EU-Ländern geben, sagte die Premierministerin voraus.

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